7 alternative Telefon Apps für Android im Vergleich

Die standardmäßige Google Telefon-App ist auf vielen Android-Smartphones vorinstalliert und ermöglicht das Tätigen und Entgegennehmen von Anrufen. Doch nicht jeder ist mit den Funktionen oder dem Interface zufrieden. Glücklicherweise lässt sich die Telefon-App leicht durch Alternativen ersetzen, die zusätzliche Funktionen oder ein verbessertes Nutzererlebnis bieten können.

Schlichtes Telefon von Simple Mobile Tools

Die erste der Telefon Apps für Android ist die App Schlichtes Telefon. Diese reiht sich ein in eine Reihe an schlichten Apps von Simple Mobile Tools. Die App benötigt, wie die anderen Programme von Simple Mobile Tools, nur die absolut notwendigen Berechtigungen.

Nach dem Installieren der App legst du diese als Standard-App zum Telefonieren fest und erteilst die Berechtigungen (Benachrichtigung, Kamera, Kontakte, Mikrofon, Telefon, SMS).

Die App ist unterteilt in die Tabs Kontakte, Favoriten und Anrufliste. Der Dialer/das Wähltastenfeld befindet sich in einem Floating Button am unteren rechten Displayrand.

Über das Suchfeld durchsuchst du deine Kontakte, sortierst die Anzeige oder filterst nach dem Speicherort der Kontakte. Über den Plus-Button erstellst du einen neuen Kontakt.

Die drei Punkte öffnen die Einstellungen. Dort änderst du Sprache, Datum und Zeitformat. Das Blockieren von gesperrten Nummern sowie das Ändern der App-Farbe ist erst nach Kauf der Pro-Version (Einfaches Dankeschön für 1,39 Euro) möglich.

In der Kategorie Anrufe stellst du ein, ob ein Bestätigungsdialog angezeigt wird, bevor du einen Anruf durchführst. Auch ist es möglich, den Näherungssensor während eines Anrufs zu deaktivieren. Dieser sorgt dafür, dass das Display dunkel wird, sobald sich das Smartphone an deinem Ohr befindet.

Im Tab Favoriten befinden sich deine favorisierten Anrufpartner, der Tab Anrufliste enthält eine Liste aller getätigten Anrufe. Per Klick auf einen Anruf wird dieser direkt getätigt, oder du musst ihn, je nach Einstellung, erst bestätigen.

Der Klick auf die drei Punkte hinter einem Anruf öffnet ein Kontext-Menü mit verschiedenen Optionen wie Anrufdetails, Kontaktdetails und mehr.

Schlichtes Telefon ist eine datensparsame Möglichkeit, um die Telefon App von Google auf deinem Smartphone zu ersetzen. Allerdings lassen sich einige Funktionen wie das Blockieren von Nummern, oder das Anpassen der App-Farbe nur in der Pro-Version nutzen.

Update 14.7.2025: Vor der ersten Nutzung erscheint jetzt eine großflächige Anzeige mit der Info für die Pro-Version. Diese kann weggeklickt werden, zeigt aber auch, dass nach einer 3-tägigen Testversion der Pro-Version, diese für 14,99 Euro pro Woche genutzt werden kann. Mit der Pro-Version gibt es ein optimiertes Kontakt-Tool, ein intelligentes Wählfeld, den Blocker, die Farboptionen und das Entfernen der Werbung.

Easy Phone: Dialer & Caller ID

Mit zweiten der Telefon Apps, der Android App Easy Phone lassen sich unbekannte Anrufer identifizieren, sodass du in Echtzeit siehst, wer anruft. Des Weiteren erkennt die App Spam-Anrufe und bietet eine smartere Anrufliste.

Per Klick auf den Start-Button gibst du die Berechtigung für den Zugriff auf deine Kontakte und deine Anrufliste und erlaubst, Anrufe zu starten.

In der Übersicht ist eine Unterteilung in die Tabs Favoriten, kürzliche Anrufe sowie Kontakte zu sehen. Um die Erkennung von Spam-Anrufen zu nutzen, musst du dich anmelden und verifizieren. Der Login erfolgt dann wieder mit deinem Google-Account.

In den Einstellungen von Easy Phone wählst du ein Theme (allerdings nur nutzbar nach einem Login mit Google), um die App farblich anzupassen. Des Weiteren gelangst du hier zu den gesperrten Nummern und wählst aus, ob anonyme Anrufe blockiert werden sollen. Ebenfalls wählst du deine Sprache, den Startup-Bildschirm und die bevorzugte Klick-Aktion (Speed Dial Aktion).

Unter Anruferidentität gibst du an, ob unbekannte Anrufer angezeigt werden sollen, oder auch Anruferdetails nach dem Anruf. Ebenfalls erkennt die App, wenn eine Nummer kopiert wird. In den Einstellungen erfolgt auch wieder das Abmelden bzw. das Löschen deines Kontos mit dem Google Account.

Easy Phone erkennt unbekannte Anrufer in Echtzeit, erkennt Spam-Anrufe und bietet eine smarte Anrufliste. Um aber alle Funktionen zu nutzen, ist die Anmeldung mit deinem Google Account notwendig.

Right Dialer

Die dritte der Telefon Apps ist der Right Dialer oder auf deinem Homescreen einfach als Telefon zu finden. In den Tabs Favoriten, Aktuell und Kontakte sind alle favorisierten Anrufe, getätigten Anrufe sowie deine Kontaktliste. Der Tab Aktuell hält dabei neben den Anrufernamen noch die Uhrzeit, die getätigten Anrufe an eine Nummer sowie die Telefonnummer fest. Auch siehst du hier die Dauer des Anrufes. Über den Info-Button hinter der angerufenen Nummer wird der Kontakt angezeigt (falls dieser sich in deiner Kontaktliste befindet) sowie die getätigten Anrufe mit Datum, Zeit und Länge. Du kannst die Nummer hier auch blockieren. Des Weiteren zeigen sich hier auch eventuelle, eingetragene Jahrestage/Geburtstag mit dem „Alter“ dahinter.

Die Kontakte selbst lassen sich sortieren, oder nach dem Speicherort filtern. Über die Einstellungen können Farben angepasst werden, die Registerkarten sowie Einstellungen zu blockierten Nummern, dem Wähltastenfeld und auch Anrufen. Hier gibst du an, was im Hintergrund des Anrufbildschirms zu sehen sein soll, den Stil der Antwortbuttons, einen Bestätigungsdialog bevor ein Anruf durchgeführt wird und vieles mehr.

