Jetzt zum Download: Android 17 startet in die Beta-Phase

Einige Tage später als gedacht hat Google am vergan­genen Wochen­ende die erste Beta-Version von Android 17 veröf­fent­licht. Instal­liert werden kann das Update zunächst auf neueren Pixel-Geräten. Es handelt sich direkt um eine öffent­liche Beta-Version. Die früher übliche Entwickler-Vorschau, die vor den Betas für die Allge­mein­heit zum Download bereit­gestellt wurden, gibt es zumin­dest für Android 17 nicht.

Google drückt dieses Mal aufs Tempo, wenn es um die Veröf­fent­lichung der finalen Version der neuen Android-Firmware geht. Schon für den März strebt der Konzern Platt­form-Stabi­lität an. Für das zweite Quartal 2026 plant Google die Freigabe der finalen Version von Android 17. Realis­tisch betrachtet könnte das Update im Juni bereit­stehen.

Mit Android 17 sind das Pixel 6 und alle neueren herkömm­lichen Pixel-Smart­phones, alle Foldables von Google und das Pixel Tablet kompa­tibel. Die Entwick­lung der Software ist noch nicht abge­schlossen. Daher ist es nicht empfeh­lens­wert, die Beta auf Produk­tivge­räten zu instal­lieren. Ob und wann sich weitere Hersteller dem Beta-Test anschließen, ist noch nicht bekannt. Ebenso ist noch offen, wann erste Smart­phones und Tablets anderer Hersteller das stabile Update auf Android 17 bekommen werden.

Android 17 soll nach Angaben von Google unter anderem ein Feature mit der Bezeich­nung Handoff mit sich bringen, das in der ersten Beta aber noch nicht verfügbar ist. Dieses soll es ermög­lichen, eine Akti­vität in einer App auf einem Gerät zu beginnen und auf einem anderen Gerät fort­zuführen. Über Launcher und Task­leiste sollen Nutzer darauf aufmerksam gemacht werden, für welche Anwen­dungen die Handoff-Funktion gerade zur Verfü­gung steht.

Google spricht darüber hinaus von einem erwei­terten Sicher­heits-Modus, der gleich­zeitig aber auch Einschrän­kungen mit sich bringt. So soll unter anderem die App-Instal­lation aus unbe­kannten Quellen blockiert werden. Unklar ist, ob und wie sich dieses für manche Anwender nicht immer prak­tische Feature abschalten lässt.

Die neue Version des Android-Betriebs­systems soll zudem Opti­mierungen bekommen, damit Apps auch in Satel­liten-Netz­werken mit geringer Band­breite funk­tionieren. In die erste Beta-Version haben es einem Bericht des Google Watch Blogs zufolge vor allem kosme­tische Neue­rungen geschafft, etwa ein neues Google-Widget für den Start­bild­schirm, neue Gemini-Anima­tionen und ein über­sicht­licheres Menü für die Einstel­lungen.

Quelle teltarif

von Patrick Rechl 14. März 2026
Der Sicher­heits­modus von Android 17 beinhaltet nun auch eine App-Restrik­tion für die Barrie­refrei­heit. Dies kann zu Problemen mit Laun­chern führen. Google verschärft den erwei­terten Sicher­heits­modus von Android 17. Mit der zweiten Beta­version des nahenden Betriebs­systems wird bei dieser Daten­schutz­funk­tion der Zugriff auf Features für die Barrie­refrei­heit einge­schränkt. Es erhalten nur noch Programme eine entspre­chende Berech­tigung, welche als Werk­zeuge für die Zugäng­lich­keit klas­sifi­ziert sind. Weil diese Berech­tigung das Auslesen von Bild­schirm­inhalten und die Über­wachung von Nutzer­inter­aktionen beinhaltet, lässt sie sich von Schad­soft­ware ausnutzen. Durch die neue Einschrän­kung wird der Sicher­heits­modus zwar noch strin­genter, kann jedoch auch Tools zur Perso­nali­sierung sowie alter­native Start­bild­schirme (Launcher) blockieren. Um die höchst­mögliche Sicher­heits­stufe und den best­mögli­chen Daten­schutz auf Android-Mobil­geräten kümmert sich der erwei­terte Sicher­heits­modus. Jener ist Bestand­teil von Android 16 sowie des in Entwick­lung befind­lichen Android 17. Wie Android Autho­rity nun heraus­gefunden hat, schränkt Google die App-Berech­tigungen in diesem Verfahren weiter ein. So wurde in der zweiten Beta­version von Android 17 eine Restrik­tion für die Barrie­refrei­heit entdeckt. Bestimmte Apps können auf entspre­chende Funk­tionen der Zugäng­lich­keit nicht mehr zugreifen. Haben Sie den erwei­terten Sicher­heits­modus akti­viert, muss sich die betref­fende Anwen­dung eindeutig als Werkzeug zur Barrie­refrei­heit ausweisen. Schei­tert sie daran, bleiben die dazu­gehö­rigen Funk­tionen verwehrt. Dazu zählen ausge­lesene Bild­schirm­inhalte, über­wachte Nutzer­inter­aktionen und auto­mati­sierte Eingaben. Schad­soft­ware kann unter Umständen diese Berech­tigung ausnutzen, um Daten auszu­spio­nieren. Deshalb ist es nach­voll­ziehbar, dass Google das Schlupf­loch im erwei­terten Sicher­heits­modus von Android 17 schließt. Bestimmte Apps wie Programme für den Start­bild­schirm (Launcher), Benach­rich­tigungen und Perso­nali­sierungen sind eben­falls auf die Berech­tigung für die Barrie­refrei­heit ange­wiesen. Sollten Sie solche Anwen­dungen im Einsatz haben, sind Konflikte mit der strikten Daten­schutz­funk­tion möglich. Es erscheint ein Hinweis­fenster, dass Sie über den blockierten Zugriff infor­miert. Wenn die jewei­lige App zuvor die Berech­tigung erteilt bekam, entzieht sie Android 17 im erwei­terten Sicher­heits­modus wieder. Falls es zu Kompa­tibi­litäts­problemen kommt, sollte der gehobene Daten­schutz, sofern nicht unab­dingbar, ausge­schaltet werden. Quelle: teltarif
