Disney+: Der Streaming-Dienst von Disney
Im deutschsprachigen Raum sowie in Großbritannien, Irland, Frankreich, Spanien und Italien hat Disney+ sein Streaming-Angebot am 24. März 2020 - früher als ursprünglich geplant - gestartet. Mittlerweile ist Disney+ nicht nur in vielen europäischen Ländern verfügbar, sondern auch in Ländern Nordamerikas, Lateinamerikas und im Asien-Pazifik-Raum. Weitere Länder sollen folgen. In den USA startete der Dienst bereits am 12. November 2019. Mit fast 29 Millionen Kunden zu Beginn der ersten Februarwoche wurden alle Erwartungen des Managements übertroffen.
Disney+ stellt seit November 2023 drei Abo-Varianten zur Verfügung. Für 5,99 Euro im Monat erhalten Abonnenten Zugriff auf das Standard-Abo (mit Werbung), das eine Vielzahl von Disney-Inhalten bringt. Für 9,99 Euro im Monat oder 99,90 Euro im Jahr - was einen rechnerisch günstigeren Preis von 8,33 Euro (gerundet) pro Monat ergibt, erhalten Sie das Standard-Abo ganz ohne Werbung. Nur das Premium-Abo hebt sich mit seiner 4K-UHD-Bildqualität von dem Standard-Abo ab und ist ab 13,99 Euro im Monat oder 139,90 Euro im Jahr zu haben. Beworben werden insbesondere die Kernmarken Disney, Pixar, Marvel, Star Wars und National Geographic sowie sogenannte "Disney+ Originals". Im Februar 2021 wurde das Angebot von Disney+ um die Rubrik Star erweitert. Diese Rubrik umfasst unter anderem Titel von 20th Century Studios, Disney Television Studios und 20th Television. Alle Filme und Serien können mit dem werbefreien Standard- und dem Premium-Abo auch unbegrenzt auf bis zu zehn Endgeräten und bis zu sieben verschiedenen Profilen heruntergeladen werden. Zu beachten ist hierbei, dass bestimmte Downloads unter Umständen nur für eine begrenzte Zeit auf dem Endgerät gespeichert werden und dass einige Titel nicht zum Herunterladen verfügbar sind. Durch einen Wechsel in den Standard-Tarif mit Werbung oder durch Ausloggen aus dem Account werden die Heruntergeladene Inhalte gelöscht.
Entsprechende Endgeräte vorausgesetzt, sollen ausgewählte Inhalte in 4K-Qualität gestreamt werden können. Dabei soll es möglich sein, vier verschiedene Serien oder Filme auf vier (Premium) oder zwei (werbefrei Standard) verschiedenen Endgeräten ohne Werbeunterbrechungen zu schauen. Hierfür kommen alle bekannten internetfähigen Mobilgeräte, Fernseher, Smart-TVs und Spielkonsolen infrage. Darüber hinaus können mit SharePlay virtuelle Filmabende mit bis zu 32 Teilnehmern bzw. vier Profilen desselben Kontos organisiert werden, um gemeinsam mit Freunden und Familie jeden beliebigen Titel auf Disney+ anzusehen. Voraussetzung dafür ist die Verwendung von FaceTime, dementsprechend ist die Funktion auf Apple-Geräte mit aktueller Disney+-App beschränkt, GroupWatch wurde eingestellt. Ebenfalls erhalten Abonnenten personalisierte Empfehlungen, können bis zu sieben personalisierte Profile anlegen und Eltern ist es möglich, ihren Kindern eigene Kinder-Profil zu erstellen, die einfach zu bedienen sind und kindgerechte Inhalte bieten sollen.
Zunächst sah es so aus, als würde Disney - anders als bei allen anderen Wettbewerbern üblich - keine Inhalte aus lizenzrechtlichen Gründen nach einiger Zeit löschen. Kurz nach dem Star des Dienstes 2020 wurde aber bestätigt, dass Disney doch eigene Inhalte entfernt wie beispielsweise einige Klassiker und Produktionen des Studios 20th Century Fox. Darüber hinaus bot Disney+ die Möglichkeit, Filme schon vor dem regulären Erscheinen zu schauen. Was zunächst sehr praktisch und vorteilhaft klang, konnte ganz schnell zu einer Kostenfalle werden. Denn mit einem einmaligen Preis von 21,99 Euro war der Zugang schon teurer als ein regulärer Kinobesuch für eine Person. Außerdem ließ sich dieser VIP-Zugang mit nur wenigen Klicks abschließen und sorgte vor allem bei Familien mit Kindern dafür, dass unter anderem ungewollt hohe Kosten entstehen konnten. Ob der VIP-Zugang nochmals angeboten werden wird, bleibt abzuwarten.
Preisstand: Mai 2025 in Euro
Quelle: teltarif
