Apps ohne Kreditkarte kaufen: So funktionierts per Handyrechnung
"Carrier-Billing" ist ein sperriges Fremdwort, doch was dahinter steckt, ist eigentlich ganz einfach: In vielen Appstores, wie etwa Google Play, kann der Nutzer kostenpflichtige Apps über seine Handy-Rechnung bezahlen. Der Kaufpreis für die App wird dann mit der nächsten Mobilfunk-Rechnung beglichen (Postpaid) oder bei Prepaid-Nutzern vom aufgeladenen Handy-Guthaben abgezogen. Der Mobilfunkanbieter sorgt dann dafür, dass das Geld beim Appstore-Betreiber ankommt. Das Verfahren ist vor allem für Handy-Besitzer interessant, die im Appstore ohne Kreditkarte und Paypal bezahlen wollen.
Prinzipiell gibt es die Option zum Bezahlen über die Mobilfunk-Rechnung zum Beispiel bei Google Play, Microsoft Store und Samsung Galaxy Apps. Mittlerweile ist Carrier Billing auch im Apple App Store möglich für Kunden der erhältlichen Mobilfunkmarken im Telekom-, Vodafone- und Telefónica-Netz. Im Einzelfall kommt es also darauf an, bei welchem Dienst der Kunde über welches Mobilfunk-Netz bezahlen will - welcher Netzbetreiber die Bezahloption in den häufig genutzten Appstores unterstützt, sehen Sie in der nachfolgenden Übersichtstabelle. Hat ein Netzbetreiber keine Vereinbarung mit dem Appstore-Betreiber geschlossen, so wird auch kein Carrier-Billing angeboten. Dennoch ist es nicht zwingend notwendig, direkter Kunde bei einem Netzbetreiber zu sein, denn auch andere Marken (wie zum Beispiel einzelne Mobilfunk-Discounter) bieten diese Funktion je nach Netz an.
Stellt der eigene Mobilfunkanbieter Carrier-Billing als Zahlungsmethode für den genutzten Appstore zur Verfügung, so muss der Kunde keine weiteren Einstellungen vornehmen. Die Option zum Bezahlen über die Mobilfunk-Rechnung erscheint dann nach der Auswahl einer App oder eines In-App-Gegenstands zum Kauf. Beim ersten Aufruf bestätigt der Nutzer in der Regel die AGB seines Netzbetreibers zum mobilen Bezahlen.
Das Direct Carrier Billing, bei dem die SIM-Karte als Identifikationsmedium dient, wird als Option zum Bezahlen über die Mobilfunk-Rechnung jedoch nur dann angezeigt, wenn der Nutzer über das Mobilfunk-Netz surft - etwa per LTE oder 5G.
Vom PC aus sowie beim mobilen Surfen im Internet per WLAN ist das Bezahlen per Mobilfunk-Rechnung alternativ über ein SMS-TAN-Verfahren möglich. Allerdings ist das Verfahren der mTAN in der Vergangenheit immer wieder im Kontext des mobilen Online-Banking wegen spezifischer Risiken in die Kritik geraten. Und auch zahlreiche Nutzer von Facebook - das selbst Carrier-Billing per SMS-Code für In-App-Käufe in Spielen unterstützt - wurden bereits Opfer einer Abzockmasche mittels gefakter Facebook-Profile.
Für Prepaid-Kunden gilt die besondere Einschränkung, dass sie nur so viel Geld per Carrier-Billing ausgeben können, wie sie zuvor an Guthaben auf ihr Mobilfunk-Konto aufgeladen haben. Ob die Bezahloption im Postpaid- und Prepaid-Verfahren tatsächlich genutzt werden kann, ist zudem einerseits abhängig vom verwendeten Gerät (zum Beispiel, ob Premiumdienste unterstützt werden), andererseits aber auch vom Konto-Status sowohl beim Appstore- als auch beim Mobilfunkanbieter. Hinzu kommen noch spezifische (teils technische) Einschränkungen und Bedingungen der Appstores.