von Patrick Rechl 10. März 2026
Derzeit verfügt WhatsApp noch über ein stati­sches Menü an der Unter­seite, ein künf­tiges konfi­gurier­bares Menü ist aber nicht ausge­schlossen. Wie eine solche Option reali­siert werden könnte, zeigt ein neues Konzept. In diesem lassen sich bis zu fünf Schnell­zugriffe defi­nieren. Es stehen insge­samt sieben Verknüp­fungen zur Auswahl. Damit eine reibungs­lose Funk­tiona­lität gewähr­leistet ist, lassen sich manche Tabs nicht löschen. Während dieses Feature ein Gedan­kenspiel ist, führt WhatsApp bei ersten Testern neue Nach­richten-Blasen ein. Diese besitzen einen moder­neren Look. Aktuell beher­bergt der untere Display­bereich des grünen Messen­gers fünf Tabs. Jene setzen sich aus "Chats", "Aktu­elles", "Commu­nitys", "Anrufe" und "Du" zusammen. Letzt­genannter Menü­punkt führt zu Ihrem Profil und den Einstel­lungen. Derzeit ist es nicht möglich, die Reihen­folge der Reiter zu ändern, Schalt­flächen zu entfernen oder welche hinzu­zufügen. Weil WhatsApp sukzes­sive die Perso­nali­sierung opti­miert, könnten diese Optionen in einem zukünf­tigen Update Einzug halten. WAbetaInfo hat sich mit einem entspre­chenden Konzept befasst. Im einge­betteten Bild sehen Sie einen Entwurf der konfi­gurier­baren Tabs. Stan­dard­mäßig wären vier Schnell­zugriffe, nämlich "Chats", "Aktu­elles", "Commu­nitys" und "Anrufe" enthalten. Außerdem stünden ergän­zend "Meta AI", "Einstel­lungen" und "Du" zur Auswahl. Mit dem Antippen von "Add" (hinzu­fügen) ließen sich neue Menü­punkte hinzu­fügen. Ein Antippen des Papier­korbs würde hingegen bestehende Tabs entfernen. Hierbei gilt zu beachten, dass die ersten drei Verknüp­fungen "Chats", "Aktu­elles" und "Anrufe" verpflich­tend wären. Über die Schalt­fläche mit den zwei hori­zontalen Strichen würden Sie die Posi­tionen der Schnell­zugriffe verschieben. Zumin­dest an einem neuen Meta-AI-Tab arbeitet WhatsApp derzeit tatsäch­lich. In der Beta­version 2.26.10.2 des Messen­gers für Android hält eine Design­anpas­sung Einzug. Bislang waren die Nach­richten-Blasen in WhatsApp noch recht kantig. Das besagte Update führt einen höheren Eckra­dius ein. Entspre­chend wirken die Kanten weicher. Dies gilt für alle Inhalte, egal ob Texte oder Medi­enda­teien. Wobei Medi­enda­teien eine weitere Neuerung erfahren. Fotos und Videos werden nun ohne einen Rahmen darge­stellt. Dadurch wirkt die Ansicht immersiver. Ausnahmen gibt es in Form von weiter­gelei­teten Mittei­lungen und Grup­penmit­teilungen. Diese weisen oben weiterhin eine Kante auf. Quelle: teltarif
von Patrick Rechl 8. März 2026
Was auf dem iPhone längst geht, kommt nun auch für Android. Google spendiert seiner Fotos-App für Android eine praktische Funktion, auf die Nutzer lange warten mussten. Mit der neuesten Version wird es möglich, direkt aus eigenen Bildern Sticker zu erstellen. Die App erkennt dabei automatisch Personen, Tiere oder Objekte und ermöglicht es euch, diese blitzschnell freizustellen und als digitale Aufkleber in anderen Anwendungen wie Messengern zu teilen. Mit der netten Spielerei schließt Google eine spürbare Lücke. Auf iPhones ist das Werkzeug in Google Fotos bereits seit vergangenem Sommer verfügbar. Die Umsetzung ist dabei denkbar einfach gehalten. Laut 9to5Google signalisiert die App mit einem leichten Schimmer-Effekt, dass sich ein Motiv auf einem Bild, in einen Sticker verwandeln lässt. Hält man den Finger länger auf dem entsprechenden Bereich gedrückt, wird das Objekt präzise ausgeschnitten. Anschließend erscheint ein kleines Menü, das anbietet, den Sticker entweder zu kopieren oder direkt mit anderen Apps zu teilen. Google empfiehlt, dass ihr Bilder mit klar unterscheidbarem Vorder- und Hintergrund verwendet. Die Funktion ist ab der App-Version 7.64 verfügbar, die aktuell über den Google Play Store ausgerollt wird (Quelle: 9to5Google). Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber immer noch. Zum Start auf dem Android-Betriebssystem fehlt noch ein Verlauf, mit dem sich bereits erstellte Sticker einfach wiederfinden und erneut verwenden lassen. Diese Funktion soll laut 9to5Google aber mit einem späteren Update nachgereicht werden. Mit dem Update gleicht Google die Funktionen in beiden Smartphone-Betriebssystemen aneinander an. Die Wartezeit für die Android-Community fiel allerdings recht lang aus. iPhone-Nutzer können das Feature bereits seit August 2025 nutzen. Quelle: Giga
von Patrick Rechl 6. März 2026