Der Right Dialer ist eine übersichtliche Telefon App für Android, bei der du sehr viele Einstellungen vornehmen kannst. Gut gefällt mir hier die übersichtliche Anzeige der getätigten Anrufe mit vielen Informationen.

Kontakte & Telefon – drupe

Bei der vierten der getesteten Telefon Apps bekommst du zuerst die Funktionen der App dargestellt. Drupe ist eine schwebende Anwendung, die deine Kontakte und sämtliche Kommunikations-Apps vereint. Um das Erkennen der Anrufer-ID zu aktivieren, musst du zustimmen, dass deine Kontakte an den Drupe-Server gesendet werden. Drupe benötigt dafür Zugriff auf deinen Google Account und erhält folgende Berechtigungen:

  • Kontakten, welche automatisch unter „weitere Kontakte“ gespeichert wurden, ansehen und herunterladen
  • Dein Profil deinen persönlichen Daten auf Google zuordnen
  • Personenbezogene Daten aufrufen, einschließlich der Daten, die du öffentlich zugänglich gemacht hast
  • Primäre E-Mail-Adresse deines Google Kontos abrufen.
Erteilte Berechtigungen entziehst du jederzeit wieder über deinen Google-Account. Anschließend geht es mit der Vergabe weiterer Berechtigungen (Anrufe, Standard-App zum Erkennen von Anrufer-ID und Spam usw.) weiter.

Die Android App selbst hat auf der linken Seite alle deine Kontakte angeordnet, auf der rechten Seite die Icons für deine installierten Kontakt-Apps (WhatsApp, Threema, Signal, Google Maps, E-Mail usw.). Du rufst die App per Wischgeste auf die drei Punkte auf deinem Homescreen auf.

Am oberen Bildschirmrand befinden sich die Tabs für Kontaktliste (alle Kontakte), Favoriten, zuletzt angerufen und Pro. Des Weiteren ist es möglich, dass Drupe dir deine SMS und IM-Nachrichten hier anzeigt.

Am unteren Bildschirmrand befindet sich der Dialer (ein bunter Telefonhörer), die Suche, der Plus-Button für einen neuen Kontakt, eine Erinnerung, Notiz oder das Blockieren eines Kontaktes sowie die Einstellungen. In den allgemeinen Einstellungen wählst du die Standardansicht/Startansicht beim Öffnen der App, die Apps am rechten Bildschirmrand, Dual-SIM-Unterstützung und vieles mehr. Weiterhin ist es möglich, den Anrufbildschirm zu konfigurieren oder das Erkennen der Anrufer-ID zu aktivieren. Auch gibt es noch den Anrufblockierer, den du anpasst, verschiedene Designs (teils auch nur in der Pro-Version), Kontakte anpassen und andere. Insgesamt sind es sehr umfangreiche Einstellungen.

Mit Drupe lassen sich auch Anrufe aufzeichnen. Es gibt hier allerdings erst einmal eine Warnung seitens Google.

Kontakte & Telefon – drupe ist eine schwebende Anwendung, die Telefonieren und Kommunikations-Apps vereint und die du durch das Wischen über die Punkte an deinem linken Bildschirmrand öffnest. Anschließend befinden sich deine Kontakte auf der linken Seite des Displays sowie deine Kommunikations-Apps auf der rechte. Per Swipe-Geste schiebst du den Kontakt jetzt auf eine App und startest eine Aktion.

Talk – Tätigen von Anrufen

Nummer fünf der Telefon Apps, die App Talk – Tätigen von Anrufen wird auf deinem Smartphone als „reden“ angezeigt. Du legst die App als Standard-App zum Telefonieren fest und gibst damit die Erlaubnis, Benachrichtigungen zu senden sowie den Zugriff auf Kamera, Kontakte, Mikrofon, Telefon und SMS. Des Weiteren wird noch der Standortzugriff benötigt

Am oberen Bildschirmrand der App befindet sich das Wort Kreis, eine Suchfunktion, der Dialer sowie ein Blitz, um Favoriten hinzuzufügen, Call Insights, Settings und mehr. Die Settings allerdings lassen sich schlecht lesen und sind damit fast unbrauchbar. Ein 5 Minuten Reminder ist an Bord, der dich alle 5 Minuten in einem Gespräch erinnert.

Nachdem das Update bzw. der Download deiner Kontakte erfolgt ist befinden diese sich alle auf der Startseite der App. Neben einem Avatar ist hier der Name des Kontaktes sowie der letzte Anruf mit Dauer und Tag zu sehen. Per Klick auf einen Avatar wird direkt der Anruf getätigt.

Des Weiteren befindet sich am unteren Bildschirmrand neben dem Telefonhörer der Verlauf deiner Anrufe mit Datum und Dauer eines Anrufes, wobei hier die Angaben korrekt sind.

Der Personen-Button zeigt das Alphabet mit allen Kontakten. Über den Alphabet Index wählst du Kontakte durch das Antippen des Buchstabens aus. Sofern du mit einem Kontakt noch nicht telefoniert hast, ist dieser mit „Noch nie gesprochen“ markiert.

Über den Masken-Button lassen sich per In-App-Kauf ab 90 Cent weitere Avatare hinzukaufen.

Eine App, die zwar Anrufe tätigen kann, aber überladen ist mit Spielereien, die auch noch schlecht umgesetzt sind.

Smart Notify – Calls & SMS

Nach dem Start von Nummer sechs der Telefon Apps, Smart Notify, musst du erst diverse Einstellungen vornehmen. Ab Android 10 musst das Zeichnen über anderen Apps aktiviert werden. Des Weiteren legst du Smart Notify als Standard SMS App fest sowie als Standard-Telefon-App. Ebenfalls lässt sich die Vollversion der App kaufen. Insgesamt ist der Start der App erst einmal mit dem Lesen von relativ viel Text verbunden und dem Vornehmen aller Einstellungen. Erst wenn alle Einstellungen aktiviert wurden kannst du mit der Verwendung der App beginnen.

Auf der Startseite befinden sich zuerst für schnelle Anrufe und SMS die zuletzt genutzten Kontakte mit hinterlegtem Bild. Anschließend folgt die Liste der zuletzt getätigten Anrufe mit Tag, Uhrzeit und Dauer des Anrufs.