Im Google Play Store ist das Bezahlen per Mobilfunk-Rechnung beispielsweise ausschließlich über die Google-Play-Store-App und nicht via Web-Browser möglich. Nach der Registrierung für die direkte Mobilfunkabrechnung (Direct Carrier Billing) beziehungsweise nach einem App-Kauf über diese Zahlungsmethode, erhalten Sie womöglich eine SMS mit dem Inhalt "DCB_ASSOCIATION" oder "DCB" - keine Sorge, dies ist lediglich eine Bestätigung.
Für den Apple App Store ist wie bei allen Apple-Diensten die Anmeldung mit der Apple-ID erforderlich. Unter Zahlungsmethode kann dann die Zahlungsoption Handyrechnung ausgewählt werden, sowohl über die mobile App-Store-App oder iTunes-App für iPad und iPhone als auch via iTunes am Mac oder PC. In beiden Fällen wird zunächst überprüft, ob der Netzbetreiber die Zahlungsmethode unterstützt: Wird der Computer verwendet oder ein Handy, das nicht mit dem Mobilfunktarif verknüpft ist, muss die entsprechende Mobilfunknummer angegeben und verifiziert werden, und zwar durch die Eingabe eines per SMS zugesandten Einmal-Codes.
Im Gegensatz zu anderen Bezahlmethoden wie etwa PayPal, Kreditkarte oder Lastschrift muss der Nutzer für Carrier-Billing nicht extra seine Kontodaten hinterlegen. Es reicht aus, dass er im jeweiligen Appstore angemeldet ist, also beispielsweise in Google Play mit seiner Google-ID. So kann es passieren, dass Nutzer zum Beispiel durch In-App-Käufe in kostenlosen Spielen unerwartet hohe Kosten verursachen - gerade Kinder und Jugendliche. Es kann also sinnvoll sein, das Bezahlen über die Handy-Rechnung einzuschränken. Dafür gibt es zwei Wege: Entweder direkt beim Mobilfunkanbieter oder bei jedem Appstore einzeln.
Seit der zuletzt 2021 novellierten Fassung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) sind Mobilfunkanbieter verpflichtet, auf Wunsch unentgeltlich eine Drittanbietersperre einzurichten (ehemals § 45d Abs. 3 TKG, jetzt § 61 Abs. 2 TKG bzw. § 62 Abs. 5 TKG). Durch diese sind dann (falls gewollt) keinerlei Abrechnungen mehr von anderen Diensten möglich, ob nun Appstores oder etwa Anbieter von Premium-SMS und WAP-Billing (mehr dazu im Abschnitt: Weitere Bezahlmethoden per Handy-Rechnung). Eine generelle Sperre ist vor allem bei Kindern und Jugendlichen - für deren Handy-Rechnung in der Regel die Eltern aufkommen - sowie für technisch weniger versierte Smartphone-Nutzer sehr empfehlenswert.
Da unter Umständen mit einer Komplett-Sperre auch nützliche Dienste des Anbieters blockiert werden, bieten die einzelnen Mobilfunkanbieter darüber hinaus auch verschiedene Teilsperren an, bei denen entweder eigene Dienste weiterhin zugelassen bleiben oder nach verschiedenen Kategorien gesperrt wird (häufig unterteilt in die Bereiche Information/Unterhaltung, Tickets, Spenden, Kinder- und Jugendschutz sowie Appstores/Software). Zumeist kann die gewünschte Sperre per Hotline, im Ausnahmefall auch noch per Fax oder im Online-Kundencenter des eigenen Anbieters in Auftrag gegeben werden. Bestehende Abos muss der Kunde allerdings nach wie vor direkt beim jeweiligen Drittanbieter kündigen. In Bezug auf Abofallen unseriöser Anbieter ist allerdings höchstwahrscheinlich ebenfalls der Mobilfunkanbieter in der Pflicht, den Sachverhalt zu bearbeiten.