WhatsApp arbeitet derzeit daran, die Chat-Suchfunktion übersichtlicher zu machen. Mit einem aktuellen Beta-Update für iOS führt der Messenger neu gestaltete Filter sowie eine Anzeige zuletzt gesuchter Chats ein. Die Änderungen orientieren sich optisch an der kürzlich überarbeiteten Mediengalerie. Ziel ist eine einheitlichere Darstellung und ein schnellerer Zugriff auf Inhalte innerhalb von Unterhaltungen. Bereits in früheren WhatsApp-Versionen war es möglich, in der Chat-Suche nach den Kategorien Fotos, GIFs, Links, Videos, Dokumente, Audio, Umfragen oder Events zu filtern. Bislang sind diese Filter allerdings in einer vertikalen Liste angeordnet. In der aktuellen Beta-Version der App ersetzt der Messenger die Liste durch eine horizontale Darstellung, wie „WABetaInfo“ berichtet. Die Kategorien erscheinen nun nebeneinander und lassen sich durch Wischen zu den Seiten ansteuern. Das Layout ist deutlich kompakter und orientiert sich am Design der neuen Mediengalerie, die ebenfalls eine scrollbare Leiste mit Kategorien in der Suche hat. Neben der Änderung des Designs führt WhatsApp auch eine weitere praktische Funktion ein. Zuletzt gesuchte Chats erscheinen künftig direkt unter den Suchkategorien als Schnellzugriffe. Damit können Nutzer schneller auf einzelne Kontakte oder Gruppen zugreifen, die sie häufig suchen. Laut „WABetaInfo“ speichert der Messenger zum Schutz der Privatsphäre nur die gesuchten Chats ab – und nicht allgemeine Suchbegriffe. Auch soll der Suchverlauf ausschließlich lokal auf dem Smartphone gespeichert sein und nicht an die WhatsApp-Server gehen. Nutzer können zudem die zuletzt gesuchten Chats jederzeit aus der Übersicht löschen. WhatsApp hatte die neue Chat-Suche bereits im Januar für Android-Geräte eingeführt (App-Version 2.26.3.80). Zum aktuellen Stand ist die Änderung aber noch nicht an alle Nutzer ausgespielt (getestet mit Google Pixel 8). Für iOS-Nutzer kommt das neue Design mit der App-Version 26.8.10.72. Zuerst erhalten Beta-Tester über die TestFlight-App das Update, allerdings können vereinzelt auch Nutzer der regulären App-Version im App Store die Funktion bereits sehen. Der Roll-out erfolgt wie unter Android schrittweise, sodass es ein paar Wochen dauern kann, bis alle Geräte die neue Version erhalten. Quelle: Techbook
von Patrick Rechl 6. März 2026
Google baut seinen Play Store grundlegend um. Mit neuen Bezahloptionen, niedrigeren Gebühren und einem Programm für alternative App-Stores reagiert der Konzern auf veränderte Marktbedingungen – und auf einen vorangegangenen Streit mit Epic Games. Kernpunkt der Umstellung sind die erweiterten Zahlungsoptionen bei In-App-Käufen. Entwickler können künftig neben dem hauseigenen Abrechnungssystem auch eigene Bezahlsysteme innerhalb ihrer Apps nutzen. Alternativ dürfen sie Nutzer für Käufe auf externe Websites weiterleiten. Ziel sei es, mehr Flexibilität zu schaffen und gleichzeitig Sicherheit für Nutzer zu gewährleisten. Die Änderungen betreffen nicht nur Käufer, sondern auch mobile Entwickler, die ihre Anwendungen über Google Play vertreiben. Damit lockert Google die bislang enger gefassten Vorgaben zur Zahlungsabwicklung deutlich und zieht mit Apple gleich. Der für sein iPhone bekannte Konzern lässt alternative Zahlungsmöglichkeiten im App Store bereits seit Längerem zu, wobei die Umstellung schrittweise erfolgte. In den Niederlanden erlaubte Apple Anfang 2022 erstmals Dating-Apps, externe Bezahlsysteme zu nutzen. In Südkorea folgte 2022 eine Öffnung für Drittanbieter-Zahlungen aufgrund gesetzlicher Vorgaben. Für Entwickler in der Europäischen Union führte Apple im März 2024 infolge des Digital Markets Act die Möglichkeit ein, alternative Zahlungswege innerhalb von Apps sowie externe Verlinkungen zu nutzen. In den USA gestattete Apple bestimmten Apps nach gerichtlichen Entscheidungen ebenfalls eingeschränkte Hinweise auf externe Kaufoptionen. Auch Google öffnet sich nun und startet zusätzlich ein Programm für registrierte App-Stores. Das sogenannte „Registered App Stores“-Programm soll das sogenannte Sideloading – also die Installation von App-Stores außerhalb des Play Stores – vereinfachen. App-Stores, die bestimmte Qualitäts- und Sicherheitsstandards erfüllen, können sich registrieren. Für Nutzer wird dadurch der Installationsprozess solch alternativer Marktplätze vereinfacht. Anbieter, die nicht teilnehmen, behalten den bisherigen Installationsablauf bei, der für alle extern geladenen Apps gilt. Das Programm soll zunächst außerhalb der USA starten, wo Google seinen Firmensitz hat. Eine Einführung in den Vereinigten Staaten ist vorgesehen, steht jedoch unter dem Vorbehalt einer gerichtlichen Genehmigung. Die offizielle Einführung ist mit einer neuen Version einer großen Android-Veröffentlichung bis Jahresende geplant. Zugleich ändert Google sein Geschäftsmodell. Künftig werden Gebühren für die Nutzung des Play-Store-Abrechnungssystems getrennt von Servicegebühren erhoben. Für Entwickler, die das Google-Abrechnungssystem verwenden, fällt eine marktspezifische Gebühr an. In der Europäischen Wirtschaftszone, im Vereinigten Königreich und in den USA beträgt diese fünf Prozent. Die Servicegebühr für In-App-Käufe bei neuen Installationen – also bei erstmaliger Installation einer App nach Einführung der neuen Regelung in einer Region – sinkt auf 20 Prozent. Für Entwickler, die am neuen „Apps Experience Program“ oder am überarbeiteten „Google Play Games Level Up“-Programm teilnehmen, gelten weitere Vergünstigungen. Bei bestehenden Installationen bleibt es bei 20 