Darum kommen keine Smartphones mit wechselbarem Akku
Schon beim ersten iPhone-Modell, das 2007 auf dem Markt kam, hatte Apple den Akku fest verbaut. In der Folge schlossen sich immer mehr Smartphone-Hersteller diesem Trend an. Heute gibt es praktisch keine Mobiltelefone mehr, bei denen Nutzer einfach nur die Rückwand abnehmen und den Akku austauschen können. Das mag zu einem Design wie "aus einem Guss" beitragen. Nutzerfreundlich ist diese Lösung nicht.
In der Europäischen Union trat die Politik auf den Plan. Eine Verordnung sieht vor, dass ab dem kommenden Jahr nur noch Smartphones angeboten werden dürfen, bei denen Nutzer den Akku selbst austauschen können - oder bei denen die Hersteller auf andere Weise sicherstellen, dass die Geräte nicht nach wenigen Jahren zu Elektronikschrott werden, weil der Akku schlapp macht.
Als Alternative zu einem wechselbaren Akku können die Hersteller einem iPhone-Ticker-Bericht zufolge auch Akkus verbauen, die bestimmte Anforderungen erfüllen. So muss gewährleistet sein, dass nach 500 vollständigen Ladezyklen noch mindestens 83 Prozent der ursprünglichen Kapazität erreicht wird.
Unter einem vollständigen Ladezyklus ist die Nutzung von 100 auf 0 Prozent gemeint. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Nutzung am Stück oder nach - ggf. auch mehreren - Teilladungen erfolgt. Nach 1000 kompletten Ladezyklen darf die Kapazität des Akkus nicht unter 80 Prozent im Vergleich zur ursprünglichen Leistung fallen.
Weitere Vorgaben sind, dass die Geräte staubdicht sind und mindestens 30 Minuten lang bis zu einem Meter unter Wasser sein können, ohne davon Schaden zu nehmen. So soll verhindert werden, dass äußere Einflüsse neben anderen Komponenten auch negativen Einfluss auf die Lebensdauer des Akkus haben.
Die meisten Hersteller werden vermutlich dabei bleiben, keine Smartphones mit wechselbarem Akku anzubieten. Mit intelligentem Lade-Management (maximal 80 Prozent, volle Aufladung nur bei Bedarf etc.) arbeiten die Produzenten schon jetzt daran, die Alterung der Akkus zu verlangsamen. Die 80 Prozent Leistung nach 1000 Ladezyklen erscheinen durchaus realistisch und dürften dazu beitragen, dass die Nutzer ihre Mobiltelefone über mehrere Jahre verwenden können, ohne eine massive Verschlechterung der Akkukapazität zu bemerken.
Quelle: teltarif
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