Es ist ebenso möglich, Carrier-Billing direkt im Smartphone oder Tablet für einen konkreten Appstore zu sperren. Dafür müssen je nach Betriebssystem unterschiedliche Einstellungen vorgenommen werden. Eine selektive Sperre durch eine PIN bietet sich zum Beispiel für ein Tablet an, das von mehreren Familienmitgliedern genutzt wird.
Für den Google Play Store kann der Android-Nutzer in der Google-Play-App unter Einstellungen - Authentifizierung - Authentifizierung für Käufe erforderlich (oder ähnlich) festlegen, ob für das Tätigen von Käufen eine Authentifizierung nötig sein soll. Weiterhin kann hier gewählt werden, ob bei jedem In-App-Kauf oder nur alle 30 Minuten eine Authentifizierung erforderlich sein soll. Neben der Authentifizierung mithilfe des eigenen Google-Passworts ist auch eine Authentifizierung per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung möglich, wenn das Gerät dafür ausgelegt ist. Die entsprechende Festlegung muss für jedes verwendete Google-Konto und auf jedem Gerät einzeln vorgenommen werden.
Um Einkäufe im Microsoft Store einzuschränken, können Eltern für alle Microsoft-Konten spezifische Familienfreigaben über die Webseite account.microsoft.com/family vornehmen - für Store-Einkäufe der Kinder kann ein bestimmtes Kostenlimit festgelegt werden. Es ist möglich, bestimmte Apps und Spiele zu blockieren und es gibt eine voreingestellte Altersfreigabe für Web-Inhalte.
Wie bereits erwähnt, gibt es neben der Abrechnung per Carrier-Billing noch zwei weitere Möglichkeiten, wie Nutzer verschiedene Dienste über ihre Mobilfunk-Rechnung bezahlen können, auch wenn diese Möglichkeiten kaum noch genutzt werden: WAP-Billing und Premium-SMS.
Per WAP-Billing können App-Entwickler Entgelte aus In-App-Käufen direkt mit dem Mobilfunkanbieter abrechnen - ohne Umweg über einen Appstore-Betreiber. Dazu wird nach dem Klick auf ein entsprechendes Banner die Mobilfunk-Rufnummer (MSISDN) des Handynutzers per WAP-Protokoll an den Netzbetreiber gemeldet. Die Kosten für den Einkauf werden dann vom Prepaid-Guthaben abgezogen oder tauchen in der nächsten Handy-Rechnung auf.
Mit einer Premium-SMS können per Kurzwahl verschiedene Mehrwertdienste wie zum Beispiel Klingeltöne bestellt oder SMS-Chats genutzt werden. Hinter einem solchen kostenpflichtigen Angebot kann sich aber beispielsweise auch ein unfreiwilliges Abonnement verbergen, das die Mobilfunk-Rechnung enorm in die Höhe treibt. Neben Carrier-Billing können also auch Premium-SMS und WAP-Billing zur Kostenfalle werden, wenn sich der Nutzer nicht bewusst ist, wie viel Geld er gerade ausgibt.