Prozent Servicegebühr, bei neuen Installationen sinkt sie auf 15 Prozent. Für wiederkehrende Abonnements beträgt die Servicegebühr künftig 10 Prozent. Die Einführung erfolgt gestaffelt: Bis 30. Juni sollen die Neuerungen in der Europäischen Wirtschaftszone, im Vereinigten Königreich und in den USA in Kraft treten. Bis 30. September folgt Australien, bis 31. Dezember Korea und Japan. Der Rest der Welt soll die Änderungen bis 30. September 2027 erhalten. Die neuen Förderprogramme starten bis 30. September in den zuerst genannten Regionen und werden anschließend ebenfalls schrittweise ausgeweitet. Im Zuge der Reformen hat Google nach eigenen Angaben auch seine weltweiten Streitigkeiten mit Epic Games beigelegt. Sie entzündeten sich aufgrund der Abgaberegeln im Play Store. Epic hatte 2020 in seinem Spiel „Fortnite“ ein eigenes Bezahlsystem integriert, um die von Google erhobenen Provisionen zu umgehen. Daraufhin entfernte Google das Spiel aus dem Play Store, woraufhin Epic Klage einreichte. Ähnliches passierte übrigens auch bei Apple, gegen das Epic ebenfalls vorging. Im Zentrum des Verfahrens standen die Marktmacht Googles und die verpflichtende Nutzung des hauseigenen Abrechnungssystems. Ende 2023 entschied eine Jury in den USA zugunsten von Epic Games. Google kündigte an, gegen das Urteil vorzugehen. Quelle: Techbook
von Patrick Rechl 6. März 2026
Viele kennen das Problem: Der Akku eines Smartphones ist schneller leer als erwartet. Google will deshalb stärker gegen Apps mit hohem Akkuverbrauch vorgehen und solche Stromfresser künftig deutlicher kennzeichnen. Im Mittelpunkt steht eine Funktion namens „Wake Locks“. Damit können Apps das Gerät aktiv halten, auch wenn der Bildschirm ausgeschaltet ist. Das wird zum Beispiel benötigt, wenn Musik abgespielt oder Daten übertragen werden. Wird diese Technik jedoch zu lange genutzt, kann sie die Akkulaufzeit deutlich verkürzen. Google definiert nun feste Grenzwerte für diese Nutzung. Dabei handelt es sich um Kennzahlen, mit denen Google unter anderem Stabilität und Energieverbrauch von Apps misst. Laut dem Android Developers Blog gilt eine Nutzung als übermäßig, wenn eine App innerhalb von 24 Stunden länger als zwei Stunden sogenannte Partial Wake Locks aktiv hält. Eine App gilt als problematisch, wenn sie Wake Locks zu lange nutzt. Das trifft zu, wenn dies in mehr als fünf Prozent der App-Nutzung innerhalb von 28 Tagen passiert. Diese Werte werden über Android Vitals ausgewertet. Überschreiten Apps diese Grenzwerte, kann sich das auf ihre Sichtbarkeit im Play Store auswirken. In solchen Fällen können auf der Store-Seite Warnhinweise erscheinen. Außerdem kann die App seltener in Empfehlungen oder anderen Bereichen des Stores auftauchen. Die Kennzeichnung soll Nutzern mehr Transparenz geben und Entwickler dazu bringen, ihre Apps effizienter zu programmieren. Ziel ist es, unnötigen Energieverbrauch zu reduzieren und die Akkulaufzeit von Smartphones zu verbessern. Quelle: Techbook
von Patrick Rechl 5. März 2026
Das Smartphone des Partners zu überwachen, gehört zu den wohl größten Vertrauensbrüchen in einer Beziehung. Auch die heimliche Kontrolle von Jugendlichen durch ihre Eltern ist moralisch höchst fragwürdig. Technisch gibt es aber Mittel und Wege für genau diesen Zweck. Besonders perfide sind dabei Spionage-Apps. Wer das Smartphone seines Partners überwacht, greift dabei oft auf bereits vorhandene Dienste zu. So können die Ortungsfunktionen des Telefons und Messenger-Dienste wie WhatsApp überprüft werden. Dadurch lässt sich unter anderem der Aufenthaltsort einer Person nachvollziehen. Aber auch Nachrichten lassen sich heimlich mitlesen. Den Betroffenen ist dabei häufig nicht klar, welche Formen der Überwachung über das Smartphone möglich sind. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Apps, die die Überwachung eines Smartphones ermöglichen. In vielen Fällen richten sich diese Spionage-Apps vor allem an eifersüchtige Menschen. Die Apps versprechen dabei eine relativ umfängliche Überwachung der Smartphone-Aktivität. Mit den Apps sollen zum Beispiel das Smartphone geortet und WhatsApp-Nachrichten oder Anrufe – auch Videocalls – sichtbar und hörbar werden. Aber auch die Aktivität auf Social Media kann bei manchen Apps nachverfolgt werden. Einige Spionage-Apps gehen sogar so weit, dass sie die heimliche Aktivierung des Mikrofons ermöglichen, ohne dass der Smartphone-Nutzer dies bemerkt. Auch das Aufnehmen von Screenshots und der Zugriff auf die Fotogalerie des infiltrierten Smartphones gehören zum Leistungsumfang. In den Bewertungen der Apps finden sich viele Fans der Überwachung. Nicht nur eifersüchtige Partner und Eltern zeigen sich begeistert, auch Chefs geben an, auf diese Weise ihre Mitarbeiter zu „überprüfen“. Doch auch Stalkern eröffnen Anwendungen dieser Art Tür und Tor. Aus den bereits im Jahr 2022 geleakten Nutzerdaten einer thailändischen Spionage-App geht hervor, dass in Deutschland etwa 80 Prozent der Käufer Männer sind. Die Opfer erfahren dagegen nur selten, dass sie massiv überwacht werden. Käufer einer solchen App, die