Neue Google-Play-Abos: Bezahlen nach Nutzung statt Festpreis
Google erweitert die Möglichkeiten für Abonnements im Play Store. Eine der wichtigsten Neuerungen ist das sogenannte Usage-Based-Billing. Damit können Entwickler Dienste anbieten, deren Kosten von der tatsächlichen Nutzung abhängen. Nach Angaben im Android Developers Blog von Google richtet sich das Modell insbesondere an Anwendungen mit variablen Rechenkosten, etwa Dienste mit generativer Künstlicher Intelligenz.
Beim Usage-Based-Billing handelt es sich um ein vorausbezahltes, nutzungsabhängiges Abrechnungsmodell. Nutzer verfügen über ein Guthaben, das automatisch wieder aufgeladen werden kann, sobald es unter einen zuvor festgelegten Schwellenwert fällt. Ein ähnliches Prinzip ist aus dem Mobilfunk bekannt: Auch bei Prepaid-Tarifen werden Leistungen aus einem zuvor aufgeladenen Guthaben bezahlt. Dadurch sollen auch Dienste abgerechnet werden können, für die ein klassisches Abonnement mit einem festen monatlichen Umfang weniger geeignet ist.
Neu ist außerdem die Möglichkeit, mehrere Abonnements in einer Transaktion zu kaufen. Diese sogenannten Multi-Quantity-Subscriptions können anschließend einzelnen Mitarbeitern, Teammitgliedern oder Schülern zugewiesen werden. Google sieht dafür unter anderem Einsatzmöglichkeiten bei Produktivitäts-, Bildungs- und KI-Anwendungen.
Mit Mixed Carts sollen Entwickler darüber hinaus automatisch verlängernde Abonnements und einmalig gekaufte Produkte gemeinsam in einem Bezahlvorgang anbieten können. So lässt sich beispielsweise ein Basis-Abo zusammen mit zusätzlichem Guthaben oder anderen In-App-Produkten verkaufen.
Eine weitere Funktion ist das Cross-Developer-Bundling. Dabei können zwei oder mehr Abonnements zu einem gemeinsamen Paket verbunden werden. Als Beispiel nennt Google die Kombination einer Sprachlern-App mit einem Premium-Abo für einen Reiseführer.
Wie 9to5Google berichtet, richten sich die neuen Möglichkeiten unter anderem an Anbieter von KI-Apps und anderen nutzungsabhängigen Diensten. Google zufolge sind viele der vorgestellten Funktionen bereits verfügbar oder werden im Rahmen eines Early-Access-Programms mit ausgewählten Partnern getestet. Ein allgemeiner Starttermin für alle Entwickler wurde nicht genannt.
Quelle: teltarif