Quelle: teltarif
Status-Widget interaktiv: WhatsApp überrascht mit Update
WhatsApp: Großes Update für Status und Chats geplant
Nach monatelanger Testphase: Samsung startet Verteilung von großem Galaxy-Update
Der Status nimmt in der Benutzeroberfläche von WhatsApp ab sofort eine zentrale Rolle ein. Erste Anwender profitieren nämlich von einer Status-Übersicht, die sich ganz oben im Chat-Tab befindet. Tatsächlich blendet der Messenger sogar seinen Schriftzug aus, um die Aufmerksamkeit völlig auf neu erschienene Statusmeldungen zu lenken. Die Übersicht ist dynamisch und expandiert, sobald Sie nach unten wischen. Eine besonders spannende Entdeckung gibt es außerdem hinsichtlich WhatsApp-Backups. Das Entwicklerstudio arbeitet derzeit an einem eigenen Cloud-Dienst für die Sicherungen. Statusmeldungen sind eine praktische Möglichkeit, aktuelle Geschehnisse mit mehreren Menschen zu teilen. Um den vollständigen Überblick über diese Beiträge in WhatsApp zu erhalten, mussten Sie bislang durch die Liste aktiver Unterhaltungen scrollen oder den Tab "Aktuelles" aufrufen. Wie WABetaInfo entdeckte, wird das Sichten der Statusupdates jetzt vereinfacht. Es gab bereits Hinweise auf diese Änderung, in der Betaversion 2.26.17.1 des Messengers für Android ist das Feature nun einsatzbereit. Die Anwender werden sukzessive für die Funktion freigeschaltet. Es kann also etwas dauern, bis Sie trotz passendem Update Zugriff erhalten. Sobald die neue Status-Übersicht aktiv ist, sehen Sie ganz oben im Chat-Tab bis zu drei überlappende Profil-Icons. Dabei handelt es sich um die neuesten Statusmeldungen der betreffenden Kontakte. Interessanterweise ist das WhatsApp-Logo in dieser Ansicht nicht zu sehen. Erst wenn Sie nach unten wischen, erscheint der Schriftzug des Kommunikationstools. Außerdem werden dann weitere Profilbilder von Kontakten mit neuen Status-Beiträgen aufgelistet. Sie können auf das jeweilige Icon tippen, um den Status der gewünschten Person aufzurufen. Ferner weist WhatsApp in einem Infofenster auf die Neuerung hin. Für online gesicherte Chatinhalte stehen in WhatsApp bislang nur iCloud unter iOS und Google Drive unter Android zur Verfügung. Künftig möchte Meta einen eigenen Cloud-Dienst als Alternative offerieren. WABetaInfo erfuhr von diesem Plan und teilte weiterführende Informationen mit. So wird der Service standardmäßig 2 GB an kostenlosen, verschlüsselten Datenplatz beinhalten. Allerdings ist unbekannt, ob dieser Bonus Nutzern von WhatsApp Plus vorbehalten ist. Sollten die 2 GB zu wenig sein, werden Sie von einer kostenpflichtigen Option Gebrauch machen können. Jene beinhaltet 50 GB Cloud-Speicher und schlägt mit monatlich 99 Cent zu Buche. Quelle: teltarif
Schon beim ersten iPhone-Modell, das 2007 auf dem Markt kam, hatte Apple den Akku fest verbaut. In der Folge schlossen sich immer mehr Smartphone-Hersteller diesem Trend an. Heute gibt es praktisch keine Mobiltelefone mehr, bei denen Nutzer einfach nur die Rückwand abnehmen und den Akku austauschen können. Das mag zu einem Design wie "aus einem Guss" beitragen. Nutzerfreundlich ist diese Lösung nicht. In der Europäischen Union trat die Politik auf den Plan. Eine Verordnung sieht vor, dass ab dem kommenden Jahr nur noch Smartphones angeboten werden dürfen, bei denen Nutzer den Akku selbst austauschen können - oder bei denen die Hersteller auf andere Weise sicherstellen, dass die Geräte nicht nach wenigen Jahren zu Elektronikschrott werden, weil der Akku schlapp macht. Als Alternative zu einem wechselbaren Akku können die Hersteller einem iPhone-Ticker-Bericht zufolge auch Akkus verbauen, die bestimmte Anforderungen erfüllen. So muss gewährleistet sein, dass nach 500 vollständigen Ladezyklen noch mindestens 83 Prozent der ursprünglichen Kapazität erreicht wird. Unter einem vollständigen Ladezyklus ist die Nutzung von 100 auf 0 Prozent gemeint. