WhatsApp geht bald ohne Handynummer
WhatsApp macht einen großen Schritt beim Datenschutz. Künftig können Nutzer statt ihrer Handynummer einen frei gewählten Usernamen verwenden, über den andere sie kontaktieren können. So muss die persönliche Telefonnummer beim ersten Kontakt nicht mehr weitergegeben werden. Ganz ohne Nummer geht es aber weiterhin nicht: Für die Anmeldung bei WhatsApp bleibt sie erforderlich.
Mit dem neuen System soll die Privatsphäre besser geschützt werden. Wer einen Chat starten möchte, muss den exakten Usernamen kennen. Die Telefonnummer bleibt dabei verborgen und wird nicht angezeigt. Ein öffentliches Verzeichnis oder automatische Vorschläge für Usernamen gibt es laut WhatsApp nicht. Zusätzlich können Nutzer einen sogenannten Username-Key festlegen. Nur wer diesen Schlüssel kennt, kann erstmals Kontakt aufnehmen. Das soll unerwünschte Nachrichten zusätzlich erschweren.
Bei der Wahl des Usernamens haben die meisten Nutzer freie Hand. Eine Einschränkung gibt es jedoch: Namen von Prominenten sind gesperrt, um Missbrauch zu verhindern. Wer beispielsweise denselben Namen wie Mark Zuckerberg trägt, kann ihn trotzdem nicht als Usernamen verwenden. Unternehmen, Creator und Organisationen dürfen ihre Namen von Instagram oder Facebook übernehmen, wenn ihr WhatsApp-Konto mit dem Meta-Konto verknüpft ist.
Meta will die Usernamen im Laufe dieses Jahres freischalten. Die Einführung erfolgt unabhängig von der Region, aber schrittweise. Dadurch kann das neue Feature in einigen Regionen früher verfügbar sein als in anderen. Ab Ende Juni 2026 können Nutzer ihre gewünschten Usernamen bereits reservieren. Aktiv werden sie dann zu einem späteren Zeitpunkt. Laut WhatsApp soll die neue Funktion vor allem den Schutz persönlicher Daten verbessern, ohne den bisherigen Anmeldeprozess zu verändern.
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