Am oberen Bildschirmrand liegen die Tabs Nachrichten für SMS, Aktivität für deine Zuletzt getätigten Anrufe und Anrufe mit der Anrufliste.

Am unteren Bildschirmrand befinden sich die Icons für Telefonbuch, bei dem eine Filterung möglich ist sowie über den Plus-Button oben rechts ein Hinzufügen weiterer Kontakte. Sofern du Kontakte einmal über das Web gruppiert hast lassen sich diese auch nach den Gruppierungen aufrufen. Dazu tippst du im Suchfeld auf den Personen-Button.

Ein weiteres Icon ist der Uhren-Button für zuletzt getätigte Anrufe und geplante Anrufe und der Einstellungs-Button. In den Einstellungen wählst du den Auto-Modus aus (nur in der Vollversion Smart Notify Unlocker für 4,49 Euro), die Berechtigungseinstellungen, das Design, die Einstellungen für das Widget, Benachrichtigungen aus anderen Apps und mehr.

Tippst du jetzt auf einen Kontakt, so wird dieser mit allen hinterlegten Kontaktmöglichkeiten angezeigt. Du wählst nun aus, ob du den Kontakt anrufen, oder per SMS anschreiben möchtest. Weiterhin sind auch alle Kontaktmöglichkeiten via installiertem Messenger aufgezeigt.

Smart Notify – Calls & SMS führt SMS, Anrufe und Messenger-Kontakte zusammen und ist daher sehr umfangreich. Nummern lassen sich blockieren, Kontakte mit Anmerkungen versehen, Anrufe planen und viele weitere Einstellungen. Allerdings musst du hier erst einmal genügend Zeit mitbringen, um alle Einstellungsmöglichkeiten durchzugehen.

ExDialer – Telefonieren Dialer

Die siebte der Telefon Apps ist der ExDialer. Es handelt sich um eine Android App, die das Telefonieren, bzw. das Wählen zwischen zwei SIM-Karten per Swipe-Geste ermöglicht. Des Weiteren ist das direkte Senden von WhatsApp ohne eingespeicherte Nummer möglich, eine AI-basierte Suche sowie ein Anpassen der App mit diversen Themes.

Anschließend folgt die Anmeldung, indem du dein Land angibst. Danach befinden sich alle Kontakte in der App. Das Umschalten zwischen Kontaktliste und Dialer erfolgt über den Personen-Button unten links. Über den Plus-Button fügst du neue Kontakte zur App hinzu. Des Weiteren ist noch ein Such-Button vorhanden, um deine Kontakte zu durchsuchen.

Über die drei Punkte unten links wählst du unter Preferences/Einstellungen deine Sprache, Theme, die Anzeige und mehr aus. Des Weiteren findet sich hier die Kurzwahl-Funktion, bei der du 8 Kontakte auf die Kurzwahl legen kannst.

Sofern du auf einen Kontakt tippst, wird dieser angezeigt und lässt sich bearbeiten. Des Weiteren werden die zuletzt erfolgten Anrufe mit Datum und Uhrzeit angezeigt. Ebenfalls ist das Senden einer SMS oder einer WhatsApp möglich.

Die Telefon App ExDialer ist übersichtlich aufgebaut. Du findest alle deine Kontakte alphabetisch sortiert und kannst diese nach Nummern oder Namen durchsuchen. Ebenfalls ist eine Verknüpfung mit deinem SMS-Dienst sowie WhatsApp vorhanden, sodass du per Klick auf den Button direkt in die jeweilige App weitergeleitet wirst.