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Nutzung am Stück oder nach - ggf. auch mehreren - Teilladungen erfolgt. Nach 1000 kompletten Ladezyklen darf die Kapazität des Akkus nicht unter 80 Prozent im Vergleich zur ursprünglichen Leistung fallen. Weitere Vorgaben sind, dass die Geräte staubdicht sind und mindestens 30 Minuten lang bis zu einem Meter unter Wasser sein können, ohne davon Schaden zu nehmen. So soll verhindert werden, dass äußere Einflüsse neben anderen Komponenten auch negativen Einfluss auf die Lebensdauer des Akkus haben. Die meisten Hersteller werden vermutlich dabei bleiben, keine Smartphones mit wechselbarem Akku anzubieten. Mit intelligentem Lade-Management (maximal 80 Prozent, volle Aufladung nur bei Bedarf etc.) arbeiten die Produzenten schon jetzt daran, die Alterung der Akkus zu verlangsamen. Die 80 Prozent Leistung nach 1000 Ladezyklen erscheinen durchaus realistisch und dürften dazu beitragen, dass die Nutzer ihre Mobiltelefone über mehrere Jahre verwenden können, ohne eine massive Verschlechterung der Akkukapazität zu bemerken. Quelle: teltarif
Für Anwender eines Android-Mobilgerätes bereitet WhatsApp eine neue Form der Benachrichtigungen vor. Künftig sollen Sie vollständige Unterhaltungen führen können, ohne den Messenger öffnen zu müssen. Hierfür macht das Chatprogramm von den Nachrichten-Blasen des Google-Betriebssystems Gebrauch. Dieses Feature blendet Mitteilungen als schwebendes Fenster über sämtliche Systembereiche und Apps ein. Dabei stehen mehrere Optionen, wie das Antworten, das Ausklappen für eine vollständige Unterhaltung oder das Stummschalten zur Verfügung. Der Umweg über die Benachrichtigungsleiste von Android entfällt. Wenn Sie derzeit eine Mitteilung in WhatsApp unter Android erhalten, können Sie diese über die Benachrichtigungsleiste betrachten und darauf reagieren. In Zukunft wird sich die Interaktion mit den Nachrichten intuitiver gestalten. WABetaInfo hat nämlich entdeckt, dass der zu Meta gehörende Messenger an der Integration der Nachrichten-Blasen arbeitet. Dieses Feature könnte Ihnen bereits bei anderen Chatprogrammen begegnet sein. Sobald eine Mitteilung eingeht, wird ein Ausschnitt von dieser samt Nutzername als kleines schwebendes Fenster oben auf dem Display eingeblendet. Nun haben Sie mehrere Optionen, darauf zu reagieren. Sie können umgehend antworten, den Inhalt als gelesen markieren, die Benachrichtigungen stumm schalten oder den Chat vollständig öffnen. Letztgenannte Option ruft allerdings nicht WhatsApp auf, sondern vergrößert die Nachrichten-Blase. Von dort aus sind sogar Anhänge, Anrufe und Sprachnachrichten möglich, ohne den Messenger öffnen zu müssen. Falls Ihnen diese Art der Interaktion nicht gefallen sollte, können Sie die Funktion jederzeit deaktivieren. Derzeit steht das Feature allerdings ohnehin noch nicht zur Verfügung. WhatsApp führt aktuell interne Tests durch und stellt die Nachrichten-Blasen in einer kommenden Betaversion bereit. Sollten Sie beispielsweise in YouTube ein Video betrachten oder in Chrome eine Internetseite konsumieren, ploppt künftig eine WhatsApp-Benachrichtigung oben auf. Es ist also nicht mehr notwendig, die Benachrichtigungsleiste herunterzuziehen, um eine Mitteilung zu sichten. Auf diese Weise wird der aktuelle Displayinhalt kaum beeinträchtigt. Außerdem können Sie umgehend entscheiden, ob Sie mit dem Inhalt interagieren oder ihn ignorieren wollen. Die Nachrichten-Blasen in ihrer jetzigen Form wurden mit Android 11 eingeführt. Als Mindestanforderung gilt also dieses oder ein neueres Betriebssystem. Quelle: teltarif