damit ein fremdes Smartphone überwachen wollen, müssen die Spionage-App auf dem Zielgerät installieren. Die Anbieter versprechen keinerlei Sichtbarkeit, sodass die betroffene Person nichts von der Überwachung mitbekommt. Heimlich erfahren die Nutzer der App nahezu alles, was auf dem Gerät passiert: mit wem die Person telefoniert, ganze Telefonat-Aufzeichnungen oder Chatverläufe sämtlicher Messenger-Dienste. Was den meisten Menschen zwar bewusst ist, aber zum Zweck der Überwachung einfach ignoriert wird: Solche Apps sind ohne das Einverständnis der Smartphone-Besitzer illegal. (Eine Ausnahme gibt es lediglich für Eltern.) Bis zu drei Jahre Gefängnis können Menschen in Deutschland drohen – das ist immerhin das Höchstmaß für fahrlässige Körperverletzung. Das Technikmagazin „c’t“ führte hierzu eine stichprobenhafte Nachfrage bei den Landeskriminalämtern von Niedersachsen und Berlin durch. Das Ergebnis ist ernüchternd. In den beleuchteten Jahren gab es kaum Strafprozesse oder Ermittlungsverfahren aufgrund der strafbaren Nutzung solcher Apps. Die Dunkelziffer sei dagegen sehr hoch. Da der Markt verschiedene Apps bereithält, dürfte die Nutzerziffer deshalb deutlich größer sein. Obwohl die Überwachungs-Apps auf dem Smartphone nur schwer zu enttarnen sind, weil sie in der Regel nicht sichtbar sind, gibt es einige Indizien, die sie entlarven können. Anzeichen für eine Spionage-App auf dem Smartphone sind: Ein erhöhter Akku-Verbrauch: Die Arbeitsprozesse der App führen zu einem schnelleren Entladen des Akkus. Ein erhöhter Datenverbrauch: Das Versenden der Dateien im Hintergrund an den Nutzer der Spionage-App verursacht einen höheren Datenverbrauch. Komplikationen auf dem Smartphone: Sowohl die Prozessabläufe der App als auch Fehler in der Software können zu einer Verlangsamung des Smartphones und zum Erhalt merkwürdiger Nachrichten führen. Solltest Du den Verdacht haben, dass sich eine Spionage-App auf Deinem Smartphone befindet, kannst Du folgende Maßnahmen ergreifen: Kurzfristige Sofortlösung: Flugmodus aktivieren und WLAN-Verbindungen trennen, um Datenübertragung zu stoppen Unbekannte Geräteadministratoren deaktivieren Web-Zugriff von Messengern überprüfen. Unter „angemeldete Geräte“ schauen, welche Geräte Zugriff haben und gegebenenfalls sperren Gerät notfalls auf Werkseinstellung zurücksetzen Passwörter ändern Play Protect von Google bietet für Android-Nutzer außerdem eine Sicherheitsfunktion, die alle Apps auf dem Gerät scannt. Zu finden ist Play Protect im Google Play Store. Gehe hier auf Dein Profil und dann auf den Reiter „Apps und Gerät verwalten“. In der Übersicht findet sich ein Eintrag von Play Protect, der bei einem sauberen Smartphone lautet: „Keine schädlichen Apps gefunden“. Du kannst Play Protect auch manuell zum Scannen auffordern. Ergänzend warnt Android inzwischen auch vor Apps, die sich tarnen oder besonders weitreichende Zugriffsrechte verlangen, und informiert Nutzer, wenn eine Anwendung über längere Zeit auf sensible Daten zugreift. Zudem werden Sicherheitslücken über regelmäßige Updates geschlossen, die möglichst zeitnah installiert werden sollten. Eine grundsätzliche empfohlene Datenschutzeinstellung ist zudem die restriktive Vergabe von Berechtigungen. Viele Apps fragen bei der Installation mehr Berechtigungen ab, als für eine einwandfreie Nutzung wirklich nötig wären. Wer Sprachnachrichten per WhatsApp versendet, wird wohl sein Mikrofon freischalten müssen, kann aber gleichzeitig trotzdem den Zugriff auf den Standort verweigern. In den Einstellungen kann man bei Android unter „Apps“ alle Apps aufrufen und sich die konkret erteilten Berechtigungen anzeigen lassen. Sollte man hier eine auffällige App entdecken, kann man ihr die Berechtigungen entziehen oder die App gleich ganz löschen. Seit neueren Android-Versionen lassen sich Berechtigungen zudem auf „Nur während der Nutzung“ beschränken oder werden automatisch entzogen, wenn eine App längere Zeit nicht verwendet wurde. Generell gilt: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Schütze Dein Smartphone mit einem Passwort und lasse es nicht in fremde Hände gelangen. Auch Apple hat die Schutzmechanismen in den vergangenen Jahren ausgebaut. iPhones zeigen etwa durch farbige Punkte an, wenn Kamera oder Mikrofon aktiv sind, und dokumentieren im App-Datenschutzbericht, welche Anwendungen auf sensible Daten zugreifen. Für besonders gefährdete Personen gibt es mit dem sogenannten „Lockdown Mode“ zudem einen optionalen Extrem-Schutz, der potenzielle Einfallstore für hochentwickelte Spähsoftware stark einschränkt. Sollten Eltern den Standort ihrer Kinder nachverfolgen wollen, ist auch das eine Frage des Respekts, nicht heimlich in die Privatsphäre des Kindes einzugreifen. Quelle: Techbook
von Patrick Rechl 5. März 2026