Quelle. Android-User.de

von Patrick Rechl 5. April 2026
Hier ein Foto, dort ein Video: Gerade in großen WhatsApp-Gruppen sammeln sich über die Zeit eine Menge Medi­enda­teien an - das kann nicht nur den Chat­verlauf unüber­sicht­lich machen. Beson­ders längere Videos verbrau­chen auf dem Smart­phone schnell viel Spei­cher­platz. Es bietet sich also an, gele­gent­lich auszu­misten. Das geht einfach, in dem man den Chat öffnet und dann oben auf den Chat­namen tippt. Ein Menü klappt auf, bei dem der Punkt "Speicher verwalten" weit oben steht - dabei sieht man durch die Angabe der Megabyte (MB) direkt, wie viel Spei­cher­platz die Dateien dieses Chats in Anspruch nehmen. Tippt man darauf, kann man mit dem Aufräumen beginnen. Entweder löscht man gleich alle Medi­enda­teien mit der Funktion "Alle auswählen". Oder aber, man entle­digt sich nur der größten Spei­cher­fresser. Dafür tippt man rechts oben auf die drei Striche: Dann lassen sich die Dateien sortieren - nach "Neueste", "Älteste" oder eben "Größte". Die Dateien, die wegsollen, kann man mit einem kurzen Tippen einzeln markieren und anschlie­ßend mit einem Tipp auf den Papier­korb oben rechts auf dem Bild­schirm löschen. Der Chat­verlauf bleibe beim Löschen von Medi­enda­teien unbe­rührt, so WhatsApp. Das Aufräumen des Spei­chers hat WhatsApp kürzlich als neue Funktion vorge­stellt: "Du kannst jetzt große Dateien direkt in einem Chat finden und löschen und schaffst so Platz, ohne gleich die ganze Unter­haltung zu verlieren", schrieb das Meta-Unter­nehmen in seinem Blog. Dort hatte es noch weitere Neue­rungen ange­kündigt - unter anderem eine Erleich­terung des Über­tragens von Chats von den Betriebs­systemen iOS zu Android bei einem Tele­fonwechsel. Zudem stehe die Funktion, zwei WhatsApp-Konten auf einem Telefon zu nutzen, nun auch auf iOS zur Verfü­gung. Quelle: teltarif
von Patrick Rechl 5. April 2026
Neuer Router, neues Passwort? Ja, sagt das Bundesamt für Sicher­heit in der Infor­mati­onstechnik (BSI). Denn nach wie vor werden auch Router verkauft, die ab Werk leicht zu erra­tende - oder tech­nisch leicht zu knackende - Pass­wörter haben. Also ran ans Werk, ein neues Passwort muss her. Und das ist nicht alles. Was muss man also ändern? 1. Da gibt es das Router-Passwort für den Admi­nistrator-Zugang. Es schützt die Benut­zerober­fläche vor unbe­rech­tigtem Zugriff. 2. Das vorein­gestellte WLAN-Passwort, auch Netz­werk­schlüssel genannt, regelt den Zugang zum draht­losen Funk­netz­werk. 3. Den Namen des WLAN-Netz­werks, auch SSID genannt. Es ist in der Regel recht gene­risch und gibt sofort Aufschluss über Hersteller und Modell des Routers. Das können für Angreifer poten­ziell nütz­liche Infor­mationen sein. Für das Router-Passwort und das neue WLAN-Passwort lautet die BSI-Empfeh­lung wie folgt: Mindes­tens 8 Zeichen, besser 12 Zeichen - je länger, desto besser. Das WLAN-Passwort sollte mindes­tens 20 Zeichen haben. Darunter verschie­dene Zeichen­arten wie Groß- und Klein­buch­staben, Ziffern und Sonder­zeichen. Keine Fami­lien­namen, Haus­tier­namen, Stars oder Geburts­daten oder sonstige leicht zu erra­tende Dinge. Keine Zahlen hinter einfache Wörter hängen. Nutzen Sie einen Passwort-Manager. Damit behält man leichter den Über­blick und die Programme unter­stützen auch beim Erstellen von starken Pass­wörtern. Beispiele sind "Bitwarden", "KeePass" oder der "iCloud Schlüs­selbund". Achtung: Besser keine Umlaute (ä,ö,ü) und kein Eszett (ß) benutzen. Diese können auf inter­natio­nalen Tasta­turen unter Umständen nicht verwendet werden. Oder sie werden bei nicht deutsch­spra­chigen Diensten viel­leicht maschi­nell anders kodiert und es kann zu Problemen beim Anmelden kommen. Den Namen des WLAN-Netz­werks kann man mehr oder weniger frei wählen. Dabei so indi­viduell wie unver­bind­lich bleiben - der Name soll ja keine Rück­schlüsse auf den Eigen­tümer des Netz­werks oder den verwen­deten Router zulassen. Wer mag, kann auch die öffent­liche Anzeige des Netz­werk­namens (SSID) verste­cken. Dann ist das eigene Netzwerk nicht mehr so leicht zu finden. Die Einstel­lungs­möglich­keit dazu findet sich auf der Benut­zerober­fläche quasi jeden Routers. Quelle: teltarif
von Patrick Rechl 3. April 2026
Eine neue Übersicht statt eines Klick-Marathons: WhatsApp plant eine Funktion, die aktive Kontakte zentral anzeigt. Dadurch könnte die Kommunikation in vielen Fällen deutlich schneller werden. Der Messenger-Dienst WhatsApp arbeitet an einer neuen Funktion, die Nutzern anzeigen soll, welche ihrer Kontakte aktuell online sind, berichtet das Onlineportal "WABetaInfo". Das Ziel ist es, Gespräche gezielter und schneller zu starten, indem auf einen Blick erkennbar wird, wer gerade erreichbar ist. Bislang müssen Nutzer dafür einzelne Chats öffnen. In früheren Beta-Versionen hatte WhatsApp bereits eine Aktivitätsanzeige für Gruppen eingeführt, die anzeigt, wie viele Teilnehmer gerade aktiv sind. Künftig sollen auch die Namen der Kontakte sichtbar werden, die aktuell online sind. Entdeckt wurde die Funktion in einer aktuellen Android-Beta-Version 2.26.13.3. Offensichtlich ist ein eigener Bereich innerhalb der App geplant, in dem Nutzer eine Übersicht ihrer Kontakte erhalten. Neben den aktiven Kontakten sollen dort auch Vorschläge für Personen erscheinen, die bislang nicht gespeichert sind, beispielsweise aus Gruppenchats. Die Liste kann nach Namen oder Aktivitätsstatus sortiert werden, wobei auch die zuletzt aktiven Kontakte berücksichtigt werden. Die bestehenden Privatsphäre-Einstellungen sollen dabei weiterhin gelten, berichtet "WABetaInfo". Wer seinen Online-Status oder "Zuletzt online" verborgen hat, wird