Problemlösungen und Tipps für Ihr WLAN
Sicherungsmethoden für WLAN-Netzwerke
Sichern Sie Ihr Funknetzwerk ab und verhindern Sie, dass Unbefugte Daten aus Ihrem privaten Heimnetzwerk auslesen.
Die Art der Netzwerkverschlüsselung wird im sogenannten Access-Point, also Zugriffspunkt, eingerichtet.
Sofern für ein WLAN-Netzwerk ein Netzwerkschlüssel vergeben wurde, muss dieser Schlüssel in jedem Gerät eingetragen werden, welches per Funk auf das Netzwerk zugreifen soll. Zum Beispiel Ihr Smartphone, Ihre Spielkonsole, ein WLAN-fähiger Fernseher, DVD-Player oder ein Internetradio. In der Regel ist es nur einmal erforderlich, den Netzwerkschlüssel in jedem Gerät einzutragen. Danach wird die Verbindung mit diesem Netzwerk automatisch aufgebaut.
WPA, WPA2 und WPA3 sind die aktuell empfohlenen Verschlüsselungsprotokolle für WLAN-Verbindungen. WPA steht für Wi-Fi Protected Access. Falls unterstützt, verwenden Sie am besten WPA3, andernfalls WPA2.
Ihr Funknetzwerk ist bei Auslieferung bereits mit einem Namen gekennzeichnet. Meistens beinhaltet dieser Name den Typ der verwendeten Hardware. Je nach Reichweite Ihres Funknetzwerkes können auch Nachbarn oder Passanten dieses Netzwerk sehen.
Sie können in Ihrem Access-Point, also Ihrem Router, diesen Namen jederzeit über die Benutzeroberfläche ändern und auch verbergen. Wir empfehlen Ihnen, einen Namen ohne Bezug zu Ihrer Person oder Adresse zu verwenden.
Falls Sie den Namen verbergen, wird dieser nicht mehr angezeigt. Stellen Sie vorher sicher, dass Sie sich mindestens einmal mit jedem Gerät in Ihrem Heimnetzwerk mit dem Funknetzwerk verbunden haben. Falls Sie ein Gerät vergessen haben oder später hinzufügen möchten, ist es erforderlich, dass Sie das Gerät manuell verbinden. Alternativ können Sie den Netzwerknamen auch wieder auf sichtbar stellen, bis Sie die Einrichtung abgeschlossen haben.
Mein WLAN funktioniert nicht.
Starte den Router bitte einmal neu. Grundsätzlich ist WLAN kein Vertragsbestandteil, da WLAN von vielen äusseren Faktoren abhängig ist.
WLAN-Reichweite ist zu gering
In diesem Fall bietet sich ein sogenannter DLAN- oder Powerline-Adapter an. Dieser verbindet Ihre netzwerkfähigen Geräte schnell und sicher über die hausinterne Stromleitung. Mit diesem Adapter wird jede Steckdose in Ihrem Haushalt zum sicheren und schnellen Netzwerkanschluss, mit dem Sie Ihr Heimnetz erweitern können.
Alternativ können Sie einen Computer auch per LAN-Kabel an den Router anschließen. Lässt sich eine Kabelverlängerung nicht vermeiden, empfehlen wir Ihnen, ausschließlich das Netzwerkkabel, das Ihren Router mit dem Computer verbindet, zu verlängern. Achten Sie hier darauf, dass Sie für diese Verlängerung mindestens ein Cat-Kabel verwenden. Die genaue Bezeichnung ist: Ethernet Twisted-Pair-Kabel der Kategorie 6
Erklärung: Cat-Kabel. Die Bezeichnung Cat stellt eine Klassifizierung der Güteklasse von Netzwerkkabeln dar. Je höher die Güteklasse ist, umso geringer sind die Störeinflüsse. Damit steigt die Stabilität der Übertragungsgeschwindigkeit, Signalschwankungen werden vermieden.
Eine weitere Möglichkeit, die WLAN-Reichweite zu vergrößern, bietet ein WLAN-Repeater. Dieser vergrößert die Reichweite Ihres WLAN-Netzes und braucht lediglich eine freie Steckdose.
Was ist Wi-Fi 7?
Neueste Wi-Fi 7-Technologie für mehr Geräte und mehr Geschwindigkeit
- Schnelleres und stabileres WLAN: Smart-Home-Zentrale für DECT- und Zigbee-Geräte
- Deutlich höhere Datendurchsätze als mit bisherigen WLAN-Standards
- Weniger störanfällig – sendet auf mehreren Frequenzen parallel
- Geringere Latenzzeiten – besonders interessant für Gaming
Gut zu wissen: Um von allen Vorteilen zu profitieren, muss Dein WLAN-Gerät (z. B. Smartphone) Wi-Fi 7 unterstützen
Windows: WLAN-Verbindung herstellen
Unter Windows Vista, 7, 8 und 10 klicken Sie einfach unten rechts in der Taskleiste auf das WLAN-Symbol. Dort finden Sie alle verfügbaren WLAN-Netze in Ihrer Umgebung. Wählen Sie ein gewünschtes Netz aus, geben Sie das jeweilige Passwort ein und stellen Sie die Verbindung her.