Meta will mehr Geld verdienen. Daher arbeitet der Entwickler hinter WhatsApp nun an neuen Features, die Ihr in Zukunft nur noch mit einem aktiven Abo nutzen könnt. Droht eine Abokalypse beim beliebten Messenger? Es hatte sich bereits vor einiger Zeit angekündigt. Das letzte Beispiel ist der Start der Werbung in WhatsApp. Wenn Ihr in der EU lebt, will Euch der Messenger ein Abo anbieten, mit dem Ihr die Werbung im Status und in den Kanälen deaktivieren könnt. Nun berichtet WABetaInfo gleich von mehreren Features, die hinter einer Bezahlschranke stehen werden. Aktuell sind es nur Kleinigkeiten, doch in Zukunft könnte es aber noch mehr werden. Bereits im Februar berichtete die in der Regel gut informierte Seite über eine Reihe neuer Optionen in WhatsApp. Damals entdeckte man in einer Vorschau der iOS-Version mehrere Personalisierungs-Features. Es ging dabei um 14 neue Icons der App, die Ihr nach Abschluss eines Abos auswählen könnt. Außerdem waren auch Themes mit verschiedenen Farben Teil der neuen Version von WhatsApp. Zur Auswahl standen damals 18 neue Farben, die das klassische Grün auf Wunsch ersetzen können. Nun folgt ein neuer Bericht über eine Erweiterung eines existierenden Features. Diese Funktion könnte für einige Nutzer eine echte Verbesserung bedeuten. In der WhatsApp-Beta wurden Hinweise entdeckt, dass Ihr anstelle von aktuell nur drei Chats in Zukunft bis zu 20 Chats anpinnen könnt. Wie bei den Symbolen und Farben ist dieses Feature Teil eines Premium-Abos. Bei den genannten Funktionen handelt es sich damit zugegeben nur um kleine Verbesserungen oder optische Änderungen. In Kombination mit der Deaktivierung der Werbung zeichnet sich aber möglicherweise ab, dass WhatsApp in Zukunft noch viele andere Neuheiten hinter einem Abo platzieren könnte. Passend dazu arbeiten die Entwickler bei Meta auch an einer Warteliste für das Abo. Laut WABetaInfo sehen bereits erste Beta-Tester der Android-App diese Funktion. Das Feature ermöglicht es Euch, einer Warteliste beizutreten. Einmal registriert, verspricht WhatsApp Euch über die Verfügbarkeit des Abos zu benachrichtigen. Teil des WhatsApp-Abos sollen in Zukunft auch „Premium Sticker“ sein. Wann genau all diese Optionen für alle Nutzer verfügbar sein werden, ist aktuell unbekannt. Quelle: Nextpit
von Patrick Rechl 4. März 2026
Samsung schließt mit einem neuen Update mehr als 60 Sicherheitslücken. Samsung hat neue Details zu seinem März-Sicherheitsupdate veröffentlicht. Im Fokus des Patches steht die Behebung von insgesamt 65 Schwachstellen, die die Sicherheit der Galaxy-Handys und -Tablets beeinträchtigen könnten. Wer ein entsprechendes Gerät nutzt, sollte in den kommenden Wochen die Augen nach dem Update offenhalten. Der Großteil der Korrekturen (60 Stück) stammt direkt von Google und betrifft das Android-Betriebssystem selbst. Samsung ergänzt dies um fünf weitere, herstellerspezifische Korrekturen für die eigene One-UI-Benutzeroberfläche und exklusive Galaxy-Funktionen. Insgesamt werden acht der jetzt behobenen Schwachstellen als „kritisch“ eingestuft. Weitere 52 tragen die Klassifizierung „hoch“, die übrigen drei „moderat“ (Quelle: SamMobile). Die Verteilung des Updates erfolgt wie üblich gestaffelt, was bedeutet, dass nicht alle Nutzer es zur gleichen Zeit erhalten. Ihr könnt in den Einstellungen eures Geräts unter „Software-Update“ und „Herunterladen und installieren“ manuell prüfen, ob die neue Version bereits für euch verfügbar ist. Die regelmäßigen Sicherheits-Patches sind eine etablierte Routine, um die Geräte von Nutzern gegen neu entdeckte Bedrohungen abzusichern. Samsung verspricht in der Regel sieben Jahre Software- und Sicherheitsupdates für Modelle der Galaxy-S-Reihe, auch beim neuen Samsung Galaxy S26. Die Modelle der Galaxy-A-Reihe (A53, A54, A55, A56) warten aktuell auch noch auf ihren Februar-Patch – zumindest in Deutschland. Das Update ist aktuell nur in Südkorea verfügbar, wird aber voraussichtlich in den kommenden Tagen in anderen Ländern ausgerollt. Wer ein entsprechendes Gerät nutzt, sollte das Update herunterladen, sobald es verfügbar ist. Quelle: Giga
von Patrick Rechl 3. März 2026
In Apps­tores lassen sich zusätz­liche Programme fürs Handy, Smart­phone und Tablet herun­terladen. Apple hat es mit dem App Store für das iPhone vorge­macht - die anderen Hersteller zogen nach. Apple hat es mit dem App Store für iPhone, iPad und iPod touch vorge­macht, andere Hersteller von mobilen Geräten und Produ­zenten von mobilen Betriebs­systemen zogen nach. In Apps­tores kann man sich zusätz­liche Programme für das Handy, Smart­phone und Tablet als App herun­terladen. Denn bei der Qual der Wahl des rich­tigen Gerätes kommt es auch auf das Betriebs­system und die dazu­gehö­rige Soft­ware an. So bieten die Apps­tores zahl­reiche Programme aus den Berei­chen Unter­haltung, Kommu­nika­tion, Spiele, Navi­gation und vielem mehr. Der Umfang des Ange­botes ist dabei sehr unter­schied­lich. Während für manches System "nur" einige hundert oder tausend Apps zur Verfü­gung stehen, sind für andere Systeme sogar über eine Million zusätz­liche Features erhält­lich. Apps­tores sind somit genau genommen vor allem digi­tale Platt­formen, auf denen Dritt­anbieter und freie Entwickler ihre Soft­ware anbieten und vermarkten können - eine Erwei­terung zu den vom Hersteller vorin­stal­lierten Anwen­dungen. Damit ist auch in