entsprechend eingeschränkt oder gar nicht angezeigt. Die Funktion befindet sich derzeit noch in der Entwicklung und soll erst in einem zukünftigen Update für Nutzer verfügbar gemacht werden. Das neue Feature folgt auf eine Reihe von Neuerungen bei WhatsApp, die sich vor allem auf die Integration von KI-Tools konzentrieren, allen voran der hauseigenen KI Meta AI. Dazu gehört unter anderem eine Funktion für automatisch generierte Antwortvorschläge, die auf Basis vergangener Gespräche passende Formulierungen vorschlägt. Auch das bereits eingeführte Feature der Schreibhilfe wird ausgebaut. Sie soll Nutzer dabei unterstützen, Nachrichten umzuschreiben, zu korrigieren oder im Ton anzupassen. Das Update wird durch neue Komfortfunktionen ergänzt, darunter der Transfer von Chatverläufen zwischen Geräten, die parallele Nutzung mehrerer Accounts sowie verbesserte Sticker-Vorschläge. Quelle: Chip
von Patrick Rechl 3. April 2026
WhatsApp testet derzeit eine neue Funktion für Profilbilder. Kontakte ohne Bild sind dann besser erkennbar. Aktuell arbeitet WhatsApp an einer neuen Funktion, die leere Profilbilder ersetzt. Nutzer sehen künftig automatisch Bilder aus ihrem Adressbuch, wenn ein Kontakt kein eigenes Profilfoto gesetzt hat, berichtet "WABetaInfo". Das Feature wird aktuell mit der Beta-Version für iOS getestet und soll in den kommenden Wochen für mehr Nutzer verfügbar werden. Die neue Funktion greift auf gespeicherte Kontaktbilder im Smartphone zu. Diese werden dann im Chat angezeigt, statt der üblichen grauen Standard-Icons. Wichtig: Die Bilder sind nur auf dem eigenen Gerät sichtbar. Das eigentliche Profilbild des Kontakts wird dadurch nicht verändert oder öffentlich gemacht. Besonders praktisch ist das Feature bei Kontakten ohne Profilbild oder mit eingeschränkten Privatsphäre-Einstellungen. Nutzer können Personen so leichter erkennen, ohne dass diese selbst ein Bild hochladen müssen. Sobald ein echtes Profilbild vorhanden und sichtbar ist, wird dieses wieder angezeigt, berichtet "WABetaInfo". Die Funktion sorgt damit für mehr Übersicht, ohne die Privatsphäre zu beeinträchtigen. Quelle: Chip
von Patrick Rechl 27. März 2026
Google arbeitet offenbar an einer neuen Funktion namens „Priority Charging“. Die Website Android Authority hat Hinweise auf das Feature in der aktuellen Beta-Version von Android 17 entdeckt. Es handelt sich demnach um einen Turbo-Modus für den Akku, den ihr aktivieren könnt, wenn nicht viel Zeit zum Laden ist. Um den Handy-Akku schnell aufzuladen, pausiert das System gezielt Hintergrundaktivitäten wie App-Updates, um alle verfügbaren Ressourcen auf den Ladevorgang zu konzentrieren. Trotzdem sollt ihr aber weiterhin Anrufe und Textnachrichten erhalten können, sodass ihr nichts Wichtiges verpasst. Ganz ohne passende Hardware funktioniert der Turbo aber nicht. Laut Android Authority empfiehlt Google in den Code-Schnipseln ein Ladegerät mit mindestens 30 Watt Leistung für optimale Ergebnisse. Viel wichtiger ist jedoch, dass das System während des priorisierten Ladens aktiv die Temperatur überwachen soll. Dieser Schutzmechanismus stellt sicher, dass der Akku nicht überhitzt und seine Lebensdauer langfristig geschützt wird (Quelle: Android Authority). Das Feature könnte eine echte Geheimwaffe für Momente werden, in denen ihr wenig Zeit habt. Beispielsweise müsst ihr schnell los und wollt, bevor ihr das Haus verlasst, noch schnell so viel Energie wie möglich in euer Smartphone tanken. Aktuell ist das Feature aber noch in einem sehr frühen Stadium. Laut Android Authority ist es auch in der aktuellen Android 17 Beta 3 noch nicht nutzbar und nur hinter den Kulissen zu finden. Es lässt sich aktuell nicht sagen, wann die Funktion erscheint. Google könnte die Idee sogar wieder verwerfen. Falls Priority Charging irgendwann erscheint, dürfte es jedoch ein praktisches Feature für Pixel- und Android-Nutzer insgesamt werden. Quelle: Giga
von Patrick Rechl 27. März 2026
Demnächst lassen sich Status­meldungen in WhatsApp dank Empfän­gerlisten ziel­gerichtet für einen bestimmten Perso­nenkreis veröf­fent­lichen. Das Entwick­lers­tudio des am meisten verbrei­teten Messen­gers arbeitet derzeit an diesem Feature. Anstatt den Status an alle Kontakte zu senden, respek­tive bestimmte Kontakte aus- und abzu­wählen, lassen sich künftig alter­nativ Ziel­gruppen spei­chern. Mit dieser Funktion würden Sie Zeit sparen und Ihr Publikum jeder­zeit griff­bereit haben. Beispiels­weise sind Status-Listen für Familie, Freunde, Arbeits­kollegen oder Sport­kame­raden denkbar. Entspre­chende Beiträge unter­scheiden sich visuell von regu­lären Status­meldungen. Wenn Sie aktuell einen Status in WhatsApp publi­zieren möchten, haben Sie hinsicht­lich der Empfänger die Auswahl zwischen den Optionen "Alle", "Meine Kontakte außer" und "Nur teilen mit". Diese Menü­punkte erlauben zwar eine gewisse Anpass­barkeit der berech­tigten Teil­nehmer, sind aber unfle­xibel bei bestimmten Perso­nengruppen. Das Entwick­lers­tudio arbeitet daran, den Status mit indi­vidu­ellen Empfän­gerlisten aufzu­werten. Erstmals vergan­genen Monat entdeckt, wirkt diese Funktion in der WhatsApp-Beta­version 2.26.12.9 für Android deutlich ausge­reifter. Frei­geschaltet und somit nutzbar sind die Listen aber selbst für Beta­tester noch nicht. Sobald das Feature zur Verfü­gung gestellt wird, erscheint ein Hinweis­fenster bei der Erstel­lung einer Status­meldung. Dieses erklärt Ihnen, dass Sie Ziel­gruppen mit persön­lichen Namen und Emojis kreieren können. Darin enthal­tene Personen sehen sowohl die Bezeich­nung als auch die Grafik der Liste. Aller­dings lässt sich nicht nur auf diese Weise ein