Amazon Prime Video: Streaming und Live-TV

Prime Video, der seit 2006 in den USA verfüg­bare Video-on-Demand-Dienst von Amazon, fand 2014 auch seinen Weg nach Deutsch­land.


Das als Amazon Prime Video vermark­tete Angebot steht Amazon Prime-Kunden ohne Zusatz­kosten zur Verfü­gung. Die vormals verfüg­bare, von einem Prime-Abo unab­hängige Stand-Alone-Vari­ante, wird nicht mehr ange­boten. Amazon Prime Video ist somit inzwi­schen untrennbar in das Amazon-Prime-Abon­nement inte­griert.

Wer über ein Amazon-Prime-Abo verfügt, kann grund­sätz­lich auf das gesamte Strea­ming-Angebot des Anbie­ters zugreifen. Aller­dings sind nicht alle Inhalte kosten­frei. Einige Filme und Serien müssen Nutzer kaufen oder ausleihen, um sie anschauen zu können, da sie nicht im Prime-Angebot enthalten sind.

Wer jedoch nur selten und verein­zelt Video-Strea­ming nutzt, kann bei Bedarf ganz unab­hängig von einem Abo einzelne Filme bzw. Folgen einer Serie erwerben. Eine weitere Option ist der soge­nannte Staffel-Pass, durch den die gesamte Staffel einer Serie gekauft werden kann. Noch nicht erschie­nene Folgen der gekauften Staffel stehen dann nach ihrer Veröf­fent­lichung auto­matisch zur Verfü­gung.


Viele Pendler streamen inzwi­schen unter­wegs Serien und Filme auf ihr Smart­phone bzw. Tablet. Der hohe Daten­verbrauch als uner­wünschter Neben­effekt der mobilen Nutzung kann mit der Down­load-Funk­tion der mobilen Prime-Video-App umgangen werden. Es können sogar ganze Staf­feln einer Serie mit einem Klick herun­terge­laden werden. Wer sich nicht im Voraus auf bestimmte Inhalte fest­legen will, kann unter Einstel­lungen > Strea­ming und Down­load die Bitrate und somit den Daten­verbrauch senken. Eine Stunde Video­mate­rial kann somit zwischen 500 MB und 1,4 GB Spei­cher­platz belegen.

Eine weitere nütz­liche Funk­tion für die mobile Nutzung ist die Picture-in-Picture-Funk­tion, durch die der gestreamte Video­inhalt verklei­nert in einer der Display­ecken darge­stellt wird, während man nebenbei andere Anwen­dungen, wie beispiels­weise eine Navi­gations-App nutzen kann.


Ein Allein­stel­lungs­merkmal von Amazon Prime Video ist die Möglich­keit, soge­nannte Prime Video Chan­nels hinzu­zubu­chen. Dabei handelt es sich in der Regel um Pay-TV-Sender, die live gestreamt werden können. Amazon versucht dadurch VoD und lineares Fern­sehen aus einer Hand anzu­bieten. Das Manko: Das Abon­nieren von Sendern setzt eine bestehende Amazon-Prime-Mitglied­schaft voraus. Auch wenn man also nur an den Live­streams bestimmter Sender und nicht an den VoD-Inhalten inter­essiert ist, ist man genö­tigt, auch letz­tere zu bezahlen.


Neben bekannten Pay-TV-Sendern wie Geo Tele­vision, RTL Crime, RTL Living, MTV+ und dem Sony Channel, berei­chern vor allem die exklu­siven Cham­pions-League Über­tra­gungen für die Saison 2024/25 den Dienst Amazon Prime.


Im Gegen­satz zu Konkur­renten wie Netflix bietet Prime Video bei Auslands­aufent­halten nicht das Strea­ming-Angebot des Aufent­halts­staates, sondern das des Heimat­landes an. Das volle "Heimat­angebot" darf man aber hier auch nicht erwarten, viel­mehr handelt es sich um ein aus lizenz­recht­lichen Gründen abge­specktes Angebot.


Amazon Prime – und folg­lich auch Amazon Prime Video – gibt es als Jahres- oder Monatsabo. Wer sich für die unfle­xiblere Jahres­vari­ante entscheidet, spart dabei jähr­lich knapp 18 Euro. Für Gele­genheits­nutzer kann das Monatsabo dennoch eine gute Wahl darstellen.


Unab­hängig von der gewählten Lauf­zeit wird die Mitglied­schaft prin­zipiell so lange auto­matisch verlän­gert, bis der Kunde aktiv kündigt. Die Kündi­gung kann dabei ganz einfach per Klick in den Konto­einstel­lungen vorge­nommen werden, die Frist beträgt 14 Tage.


Weiterhin kann in den Konto­einstel­lungen einge­stellt werden, dass drei Tage vor der nächsten auto­mati­schen Verlän­gerung eine Erin­nerung per E-Mail an den Kunden gesendet wird.


Neukunden können Amazon Prime bzw. Amazon Prime (Video) 30 Tage lang kostenlos testen. Zu beachten ist jedoch, dass die Test­phase auto­matisch in ein regu­läres Abo über­geht, wenn eine Kündi­gung vor Ende der Test­tage ausbleibt. Dies erklärt auch, warum eine Zahlungs­methode ange­geben werden muss.


Auch ehema­lige Kunden können unter Umständen im Rahmen von Kunden­rück­gewin­nungs­aktionen in den Genuss einer kosten­losen Test­phase kommen. Im Gegen­satz zu Neukunden muss dieser Nutzer­kreis jedoch darauf hoffen, explizit von Amazon dazu einge­laden zu werden. Ehema­lige Kunden berichten davon, ca. einmal im Jahr eine entspre­chende Einla­dung zu erhalten.


Für Studenten gelten Sonder­kondi­tionen. Die ersten sechs Monate sind dabei gänz­lich kostenlos. Danach beträgt der Monats­bei­trag 4,49 Euro statt den sonst anfal­lenden 8,99 Euro im Monat. Zur Bestä­tigung der Studen­tenei­genschaft muss dafür eine E-Mail-Adresse mit der Domain der jewei­ligen Univer­sität oder Hoch­schule ange­geben werden, auf die dann ein entspre­chender Bestä­tigungs­link gesendet wird. Alter­nativ kann eine aktu­elle Imma­triku­lati­onsbe­schei­nigung hoch­geladen werden. Die Vergüns­tigungen können maximal vier Jahre genutzt werden. Endet das Studium bzw. die Ausbil­dung, wird ebenso die Mitglied­schaft beendet - auch wenn der Dienst weniger als vier Jahre genutzt wurde.


Quelle: teltarif

Preisstand in Euro: Oktober 2024