Zukunft eine große Viel­falt und Auswahl an Features und Programmen gewähr­leistet. Darüber hinaus bleiben Apps­tores anschluss­fähig für Inno­vationen und beispiels­weise für neue Vertriebs­modelle von Medi­enan­bietern. In Apps­tores gibt es übri­gens verschie­dene Bezahl­verfahren für Apps, zum Beispiel auch per Carrier-Billing über ihre Handy-Rech­nung. Wir zeigen Ihnen im Folgenden, was die einzelnen Apps­tores zu bieten haben. Der App Store von Apple bietet ein umfang­reiches Down­load-Angebot von mehr als 1,6 Millionen Apps in über 175 Ländern für das Apple iPhone, das iPad und den Multi­media­player iPod touch. Das Auffinden der kosten­losen und kosten­pflich­tigen iOS-Apps wird durch diverse Kate­gori­sie­rungen und eine Suche erleich­tert - auch wenn ange­sichts der schieren Masse ein echter Über­blick schwierig ist. Die Anwen­dungen kommen ganz einfach auf die Apple-Geräte - vom iPhone, iPad und iPod touch kann direkt auf den App Store zuge­griffen werden. Auch für die Apple Watch sind verschie­dene Erwei­terungen über das iPhone erhält­lich. Über den Umweg des PCs oder Macs können gewünschte Apps gege­benen­falls via iTunes bezogen und anschlie­ßend auf dem Smart­phone instal­liert werden. Seit 2011 hält Apple auch macOS-Appli­kationen im eigens einge­rich­teten Mac App Store bereit und komplet­tiert damit das iOS-Angebot. Mit dem 2020 erschie­nenen M1-Prozessor ermög­licht einem Apple auch das Herun­ter­laden von Apps, die ursprüng­lich nur für das iOS-Betriebs­system bestimmt waren. Von Soft­ware-Entwick­lern einge­reichte Programme werden von Apple recht rigide über­prüft - auch wenn der Prüf­mecha­nismus in Hinblick auf Schad­soft­ware schon einmal über­listet wurde. Eine einma­lige Anmel­dung reicht aus, um im App Store unbe­grenzt einzu­kaufen. Kosten­pflich­tige Tools sind oftmals für Beträge im Bereich von unter einem Euro bis hin zu einigen Euro zu haben - einzelne Anwen­dungen kosten aber durchaus auch mehr­stel­lige Euro-Summen. Content- und Akti­onscodes sowie iTunes-Geschenk­karten, die auch im App Store einlösbar sind, bieten Rabatte und Akti­onspreise. Die Karten können sowohl im Apple Online Store als auch in verschie­denen Geschäften erworben werden und sind mit einem Guthaben von 10 bis 250 Euro ausge­stattet. Die Fami­lien­frei­gabe ist eine Möglich­keit, mittels der Apple-ID eine gekaufte App mit verschie­denen Personen und Geräten zu teilen. Zeit­gleich mit der Markt­einfüh­rung des T-Mobile G1 im Jahr 2008 eröff­nete der Android Market speziell für Mobil­tele­fone mit dem Betriebs­system Android, Anfang März 2012 wurde er dann in Google Play umbe­nannt. Mitt­lerweile hat sich Android zum belieb­testen Betriebs­system für Smart­phones entwi­ckelt. So gut wie alle namhaften Hersteller haben verschie­dene Modelle im Angebot, sowohl Einsteiger- als auch Mittel­klasse- und High-End-Geräte. Die Anzahl der erhält­lichen Apps (und damit auch der Viel­falt) hat sich inner­halb der letzten Jahre immens gestei­gert: von 100.000 Apps im Herbst 2010, über rund 600.000 zum Ende des Jahres 2011, konnte Google Play im Januar 2015 schon mit über 1,4 Millionen Apps aufwarten. Mitt­lerweile hat sich die Anzahl der erhält­lichen Anwen­dungen auf über 3,5 Millionen erhöht. Damit bietet der Google Play Store inzwi­schen mehr Apps zum down­load an, als der direkte Konkur­rent Apple. Viele der Appli­kationen für Android sind kostenlos - mehr, als bei den meisten anderen Systemen. Zahl­reiche Ranking­listen, die Unter­teilung in Kate­gorien sowie App-Vorschläge, entspre­chend der eigenen App-Historie, verein­fachen die Suche. Darüber hinaus wird ange­zeigt, ob eine App mit dem Smart­phone kompa­tibel ist. Mitt­lerweile sind neben Musik, E-Books, Filmen und Spielen auch Maga­zine und TV-Serien verfügbar. Für die Nutzung von Google-Diensten - und damit auch für den Google Play Store - ist ein Google-Konto erfor­derlich, das auf dem mobilen Gerät einge­richtet werden muss: Nutzer mit einer Gmail-Adresse besitzen bereits ein solches Konto. Auf vielen neuen Smart­phones ist die Play-Store-App schon vorin­stal­liert. Der Zugriff ist auch über den Desktop-Browser im Web möglich. Beim Google Play Store ist es jedem Entwickler möglich, sich als Anbieter zu regis­trieren und seine Inhalte einzu­stellen. Auch Google führt eine Kontrolle neuer Inhalte durch, ist dabei aber weniger restriktiv als Apple. Eine Beson­derheit: Die Programme für Google-Handys sind (anders als bei Apple oder Micro­soft) oft nicht nur bei Google Play erhält­lich - einer­seits gibt es bei Android die Möglich­keit, alter­native Apps­tores zu nutzen, ande­rerseits können Entwickler die Programme auch über ihre eigene Webseite anbieten. Die ange­spannte poli­ti­sche Lage zwischen China und den USA hat auch den chine­si­schen Smart­phone-Hersteller Huawei heftig getroffen. Unter anderem bleibt dem Unter­nehmen fortan der Zugriff auf die Google Mobile Services verwehrt. Dazu gehört auch der Google Play Store, den Huawei bislang auf seinen Geräten zum Down­load von Apps bereit­stellte. Als Reak­tion auf die Sank­tionen