entspre­chender Status iden­tifi­zieren. Status­meldungen, die für eine bestimmte Liste veröf­fent­licht wurden, werden durch einen lila­farbenen Kreis um das Profil­foto kennt­lich gemacht. Die Empfänger können übrigens nicht sehen, wer ansonsten zum jewei­ligen Publikum gehört. Eine Vorschau visua­lisiert Ihnen beim Erstellen einer Liste, wie ein entspre­chender Beitrag bei den Kontakten aussehen wird. Die neu hinzu­gefügten Ziel­gruppen lassen sich direkt in der Auswahl der Status-Empfänger selek­tieren. Von da aus ist es auch möglich, die Listen bei Bedarf zu ändern. Wir gehen davon aus, dass das Feature in den kommenden Wochen für erste Beta­tester frei­geschaltet wird. Zwar wurden die Empfän­gerlisten für den Status bislang nur in den WhatsApp-Vorab­versionen für Android entdeckt, sie dürften demnächst aber auch in iOS Einzug halten. Quelle: teltarif
von Patrick Rechl 26. März 2026
Vodafone überarbeitet sein Roaming-Angebot für CallYa-Kunden. Ab April sollen neue Tages- und Wochenpakete sowie eine klarere Zonenstruktur gelten. Auch die Preise für Telefonie und Datennutzung werden angepasst. Vodafone führt für seine Prepaid-Marke CallYa neue Roaming-Optionen ein. Ab dem 1. April 2026 sollen Kunden erstmals zwischen Tages- und Wochenpaketen wählen können, die Datenvolumen, Telefonminuten und SMS kombinieren. Diese Pakete sollen eine einfachere Nutzung im Ausland ermöglichen. Die Angebote richten sich an Reisende außerhalb der EU und sind in vier Länderzonen gegliedert. Zudem hat Vodafone die Preise für ein- und ausgehende Gespräche gesenkt. Für Aufenthalte in der Schweiz, die in Länderzone 2 fällt, ist ein Wochenpaket für 9,99 Euro erhältlich. Dieses umfasst laut Vodafone entweder 5 GB Datenvolumen oder 200 Einheiten für Telefonie und SMS. In weiter entfernten Regionen wie Südafrika (Zone 3) bietet derselbe Preis ein geringeres Kontingent: Hier nennt Vodafone 1 GB Datenvolumen oder 100 Einheiten für Gespräche und SMS innerhalb von sieben Tagen. Nach Angaben von Vodafone ist Roaming künftig in insgesamt 210 Ländern und Regionen möglich. Zudem soll 5G-Roaming inzwischen in 114 Ländern unterstützt werden. Seit 2025 seien unter anderem neue Partnernetze in Ländern wie Bermuda, Fidschi oder der Ukraine hinzugekommen. Vodafone gibt an, weltweit mit mehr als 500 Roaming-Partnern zusammenzuarbeiten, um die Netzabdeckung im Ausland sicherzustellen. Quelle: Connect
von Patrick Rechl 25. März 2026
Derzeit wird an WhatsApp Plus gear­beitet und nun tauchte ein weiteres Feature dieses Premium-Abon­nements auf. Sobald die bezahlte Mitglied­schaft startet, haben Sie die Möglich­keit, persön­lichere Chat­listen zu kreieren. Die Filter für gewünschte Personen und Gruppen sollen sich mit Themen, Klin­geltönen und Benach­rich­tigungs­tönen anpassen lassen. Der Messenger plat­ziert diese Optionen unter­halb der kosten­losen Optionen und weist auf das benö­tigte Abon­nement hin. Mit den kommenden Einstel­lungen für Chat­filter können Sie Ihre sortierten Unter­haltungen besser indi­vidua­lisieren. WhatsApp wird noch weitere Features hinter der Bezahl­schranke plat­zieren. Im Herbst 2024 begann Meta mit der Einfüh­rung von Chat­listen für seinen grünen Messenger. Diese oben befind­lichen Reiter ermög­lichen es, bestimmte Kontakte und Gruppen einzu­sortieren. Auf diese Weise wird die Über­sicht, insbe­sondere bei einem ausla­dendem Adress­buch, verbes­sert. Wie WABetaInfo nun heraus­gefunden hat, plant WhatsApp weitere Konfi­gura­tions­möglich­keiten für die Chat­listen. In der Beta­version 2.26.9.9 des Messen­gers für Android sind diese Optionen inte­griert, aber noch nicht frei­geschaltet. Eine Frei­schal­tung würde zum aktu­ellen Zeit­punkt auch keinen Sinn ergeben, weil Sie das noch nicht erhält­liche WhatsApp Plus benö­tigen. Dieses Abon­nement gewährt Ihnen exklu­siven Zugriff auf diverse Komfort­funk­tionen des Kommu­nika­tions­tools. Hinsicht­lich der Chat­listen sollen Themen, Klin­geltöne und Benach­rich­tigungs­töne dazu­gehören. Künftig können Sie also visuell und akus­tisch gewünschte Chat­listen vonein­ander abheben. So könnte ein Filter namens "Arbeit" mit der Farbe der Firma versehen werden und Anrufe und Mittei­lungen von Kollegen mit zum Unter­nehmen passenden Klängen ertönen. Weitere denkbare perso­nali­sierte Chat­listen wären welche für Ihre Familie, Ihre Freunde oder Ihren Sport­verein. Es zeichnet sich allmäh­lich ab, dass WhatsApp Plus nicht nur zu vernach­lässi­gende Spie­lereien wie App-Themen und exklu­sive Sticker beinhaltet. Komfort­funk­tionen, die einen tatsäch­lichen Mehrwert bieten, wandern eben­falls hinter die Bezahl­schranke. Wir berich­teten bereits, dass das Chat­programm für das Abon­nement mehr ange­pinnte Nach­richten plant. Ähnlich wie die Perso­nali­sierungen der Chat­listen wird damit der Messenger-Alltag erleich­tert. Es bleibt abzu­warten, welche Features WhatsApp noch für seine Mitglied­schaft WhatsApp Plus plant. Quelle: teltarif
von Patrick Rechl 22. März 2026