- Alternativ können Sie die WLAN-Verbindung auch über die Systemsteuerung herstellen. In der Kategorie "Netzwerk und Internet" finden Sie das "Netzwerk- und Freigabecenter". Hier können Sie auch Probleme mit der WLAN-Verbindung lösen.
- Windows 11: Sie können in Windows direkt über das Schnellstartmenü (Systray) am unteren rechten Bildrand eine WLAN-Verbindung herstellen. Klicken Sie hierfür auf das Netzwerk-Symbol (oft ein stilisiertes Funksignal) in der Taskleiste.
- Es öffnet sich eine Liste aller in Reichweite befindlichen WLAN-Netze. Wählen Sie das gewünschte Netzwerk aus und geben Sie – wenn nötig – das Passwort ein. Die Verbindung wird sofort aufgebaut.
- Das Symbol-Menü wurde nach Windows 10 modernisiert, die Netzwerkübersicht ist optisch klarer gestaltet und erlaubt nun, WLAN durch einfachen Klick zu aktivieren oder zu deaktivieren. Auch Flugmodus und weitere Netzwerkeinstellungen sind hier direkt erreichbar.
- Alternativ erreichen Sie alle WLAN-Funktionen über die Einstellungen-App: Öffnen Sie die Einstellungen (z.B. mit der Tastenkombination Windows + I). Navigieren Sie zum Punkt Netzwerk und Internet. Dort finden Sie den Abschnitt WLAN. Hier können Sie WLAN aktivieren und deaktivieren.
- Sie können ein verfügbares Netzwerk auswählen und verbinden, bekannte Netzwerke verwalten (Profile entfernen/speichern) und erweiterte Optionen wie „Automatisch verbinden“ oder Netzwerkeigenschaften anpassen. Neu ist, dass viele Einstellungen übersichtlich gegliedert und verständlicher bezeichnet sind. Oft finden Sie auch Schnellzugriffe für Gerätefreigabe oder Netzwerkdiagnose in diesem Menü.
- Neue Icons und Menüpunkte: Das WLAN-Symbol (Systray): ändert sich je nach Verbindungstatus. Volle Signalbalken bedeutet "Verbunden mit stabilem Signal" und teilweise gefüllte Balken bedeuten, dass das Signal schwächer ist. Erscheint das Globus-Symbol zeigt es an, dass "Kein Internetzugang" vorhanden ist.
- Nutzen Sie die Menüpunkte im Schnellstartmenü wie WLAN (direkter Zugriff zum Aktivieren/Deaktivieren und Auswahl der verfügbaren Netze), Flugzeugmodus (alle Funkverbindungen lassen sich mit einem Klick abschalten) und "Netzwerkeinstellungen" (schneller Wechsel zur Einstellungen-App für erweiterte Konfigurationen).
- In der Einstellungen-App gibt es die Möglichkeit, alle bekannten Netzwerke einzusehen und gezielt zu löschen (Menüpunkt „Bekannte Netzwerke verwalten“). Durch diese Neuerungen wird die Netzwerkkonfiguration verständlicher und zugänglicher gestaltet. Die Icons passen sich dynamisch an den Status der Verbindung an und helfen dadurch, Fehlerzustände oder eine erfolgreiche Verbindung auf einen Blick zu erkennen.
WLAN-Geräte priorisieren
Du kannst das WLAN-Netzwerk so einstellen, dass bestimmte Geräte mehr vom Kuchen abbekommen. Wenn du im Homeoffice beispielsweise einen bestimmten Laptop benutzt, der für berufliche Videokonferenzen und ähnliches immer eine stabile drahtlose Internetverbindung benötigt, lässt du dieses Gerät bevorzugen.
Wir erklären dir am Beispiel einer Fritzbox, wo du die Priorisierung von WLAN-Geräten in den WLAN-Einstellungen findest:
- Melde dich über einen Webbrowser im Fritzbox-Menü an.
- Wähle „Internet“ aus.
- Klicke auf „Filter“.
- Wähle „Priorisierung“ aus.
Jetzt solltest du diese drei Kategorien sehen:
- Echtzeitanwendungen
- Priorisierte Anwendungen
- Hintergrundanwendungen
Echtzeitanwendungen haben die höchste Priorität. Geräte, die in diese Kategorie fallen, erhalten daher immer eine höhere Internetbandbreite, wenn es zu Engpässen kommt. Priorisierte Anwendungen liegen im mittleren Bereich und Hintergrundanwendungen haben die niedrigste Priorität.