Alle in der EU verkauften Mobilgeräte sollen ab 2027 über austauschbare Akkus verfügen. Das gilt auch für Smartphones. Was könnte die Regulierung bedeuten und wo lassen sich Akkus bereits austauschen? Wenn Sie auf Ihr aktuelles Smartphone blicken, welchen Grund hätten Sie, zu einem neueren Modell zu wechseln? Ist Ihre Kamera zu schlecht? Ist das Display zu dunkel? Oder liegt es wie so häufig an einer der größten Schwachstellen alternder Mobilgeräte, dem Akku? Immerhin mögen die Batterien zwar beim Kauf noch locker für den Tag reichen, doch mit den Jahren nutzt sich der Akku zunehmend ab und büßt große Teile seiner Maximalkapazität ein. Ein Jahr später bedeutet ein voller Handyakku vielleicht nur noch rund 90 Prozent dessen, was beim Neugerät möglich war. Um Elektroschrott vorzubeugen und die Langlebigkeit von Smartphones zu fördern, beschloss die EU im Jahre 2023 die „Europäische Batterieverordnung (EU) 2023/1542“. Diese schreibt unter anderem vor, dass mobile Geräte wie Handys dazu verpflichtet sind, leicht austauschbare Akkus zu verbauen. Bedeutet: Nimmt die Akkuleistung stark ab, sollten Verbraucherinnen und Verbraucher ohne großen technischen Aufwand in der Lage sein, die Batterie selbstständig auszutauschen. So ließe sich das betagte Smartphone deutlich länger nutzen und ein Neukauf verzögern. Bereits 2024 ist die Regulierung auch für Deutschland in Kraft getreten. Dementsprechend sind Smartphone-Hersteller ab dem 18. Februar 2027 dazu verpflichtet, ihre neuen Modelle mit austauschbaren Akkus auszustatten. Das gilt gleichermaßen für Tablets, Laptops oder tragbare Spielekonsolen wie kommende Iterationen der Nintendo Switch 2 (Test). Konkret müsste sich das Mobilgerät dann mit einem handelsüblichen Werkzeug, etwa einem Schraubenzieher, durch den Endverbraucher austauschen lassen. Der Besuch bei einer Fachwerkstatt oder beim Elektromarkt soll also nicht erforderlich sein. Auch müsste sich die Batterie entfernen lassen, ohne dabei das Gerät zu beschädigen – etwa, weil man Klebstoff herauskratzen oder die Hülle aufbrechen müsste. Allerdings lässt die Verordnung auch einige Ausnahmen zu, schreibt ECOPV-EU. So seien zwar entgegen einer geläufigen Annahme nicht etwa alle wassergeschützten Geräte automatisch von den Verpflichtungen befreit, doch Medizingerätschaften oder speziell für Tauchgänge entwickelte Gadgets müssten keine austauschbaren Akkus innehaben. Smartphones hingegen fallen eigentlich nicht in diese Bereiche. Ob nun das iPhone 19 oder das Samsung Galaxy S28 tatsächlich mit austauschbaren Batterien auf den deutschen Markt kommen werden, bleibt bislang noch abzuwarten. Konkrete Pläne zu den Modellen wurden noch nicht offiziell kommuniziert. Bereits heute gibt es jedoch einige Smartphones, die über leicht austauschbare Akkus verfügen. Ein populäres Beispiel ist etwa das Fairphone 6. Bei dem modularen Handy können wir ohne viel Mühe die Rückseite abnehmen und neben der Batterie auch kleinere Komponenten wie die Kamera oder den USB-C-Anschluss austauschen. Laut Hersteller senkt dies die Reparaturkosten um bis zu 86 Prozent. Auch einige weitere der von uns getesteten Handys haben austauschbare Akkus. Dazu zählen selbst Einsteigermodelle wie das HDM Skyline (Test) oder robuste Outdoor-Modelle wie das RugOne Xever 7 Pro. Die großen Namen rund um Apple, Samsung, Google oder Xiaomi fremdeln bislang aber noch mit dem Thema. Wir bleiben gespannt, ob die EU-Regulierung ab 2027 wirklich alle Neugeräte zum Tauschakku überreden kann und wie konkret sich diese Vorgaben auf die Smartphones auswirken werden. Quelle: Chip