Mit neuen Sicherheitsmaßnahmen will Google Downloads von Apps eindämmen, die nicht aus dem PlayStore stammen. In Zukunft müssen Nutzer jetzt einen ausführlichen Sicherheitsprozess durchlaufen. Google baut das Android-System im Sommer 2026 radikal um. Mit dem neuen Advanced Flow führt der Konzern deutlich strengere Regeln für die Installation von Apps aus fremden Quellen ein. Offiziell begründet Google diesen Schritt mit dem Schutz vor Betrugsmaschen, die weltweit Schäden in Milliardenhöhe verursachen. In der Praxis verliert Android dadurch jedoch ein signifikantes Stück seiner gewohnten Freiheit. Wer künftig Anwendungen abseits verifizierter Quellen installieren möchte, muss einen aufwendigen Prozess durchlaufen. Dieser ist bewusst so gestaltet, dass er künstliche Dringlichkeit unterbindet und Nutzer zum Nachdenken zwingt. Ab August 2026 reicht ein einfacher Schalter in den Einstellungen nicht mehr aus. Nutzer müssen zuerst den Entwicklermodus aktivieren und bestätigen, dass sie nicht durch Dritte unter Druck gesetzt werden. Danach erzwingt das System einen kompletten Neustart des Smartphones. Dieser Schritt soll aktive Fernzugriffe oder Telefonate von Betrügern unterbrechen. Die größte Hürde folgt im Anschluss: Eine obligatorische Schutzwartezeit von 24 Stunden blockiert die Installation. Erst nach Ablauf dieser Frist kann der Anwender die Freischaltung per Biometrie oder PIN final bestätigen. Erst dann lassen sich Apps von nicht verifizierten Entwicklern für sieben Tage oder dauerhaft nutzen. Für bekannte Entwickler, die sich bei Google registrieren, bleibt das klassische Sideloading weitestgehend erhalten. Viele Anbieter aus der Open-Source-Szene lehnen diese Verifizierung jedoch bisher ab. Um Hobby-Bastler und Studenten nicht komplett auszusperren, bietet Google künftig spezielle Gratis-Konten an. Diese erlauben die Verteilung von Apps an bis zu 20 Geräte, ohne dass eine Ausweisprüfung oder Gebühren anfallen. Für größere Projekte ohne Google-Segen wird der Weg zum Nutzer jedoch deutlich steiniger. Warnhinweise bleiben auch nach der Freischaltung bei jeder Installation bestehen und müssen manuell quittiert werden. Die neuen Hürden dürften vor allem Gelegenheitsnutzer davon abhalten, Software am Play Store vorbei zu installieren. Google versucht hier den schwierigen Spagat zwischen Sicherheit und Offenheit, wobei das Pendel klar Richtung Kontrolle ausschlägt. Erfahrene Anwender werden die neuen Schritte zwar meistern, müssen aber die eintägige Wartezeit fest einplanen. Ob diese Maßnahmen den App-Wildwuchs effektiv eindämmen oder lediglich alternative Stores behindern, wird die Markteinführung im August zeigen. Quelle: Chip
von Patrick Rechl 20. März 2026
"Carrier-Billing" ist ein sper­riges Fremd­wort, doch was dahinter steckt, ist eigent­lich ganz einfach: In vielen Apps­tores, wie etwa Google Play, kann der Nutzer kosten­pflichtige Apps über seine Handy-Rech­nung bezahlen. Der Kauf­preis für die App wird dann mit der nächsten Mobil­funk-Rech­nung begli­chen (Post­paid) oder bei Prepaid-Nutzern vom aufge­ladenen Handy-Guthaben abge­zogen. Der Mobilfunk­anbieter sorgt dann dafür, dass das Geld beim Apps­tore-Betreiber ankommt. Das Verfahren ist vor allem für Handy-Besitzer inter­essant, die im Apps­tore ohne Kredit­karte und Paypal bezahlen wollen. Prin­zipiell gibt es die Option zum Bezahlen über die Mobil­funk-Rech­nung zum Beispiel bei Google Play, Micro­soft Store und Samsung Galaxy Apps. Mitt­lerweile ist Carrier Billing auch im Apple App Store möglich für Kunden der erhält­lichen Mobilfunk­marken im Telekom-, Voda­fone- und Telefónica-Netz. Im Einzel­fall kommt es also darauf an, bei welchem Dienst der Kunde über welches Mobil­funk-Netz bezahlen will - welcher Netz­betreiber die Bezahl­option in den häufig genutzten Apps­tores unter­stützt, sehen Sie in der nach­folgenden Über­sichts­tabelle. Hat ein Netz­betreiber keine Verein­barung mit dem Apps­tore-Betreiber geschlossen, so wird auch kein Carrier-Billing ange­boten. Dennoch ist es nicht zwin­gend notwendig, direkter Kunde bei einem Netz­betreiber zu sein, denn auch andere Marken (wie zum Beispiel einzelne Mobil­funk-Discounter) bieten diese Funk­tion je nach Netz an. Stellt der eigene Mobil­funk­anbieter Carrier-Billing als Zahlungs­methode für den genutzten Apps­tore zur Verfü­gung, so muss der Kunde keine weiteren Einstel­lungen vornehmen. Die Option zum Bezahlen über die Mobil­funk-Rech­nung erscheint dann nach der Auswahl einer App oder eines In-App-Gegen­stands zum Kauf. Beim ersten Aufruf bestä­tigt der Nutzer in der Regel die AGB seines Netz­betrei­bers zum mobilen Bezahlen. Das Direct Carrier Billing, bei dem die SIM-Karte als Iden­tifi­kati­onsme­dium dient, wird als Option zum Bezahlen über die Mobil­funk-Rech­nung jedoch nur dann ange­zeigt, wenn der Nutzer über das Mobil­funk-Netz surft - etwa per LTE oder 5G. Vom PC aus sowie beim mobilen Surfen im Internet per WLAN ist das Bezahlen per Mobil­funk-Rech­nung alter­nativ über ein SMS-TAN-Verfahren möglich. Aller­dings ist das Verfahren der mTAN in der Vergan­genheit immer wieder im Kontext des mobilen Online-Banking wegen spezi­fischer Risiken in die Kritik geraten. Und auch zahl­reiche Nutzer von Face­book - das selbst Carrier-Billing per SMS-Code für In-App-Käufe in Spielen unter­stützt - wurden bereits Opfer einer Abzock­masche mittels gefakter Face­book-Profile. Für Prepaid-Kunden gilt die beson­dere Einschrän­kung, dass sie nur so viel Geld per Carrier-Billing ausgeben können, wie sie zuvor an Guthaben auf ihr Mobil­funk-Konto aufge­laden haben. Ob die Bezahl­option im Post­paid- und Prepaid-Verfahren tatsäch­lich genutzt werden kann, ist zudem einer­seits abhängig vom verwen­deten Gerät (zum Beispiel, ob Premium­dienste unter­stützt werden), ande­rerseits aber auch vom Konto-Status sowohl beim Apps­tore- als auch beim Mobil­funk­anbieter. Hinzu kommen noch spezi­fische (teils tech­nische) Einschrän­kungen und Bedin­gungen der App­stores. Im Google Play Store ist das Bezahlen per Mobil­funk-Rech­nung beispiels­weise aus­schließ­lich über die Google-Play-Store-App und nicht via Web-Browser möglich. Nach der Regis­trie­rung für die direkte Mobilfunk­abrechnung (Direct Carrier Billing) beziehungs­weise nach einem App-Kauf über diese Zahlungs­methode, erhalten Sie womög­lich