Wenn du der Priorisierungs-Kategorie „Echtzeitanwendungen“ ein Gerät hinzufügen willst, gehe folgendermaßen vor:
- Klicke auf „Neue Regel“.
- Wähle in der Liste der Netzwerkgeräte das gewünschte Gerät, etwa deinen Laptop.
- Wähle in der Liste der Netzwerkanwendungen „Alle“ aus.
- Klicke auf „Übernehmen“, um die Priorisierungsregel zu speichern.
Freien Router-Kanal wählen
Viele wissen nicht, dass sie den Standardkanal wechseln können, auf dem der Router sendet. Vor allem in Mehrfamilienhäusern senden meist mehrere Router auf demselben Kanal. Mit einem Programm wie Homedale findest du heraus, welche Kanäle die Router in der Umgebung verwenden. Anschließend wählst du in den WLAN-Router-Einstellungen einen freien Kanal aus:
- Öffne einen Webbrowser.
- Gib „192.168.1.1“ in die Adresszeile ein und drücke Enter.
- Melde dich im Router-Menü an.
- Navigiere zu den WLAN- oder Drahtlos-Einstellungen.
- Finde den Bereich „Kanal“.
- Wähle den gewünschten Kanal aus.
- Speichere die neue Router-Einstellung.
- Starte den Router neu.
WLAN manuell auf 5 oder 6 GHz umstellen
Wenn Ihr Router mehrere Frequenzbänder unterstützt, bietet die manuelle Umstellung auf 5 oder sogar 6 GHz die Möglichkeit, die Leistung Ihres WLANs zu optimieren. Gewöhnlich sind 5-GHz-Bänder weniger überfüllt als das häufig genutzte 2,4-GHz-Band, was zu einer verbesserten Geschwindigkeit und Stabilität führt. Einige moderne Geräte bevorzugen automatisch das 5-GHz-Band, wenn ein unterschiedlicher Netzwerkname verwendet wird. Dieser Ansatz ermöglicht es, dass diese Geräte die höhere Bandbreite nutzen und somit von einer zuverlässigene Verbindung profitieren. Das Hinzufügen des 6-GHz-Bands (sofern unterstützt) kann eine zusätzliche Option sein, um die Netzwerkleistung zu steigern, besonders wenn viele andere drahtlose Netzwerke in der Umgebung das 5-GHz-Band beanspruchen. Beachten Sie jedoch, dass nicht alle Geräte das 6-GHz-Band unterstützen. Daher ist es ratsam, die individuellen Anforderungen der verwendeten Geräte zu berücksichtigen und die Netzwerkeinstellungen entsprechend anzupassen.
Ursachen für schlechtes WLAN
Ihre Internetleitung bietet schnelles Internet, doch Ihr WLAN kann nicht mithalten. Woran liegt das? Die Ursachen, dass Ihr WLAN zu langsam ist, können ganz unterschiedlich sein:
- Ihr WLAN-Router ist ungünstig platziert, sodass die Signale gar nicht bis zu den Endgeräten kommen können.
- Dicke Wände mit viel Metall im Inneren schwächen die WLAN-Geschwindigkeit.
- Sie haben zu viele Störquellen in der Nähe Ihres Routers, die ebenfalls Funksignale aussenden oder Funksignale absorbieren.
- Die Antennen sind falsch ausgerichtet, weshalb Sie nur einen Bruchteil des Internetempfangs generieren können.
- Die Reichweite des WLAN-Signals ist zu gering für Ihre Anforderungen und müsste verlängert werden. Dies ist besonders bei großen Wohnungen oder Häusern der Fall.
- Ihr WLAN-Router sendet seine Signale auf einer Frequenz, die auch von anderen Netzwerken genutzt werden, zum Beispiel von Ihren Nachbarn.
- Es befinden sich zu viele Endgeräte (auch Smartphones) in Ihrem Heim-Netzwerk, die ständig im WLAN sind.
- Sie haben einen veralteten Router, der nicht mehr in der Lage ist, die nötige Internetleistung zu bringen.
- Sie bekommen einen Router von Ihrem Internet- oder Telefon-Provider gestellt, der nicht zu Ihren individuellen Voraussetzungen (Schnelligkeit Ihres Internets oder bauliche Gegebenheiten) passt.
- Ihr Router besitzt nicht das neueste Software-Update oder hat eine technische Störung.
Viele dieser Ursachen können Sie schnell und unkompliziert beheben. Machen Sie sich in einem ersten Schritt daran, mit wachsamem Blick durch Ihre Wohnung zu gehen: Möglicherweise können Sie Ihrem Router helfen, indem Sie Störquellen entfernen.