Es vergeht kaum ein Tag ohne neu in WhatsApp entdeckte Komfortfunktionen. Jetzt sickerten eine Zusammenfassung für mehrere Chats und eine Pause für Firmenkontakte durch. Künftig wird es der Künstlichen Intelligenz Meta AI möglich sein, eine Übersicht ungelesener Mitteilungen von sämtlichen Unterhaltungen zu generieren. Die Analyse und die Bereitstellung sollen ohne Auswirkungen auf die Privatsphäre geschehen. Haben Sie Kontakte, welche als Unternehmen oder Angestellte gekennzeichnet sind, dürfen Sie deren Offerten demnächst pausieren. Angebote und Ankündigungen werden im gewählten Zeitraum abgeschaltet. In den USA starteten die KI-Zusammenfassungen bereits im Juli 2025. Hierzulande müssen wir uns immer noch gedulden. Sobald das Feature bei uns startet, profitieren Sie aber von einem erweiterten Funktionsumfang. Anstatt lediglich die neuen Inhalte eines aktiven Chats soll Meta AI künftig die Inhalte aller Konversationen komprimiert ausgeben. In der Betaversion 26.15.10.71 des Messengers für iOS wurde diese Anpassung gesichtet. Das Feature befindet sich sowohl für Android-Smartphones als auch für iPhones in Entwicklung. Freigeschaltet und somit nutzbar sind die schlauen Zusammenfassungen aber selbst für Betatester noch nicht. Die Arbeitsweise der kommenden KI-Funktion von WhatsApp ist simpel und intuitiv. Sobald der Messenger bemerkt, dass im Chat-Tab mehrere Mitteilungen in kurzer Zeit eingegangen sind, blendet er eine Schaltfläche mit der Bezeichnung "Erhalten Sie eine Zusammenfassung" (Get a summary) oben ein. Wird dieses Bedienelement angetippt, kreiert Meta AI eine Übersicht der Nachrichten direkt im Chat-Tab. Auf diese Weise müssen Sie nicht einzelne Unterhaltungen öffnen und die dortigen Mitteilungen separat bündeln. Dank der Software-Technologie Private Processing bleiben die verarbeiteten Daten verschlüsselt. Eine weitere Neuerung wurde in der WhatsApp-Betaversion 2.26.16.1 für Android gefunden. In Zukunft wird der Messenger in Chats mit Geschäftskontakten oben eine neue Schaltfläche mit der Bezeichnung "Stopp" einführen. Sollte Ihnen eine Firma oder ein Angestellter zu penetrant mit Angeboten sein, lassen sich diese mit dieser Funktion pausieren. Sie können entsprechende Mitteilungen entweder 24 Stunden, eine Woche oder dauerhaft unterbinden. Bislang lässt sich die WhatsApp-Option noch nicht nutzen. Das Feature dürfte auch für iOS erscheinen. Quelle: teltarif
Beim Cloud-Speicher OneDrive steht eine Anpassung an, die den Umgang mit gelöschten Dateien verändert. Ab Mai 2026 führt Microsoft eine neue Regel ein, die klar festlegt, wo entfernte Inhalte landen. Wer Dateien löscht, sollte künftig genauer hinschauen, um sie bei Bedarf wiederzufinden. Die Anpassung betrifft nicht nur Windows 11, sondern auch andere Systeme. Microsoft hat die Neuerung im Microsoft-365-Admincenter (archiviert bei Merill.net) angekündigt. Demnach werden Dateien, die im Cloud-Speicher gelöscht werden und zuvor auch lokal verfügbar waren, nicht mehr im Papierkorb des Computers abgelegt. Stattdessen erscheinen sie ausschließlich im digitalen Papierkorb von OneDrive. Das