EU-Roaming wird ab Januar 2026 umfangreich erweitert
Ab 1. Januar 2026 gehören zwei weitere Staaten zur EU-Roaming-Zone. Das heißt, dass die Mobilfunk-Nutzung in diesen Ländern nach dem Prinzip "roam like at home" abgerechnet wird. Aufpreise gegenüber der innerdeutschen Nutzung fallen für Telefonate und den SMS-Versand nicht an. Für den mobilen Internet-Zugang ist eine Fair-use-Regelung vorgesehen.
Bei den Ländern, die ab 2026 zur EU-Roaming-Zone zählen, handelt es sich um Staaten, die nicht der Europäischen Union angehören - genauso wie Norwegen, Island und Liechtenstein, wo der regulierte EU-Tarif schon seit Jahren gilt. Nun stoßen die Ukraine und die Republik Moldau hinzu.
Vodafone teilt auf seiner Webseite mit, dass die beiden Neuzugänge bereits seit dem 16. Dezember wie ein EU-Land behandelt werden. Die Kunden des in Düsseldorf ansässigen Mobilfunk-Netzbetreibers profitieren demnach schon jetzt - und auch über die Weihnachtsfeiertage - vom International Roaming ohne Zusatzkosten.
Auch wenn Großbritannien nicht mehr zur Europäischen Union gehört, behalten die deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber die Regelung bei, das Vereinigte Königreich bei der Roaming-Nutzung wie ein EU-Land zu behalten. Dabei gibt es Unterschiede, wie die Provider mit dem Thema Mobilfunk-Nutzung in Großbritannien umgehen.
Die Telekom nennt auf ihrer Webseite das Vereinigte Königreich zusammen mit Norwegen, Island und Liechtenstein. Bei Vodafone heißt es, Großbritannien bleibe "auch nach dem Austritt aus der Europäischen Union Teil der EU-Roaming-Zone." Tarif-Änderungen gebe es "vorerst nicht". Grundsätzlich hält sich das Unternehmen somit die Option offen, irgendwann Aufpreise zu berechnen.
o2 verlängert die Abrechnung der Mobilfunk-Nutzung in Großbritannien "gemäß Zone 1 (EU reguliert)" jedes Jahr aufs Neue. Anders als teilweise in den Vorjahren wurde die Webseite aber bereits aktualisiert, sodass die Regelung bis zum 31. Dezember 2026 gilt. 1&1 erklärt: "Für Großbritannien wird trotz Ausscheidens aus der EU vorerst weiterhin der Preis gemäß der EU-Zone abgerechnet. Wir behalten uns hier eine Änderung vor." Kunden sollen aber rechtzeitig informiert werden, wenn 1&1 tatsächlich Aufpreise planen sollte.
Quelle: teltarif
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