Android 18: Google zieht bei neugierigen Apps die Notbremse
Unter Android 18 wird Google den Datenschutz im Adressbuch deutlich verbessern. Derzeit können Apps, selbst wenn sie nur einen Kontakt verwalten müssen, auf sämtliche Einträge des Telefonbuchs zugreifen. Schadsoftware ist dadurch dazu in der Lage, Änderungen an den Einträgen vorzunehmen, ohne dass es der Nutzer bemerkt. Zwar fordert das Google-Betriebssystem Sie einmalig dazu auf, die entsprechende Berechtigung zu bewilligen, allerdings ist diese Maßnahme schnell unbedacht durchgeführt. Der Suchmaschinenkonzern streicht künftig die betreffende Berechtigung und führt stattdessen sicherere Zugriffsoptionen für den Anwender ein.
Googles mobiles Betriebssystem erlaubt Ihnen den unkomplizierten Austausch zahlreicher Systemkomponenten. So können Sie auch alternative Adressbücher oder
Telefonie-Apps einrichten. Dass diese Anwendungen eine Berechtigung zur Verwaltung von Kontakteinträgen benötigen, ist selbsterklärend. Allerdings fordern auch manchmal andere Programme diesen Zugriff ein. Selbst wenn die entsprechende App nur einen einzigen Kontakt verändern muss, hat sie mit dieser Berechtigung die Möglichkeit, alle Kontakte zu manipulieren. Eine kritische Schwachstelle, falls unbedacht Schadsoftware installiert und die Berechtigung bewilligt wurde.
Deshalb schmeißt Google in Android 18 (Mishaal Rahman via
Android Police) diese Befugnis über Bord. Im Android-Entwicklerblog ist zu lesen, dass die nächste Version des mobilen Betriebssystems die Berechtigung WRITE_CONTACTS unwirksam macht. Überdies wird es einen standardisierten Kontakteditor geben. Möchte eine App einen Kontakt erstellen, ploppt dieser auf und Sie können die Daten, welche das Entwicklerstudio speichern möchte, überprüfen. Ist kein neuer Kontakt erwünscht, lassen sich die Informationen auch in einem bestehenden Eintrag übernehmen.
Ohne eine Verwaltung sämtlicher Kontakte funktionieren die eingangs erwähnten Programme wie Adressbücher und Telefonie-Apps nicht. Deshalb führt Google als sicherere Alternative die Berechtigung MANAGE_CONTACTS ein. Anstatt über ein Pop-up-Fenster einer App den Zugriff auf diese Berechtigung zu erlauben, muss dieser in den Einstellungen bewilligt werden. Diese Prozedur eliminiert die Gefahr, im Eifer des Gefechtes der Anfrage zuzustimmen. Google will diese Befugnis bereits in Android 17 QPR2 einführen. Außerdem müssen Entwickler, deren Apps auf MANAGE_CONTACTS zugreifen wollen, ab Android 18 eine Begründung abgeben.
Quelle: teltarif