bedeutet: Wird eine Datei über OneDrive entfernt, ist sie nicht mehr direkt auf dem PC zu finden. Eine Wiederherstellung ist dann nur noch über den Papierkorb im OneDrive-Konto möglich. Die Änderung gilt nicht für alle Fälle. Dateien, die ausschließlich online gespeichert sind, landen weiterhin im OneDrive-Papierkorb. Inhalte, die nur lokal auf dem Rechner gespeichert sind, werden wie gewohnt im Papierkorb des Systems abgelegt. Betroffen sind ausschließlich Dateien, die zwischen Cloud und Gerät synchronisiert werden. Microsoft verfolgt mit dieser Anpassung vor allem das Ziel, die Leistung zu verbessern. Laut Unternehmen soll die Synchronisation dadurch schneller ablaufen. Außerdem will Microsoft für mehr Klarheit sorgen, welche Version einer Datei aktuell ist. Bisher wurden synchronisierte Dateien doppelt abgelegt, wenn sie gelöscht wurden. Sie erschienen sowohl im Online- als auch im Offline-Papierkorb. Das bot zwar eine doppelte Absicherung, war für viele Nutzer aber auch schlicht zur Gewohnheit geworden. Mit der Umstellung entfällt diese doppelte Ablage. Das kann zunächst ungewohnt wirken. Die Änderung betrifft alle Nutzer von OneDrive unter Windows und macOS. Microsoft plant, die Anpassung bis Ende Mai 2026 vollständig bereitzustellen. Quelle: Techbook
Lange war WhatsApp kostenlos, doch jetzt startet ein optionales Abo-Modell mit Zusatzfunktionen. WhatsApp führt ein neues, optionales Abo-Modell für seinen Messenger ein. Unter dem Namen „WhatsApp Plus“ erhalten Nutzer gegen eine monatliche Gebühr Zugriff auf exklusive Funktionen zur Personalisierung der App. In Europa liegt der Preis laut WABetaInfo für das Abonnement von WhatsApp Plus bei 2,49 Euro pro Monat, kann sich regional aber unterscheiden. Die Einführung ist ein deutlicher Schritt des Unternehmens, neben dem Business-Bereich auch mit Privatnutzern Umsätze zu erzielen. Abonnenten von WhatsApp Plus bekommen eine Reihe von neuen Werkzeugen an die Hand, um die App-Oberfläche nach eigenen Wünschen zu gestalten. Dazu gehören neue Farb-Themes, mit denen sich das gewohnte Grün durch eine andere Akzentfarbe ersetzen lässt. Zusätzlich stehen neue App-Icons für den Startbildschirm zur Verfügung. Praktisch ist vor allem die Möglichkeit, künftig viel mehr Chats am oberen Rand der Liste anpinnen zu können. Alle Plus-Features von WhatsApp im Überblick: 18 neue Farb-Themes: Personalisiert die komplette App-Oberfläche mit einer neuen Akzentfarbe. 14 neue App-Icons: Wählt ein neues Symbol für euren Startbildschirm aus. Bis zu 20 Chats anpinnen: Behaltet deutlich mehr wichtige Konversationen im Blick. Bisher sind 3 Chats anpinnbar. Exklusive Sticker: Erhaltet Zugriff auf neue Sticker-Pakete, teilweise mit Animationen. 10 neue Klingeltöne: Nutzt exklusive Töne für eure WhatsApp-Anrufe. Erweiterte Chat-Listen: Wendet Einstellungen wie Designs gebündelt auf ganze Listen an. Meta betont jedoch, dass die grundlegende Nutzung von WhatsApp nicht eingeschränkt wird. Alle Kernfunktionen wie das Senden von Nachrichten, Anrufe und die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bleiben für alle Nutzer vollständig kostenlos und unverändert. Das „Plus“-Paket ist eine rein optionale Erweiterung für Nutzer, die sich in WhatsApp mehr Individualität wünschen. Derzeit wird das neue Abo-Modell schrittweise an eine begrenzte Anzahl von Testern ausgerollt, die eine aktuelle Beta-Version von WhatsApp für Android nutzen. Wann die Funktionen für alle Nutzer und auch für iOS verfügbar sein werden, ist noch nicht bekannt. Quelle: Giga