aus Übersee versucht Huawei sich an der Etablie­rung der haus­ei­genen Huawei App Gallery. Mitt­lerweile zählt das Unter­nehmen bereits über 580 Millionen monat­liche Nutzer des alter­na­tiven Apps­tores sowie über 220 000 Apps. Vornehm­lich handelt es sich dabei um chine­si­sche Nutzer. Auf dem härter umkämpften euro­päi­schen Markt ist der Markt­an­teil bislang noch weiter hinter der Konkur­renz zurück. Vor allem das Fehlen von beliebten Apps wie WhatsApp oder Insta­gram fällt dabei ins Gewicht. Jedoch lassen sich WhatsApp & Co über Umwege von den offi­ziellen Seiten der App-Anbieter herun­terladen. Huawei verspricht diesen Umstand möglichst zeitnah zu ändern. Nutzer der aktu­ellen Genera­tionen von Huaweis Smart­phones sind bis dato jedoch auf den haus­ei­genen App Store ange­wiesen und können ledig­lich hoffen, dass die App Gallery künftig keine beliebten Apps vermissen lassen. Der Samsung-Apps­tore Galaxy Store wurde vom Hersteller für seine Android-Smart­phones und Tablets der Galaxy-Reihe einge­richtet und löste 2014 den früheren App-Shop Samsung Apps ab, der damals noch verschie­dene Linux-Betriebs­sys­teme wie Bada und LiMo mit zusätz­li­cher Soft­ware und Features versorgte. In der Vergan­gen­heit hatte Samsung viele spezi­fi­sche Anwen­dungen für eigene Geräte (wie die Samsung Gear) ausschließ­lich im eigenen Apps­tore vertrieben, neuer­dings werden diese aber auch auf anderen Platt­formen ange­boten. Weitere Infos zum Aufbau und Hand­ling des Apps­tores können Sie in unserer Meldung zum Start von Galaxy Apps nach­lesen. Auch Micro­soft bot lange Zeit eine zentrale Vermark­tungs-Platt­form für Zusatz-Soft­ware an. Der Micro­soft Store (früher "Windows Phone Store" bezie­hungs­weise "Windows Phone Market­place") war bis Ende des Jahres 2019 die einzige Quelle für Windows-Phone-Apps gewesen. Denn wie bei Apple standen keine Alter­nativen für den Bezug von Soft­ware offen. Bis 2015 stieg die Nutzer­zahl bereits auf 340 000. Zuletzt waren im Micro­soft Store über 800 000 Apps erhält­lich. Preis­lich unter­schieden sich die Apps kaum von denen in anderen Apps­tores. Die Weiter­entwick­lung von Windows 10 Mobile wurde aber inzwi­schen einge­stellt, für Windows 10 und Windows 11 gibt es den Micro­soft Store weiterhin. Auch Nokia wollte seinen Nutzern einen Apps­tore anbieten und rief im Mai 2009 den Ovi Store ins Leben. Dann folgte die Umbe­nen­nung in Nokia Store - das erste Handy, bei dem der Zugang zur Nokia-Platt­form Ovi Store bereits vorin­stal­liert war, war übri­gens das Nokia N97. Ende 2014 über­nahm Micro­soft den Nokia Store, der schließ­lich im Januar 2015 einge­stellt wurde. Einige Apps wurden Anfang 2015 in den vom norwe­gi­schen Browser-Hersteller Opera betrie­benen Opera Mobile Store über­nommen. Mitt­lerweile gibt es den Opera App Store in dieser Art nicht mehr. Auch den zwischen­zeit­lich verfüg­baren Bemobi Mobile Store, der die Opera Soft­ware verwandt, gibt es offen­sicht­lich nicht mehr. Für Android gibt es außerdem noch weitere Konkur­renten zum Google Play Store (früher Android Market): Da der Play Store nur dann auf mobilen Endge­räten instal­liert werden darf, wenn diese bestimmte Lizenz­be­din­gungen erfüllen, liefern einige Hersteller ihre Geräte statt­dessen mit vorin­stal­lierten alter­na­tiven Apps­tores aus. Die großen Platt­formen erfor­dern häufig eine Benut­zer­an­mel­dung oder ein persön­li­ches Konto wie bei Google. Zudem werden die Krite­rien für den Ausschluss oder die Aufnahme einer App in den App-Shop, unab­hängig von der Prüfung auf Schad­soft­ware oder Sicher­heits­lü­cken, bei den namhaften Anbie­tern zuneh­mend restrik­tiver. Wer daher lieber auf Open-Source-Apps für Android setzen möchte und eine Anmel­dung vermeiden will, ist bei F-Droid an der rich­tigen Adresse. Gut 5300 kosten­lose Apps stehen mitt­ler­weile zum Down­load bereit. Es werden ausschließ­lich FOSS- bzw. FLOSS Apps (Free and Open Source Soft­ware bzw. Free/Libre and Open Source Soft­ware) in die Haupt­paket­quelle des Apps­tores aufge­nommen, also Anwen­dungen mit offenem Quell­code, der von jedem Benutzer einge­sehen, geprüft und verän­dert werden kann. Der Client für den Apps­tore kann auch per APK-Datei von der F-Droid-Website herun­terge­laden und instal­liert werden. Die Webseite Foss­droid gibt einen Über­blick über freie Open-Source-Apps, die bei F-Droid ange­boten werden. Auch für iPhones, iPads und iPod touch bieten sich alter­native Apps­tores wie der Cydia Store an. Genau genommen ist Cydia ein Soft­ware-Installer und daher selbst nur als App und nicht als Website-Version verfügbar. Die Instal­lation des Stores erfor­dert einen soge­nannten Jail­break, also einen Hack des ursprüng­li­chen Betriebs­sys­tems - ein Schritt, der gut über­legt sein will. Dafür stehen dann viele (zumeist kosten­lose) Anwen­dungen bereit, die im Apple-Store nicht oder nicht mehr ange­boten werden, denn für die freie Entwick­ler­szene sind Platt­formen wie Cydia aufgrund fehlender Vorgaben, was beispiels­weise das Design angeht, beson­ders inter­es­sant. Quelle: teltarif