eine SMS mit dem Inhalt "DCB_ASSOCIATION" oder "DCB" - keine Sorge, dies ist ledig­lich eine Bestä­tigung. Für den Apple App Store ist wie bei allen Apple-Diensten die Anmel­dung mit der Apple-ID erfor­derlich. Unter Zahlungs­methode kann dann die Zahlungs­option Handy­rech­nung ausge­wählt werden, sowohl über die mobile App-Store-App oder iTunes-App für iPad und iPhone als auch via iTunes am Mac oder PC. In beiden Fällen wird zunächst über­prüft, ob der Netz­betreiber die Zahlungs­methode unter­stützt: Wird der Computer verwendet oder ein Handy, das nicht mit dem Mobil­funk­tarif verknüpft ist, muss die entspre­chende Mobil­funk­nummer ange­geben und veri­fiziert werden, und zwar durch die Eingabe eines per SMS zuge­sandten Einmal-Codes. Im Gegen­satz zu anderen Bezahl­methoden wie etwa PayPal, Kredit­karte oder Last­schrift muss der Nutzer für Carrier-Billing nicht extra seine Konto­daten hinter­legen. Es reicht aus, dass er im jewei­ligen Apps­tore ange­meldet ist, also beispiels­weise in Google Play mit seiner Google-ID. So kann es passieren, dass Nutzer zum Beispiel durch In-App-Käufe in kosten­losen Spielen uner­wartet hohe Kosten verur­sachen - gerade Kinder und Jugend­liche. Es kann also sinn­voll sein, das Bezahlen über die Handy-Rech­nung einzu­schränken. Dafür gibt es zwei Wege: Entweder direkt beim Mobilfunk­anbieter oder bei jedem Apps­tore einzeln. Seit der zuletzt 2021 novel­lierten Fassung des Tele­kommu­nika­tions­gesetzes (TKG) sind Mobil­funk­anbieter verpflichtet, auf Wunsch unent­gelt­lich eine Dritt­anbie­ter­sperre einzu­richten (ehemals § 45d Abs. 3 TKG, jetzt § 61 Abs. 2 TKG bzw. § 62 Abs. 5 TKG). Durch diese sind dann (falls gewollt) keinerlei Ab­rech­nungen mehr von anderen Diensten möglich, ob nun Apps­tores oder etwa Anbieter von Premium-SMS und WAP-Billing (mehr dazu im Abschnitt: Weitere Bezahl­methoden per Handy-Rech­nung). Eine gene­relle Sperre ist vor allem bei Kindern und Jugend­lichen - für deren Handy-Rech­nung in der Regel die Eltern aufkommen - sowie für tech­nisch weniger versierte Smart­phone-Nutzer sehr empfeh­lens­wert. Da unter Umständen mit einer Komplett-Sperre auch nütz­liche Dienste des Anbie­ters blockiert werden, bieten die einzelnen Mobil­funk­anbieter darüber hinaus auch verschie­dene Teil­sperren an, bei denen entweder eigene Dienste weiterhin zuge­lassen bleiben oder nach verschie­denen Kate­gorien gesperrt wird (häufig unter­teilt in die Bereiche Infor­mation/Unter­haltung, Tickets, Spenden, Kinder- und Jugend­schutz sowie Apps­tores/Soft­ware). Zumeist kann die gewünschte Sperre per Hotline, im Ausnah­mefall auch noch per Fax oder im Online-Kunden­center des eigenen Anbie­ters in Auftrag gegeben werden. Bestehende Abos muss der Kunde aller­dings nach wie vor direkt beim jewei­ligen Dritt­anbieter kündigen. In Bezug auf Abofallen unse­riöser Anbieter ist aller­dings höchst­wahr­schein­lich eben­falls der Mobil­funk­anbieter in der Pflicht, den Sach­verhalt zu bear­beiten. Es ist ebenso möglich, Carrier-Billing direkt im Smart­phone oder Tablet für einen konkreten Apps­tore zu sperren. Dafür müssen je nach Betriebs­system unterschied­liche Einstel­lungen vorge­nommen werden. Eine selek­tive Sperre durch eine PIN bietet sich zum Beispiel für ein Tablet an, das von mehreren Fami­lien­mitglie­dern genutzt wird. Für den Google Play Store kann der Android-Nutzer in der Google-Play-App unter Einstel­lungen - Authen­tifi­zierung - Authen­tifi­zierung für Käufe erfor­derlich (oder ähnlich) fest­legen, ob für das Tätigen von Käufen eine Authen­tifi­zierung nötig sein soll. Weiterhin kann hier gewählt werden, ob bei jedem In-App-Kauf oder nur alle 30 Minuten eine Authen­tifi­zierung erfor­derlich sein soll. Neben der Authen­tifi­zierung mithilfe des eigenen Google-Pass­worts ist auch eine Authen­tifi­zierung per Finger­abdruck oder Gesichts­erken­nung möglich, wenn das Gerät dafür ausge­legt ist. Die entspre­chende Fest­legung muss für jedes verwen­dete Google-Konto und auf jedem Gerät einzeln vorge­nommen werden. Um Einkäufe im Micro­soft Store einzu­schränken, können Eltern für alle Micro­soft-Konten spezi­fische Fami­lien­frei­gaben über die Webseite account.microsoft.com/family vornehmen - für Store-Einkäufe der Kinder kann ein bestimmtes Kosten­limit fest­gelegt werden. Es ist möglich, bestimmte Apps und Spiele zu blockieren und es gibt eine vorein­gestellte Alters­frei­gabe für Web-Inhalte. Wie bereits erwähnt, gibt es neben der Abrech­nung per Carrier-Billing noch zwei weitere Möglich­keiten, wie Nutzer verschie­dene Dienste über ihre Mobil­funk-Rech­nung bezahlen können, auch wenn diese Möglich­keiten kaum noch genutzt werden: WAP-Billing und Premium-SMS. Per WAP-Billing können App-Entwickler Entgelte aus In-App-Käufen direkt mit dem Mobil­funk­anbieter abrechnen - ohne Umweg über einen Apps­tore-Betreiber. Dazu wird nach dem Klick auf ein entspre­chendes Banner die Mobil­funk-Rufnummer (MSISDN) des Handy­nutzers per WAP-Proto­koll an den Netz­betreiber gemeldet. Die Kosten für den Einkauf werden dann vom Prepaid-Guthaben abge­zogen oder tauchen in der nächsten Handy-Rech­nung auf. Mit einer Premium-SMS können per Kurz­wahl verschie­dene Mehr­wert­dienste wie zum Beispiel Klin­geltöne bestellt oder SMS-Chats genutzt werden. Hinter einem solchen kosten­pflich­tigen Angebot kann sich aber beispiels­weise auch ein unfrei­williges Abon­nement verbergen, das die Mobil­funk-Rech­nung enorm in die Höhe treibt. Neben Carrier-Billing können also auch Premium-SMS und WAP-Billing zur Kosten­falle werden, wenn sich der Nutzer nicht bewusst ist, wie viel Geld er gerade ausgibt. Quelle: teltarif