Früher als der Nachbar jubeln: Mit diesem Trick sehen Vodafone-Kunden Tore bei der WM 2026 als erstes
Vodafone beschleunigt zur Fußball-WM 2026 die TV-Übertragung im Kabelnetz. Ein „Jubel-Booster“ soll Tore auf ARD und ZDF spürbar früher auf den Bildschirm bringen.
Vodafone schaltet zur Fußball-WM den sogenannten „Jubel-Booster“ im Kabelnetz frei. Die Technik soll laut Pressemitteilung die Latenz bei den Live-Übertragungen von ARD und ZDF senken, sodass Szenen etwa zwei Sekunden früher auf dem TV erscheinen als bisher. Vorgestellt wurde die Umstellung am Dienstag (19. Mai) auf der Breitbandmesse ANGACOM.
Ursache für Verzögerungen sind vor allem neue Verarbeitungsschritte, die das TV-Signal für verschiedene Netze und Endgeräte aufbereiten. Besonders im Digitalen, also etwa beim Internetfernsehen (IPTV), kann die Verarbeitung zu einer Verzögerung führen. Klassisches Analogfernsehen war von solchen Effekten kaum betroffen, so Vodafone.
Verfügbar ist die Technik, die die Verzögerung „um mehrere Sekunden“ reduzieren soll, nur im Vodafone-Kabelnetz. Für den „Jubel-Booster“ greift Vodafone auf ein besonders früh bereitgestelltes Signal von ARD und ZDF zu und speist es ohne zusätzliche Verarbeitung direkt ins Kabelnetz ein.
So soll die Übertragung aller WM-Spiele beschleunigt werden, die auf den HD-Sendern des Ersten sowie des ZDF laufen – 60 der insgesamt 104 Spiele.
Die Technik kam bereits zur EM 2024 zum Einsatz. Unter Berufung auf die Fachzeitschrift „c’t“ waren die Ergebnisse laut Vodafone teils deutlich: Das Kabelsignal ist schneller als Satelliten-TV und deutlich schneller als die meisten IPTV-Angebote. Vodafone erreicht nach eigenen Angaben über 8 Millionen TV-Kunden.
Quelle: Chip
