Neues Design für WhatsApp: Beliebter Messenger testet mitlaufende Menüleiste

Der Messenger-Dienst WhatsApp testet eine dynamische Benutzeroberfläche für Android-Geräte. Beim Scrollen durch Nachrichten passt sich das Menü flexibel an.


WhatsApp plant, die Benutzeroberfläche unter Android optisch zu überarbeiten. Die Navigationsleiste am unteren Bildschirmrand passt sich künftig dynamisch an das Scrollverhalten an.


Beim Herunterrollen durch die Chatliste verkleinert sich das Menü zu einer kompakten Schaltfläche, während ein Hochrollen die ursprüngliche Breite wiederherstellt. Wie das Fachportal „WABetaInfo“ berichtet, orientiert sich dieses Design an der Bedienung bei Instagram.


Neben dem Design-Update stehen weitere technische Veränderungen bei dem Nachrichtendienst an. Für iOS-Geräte entwickelt das Team eine Funktion zum zeitversetzten Versenden von Nachrichten sowie einen integrierten Webbrowser.


Auf Android-Systemen testet das Unternehmen zudem neue Optionen zur automatischen Anruffilterung. Laut „WABetaInfo“ können Unbekannte künftig nach dem Grund ihres Anrufs gefragt werden, woraufhin die Anwendung eine schriftliche Zusammenfassung der Antwort erstellt.


Zusätzlich ergänzt der Messenger eine neue Sortierfunktion direkt in der Hauptübersicht der Unterhaltungen. Ein spezieller Filter hebt direkte Erwähnungen und Antworten in persönlichen Gesprächen sowie Gruppen hervor. „WABetaInfo“ weist darauf hin, dass sich sämtliche Anpassungen derzeit noch in der Testphase befinden und erst schrittweise für alle Nutzer freigeschaltet werden.


Neben neuen Funktionen zur Anruffilterung arbeitet WhatsApp auch an einem besseren Schutz der Nutzerkonten. Dabei können Anwender schon heute einige Sicherheitsfunktionen aktivieren, ohne auf kommende Updates warten zu müssen, berichtet die Meta-Support-Webseite.


Diese Einstellungen können WhatsApp-Nutzer überprüfen:


  • Verifizierung in zwei Schritten aktivieren: Unter „Einstellungen“, „Konto“ und „Verifizierung in zwei Schritten“ lässt sich eine zusätzliche PIN einrichten. Eine hinterlegte E-Mail-Adresse kann beim Zurücksetzen helfen.
  • Passkeys einrichten: Damit können sich Nutzer beispielsweise per Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Gerätesperre anmelden, statt einen SMS-Code einzugeben.
  • Unbekannte Anrufer stummschalten: Unter „Datenschutz“ und „Anrufe“ lässt sich verhindern, dass Anrufe von unbekannten Nummern das Smartphone klingeln lassen. Sie erscheinen weiterhin in der Anrufliste.
  • Verknüpfte Geräte kontrollieren: In den Einstellungen unter „Verknüpfte Geräte“ sollten Nutzer regelmäßig prüfen, ob
    dort unbekannte Computer oder Smartphones auftauchen. Nicht mehr benötigte Verbindungen lassen sich abmelden.

Besonders wichtig ist die Verifizierung in zwei Schritten. Sie erschwert es Kriminellen, ein Konto zu übernehmen, selbst wenn sie bereits an den SMS-Bestätigungscode gelangt sind.


Quelle: Chip


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