WhatsApp: So schützen Sie sich vor Betrug
Der "Enkeltrick":
Betrüger schreiben oft Nachrichten wie: „Hallo Mama, mein Handy ist kaputt, das ist meine neue Nummer. Kannst du mir kurz aushelfen? Ich muss dringend eine Rechnung bezahlen.“
So reagieren Sie richtig:
- Ruhe bewahren: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
- Die alte Nummer anrufen: Versuchen Sie, die Person unter der Ihnen bekannten, „alten“ Nummer anzurufen. Geht dort niemand ran? Dann rufen Sie andere Familienmitglieder an, um nachzufragen.
- Niemals Geld überweisen: Überweisen Sie niemals Geld aufgrund einer Nachricht von einer unbekannten Nummer – egal, wie dringend es klingt.
Gefährliche Links: Klicken Sie nicht voreilig
Oft erhalten Nutzer Nachrichten mit Links (Internetadressen), die zu tollen Angeboten oder wichtigen Paket-Informationen führen sollen.
Woran Sie Betrug erkennen:
- Dringlichkeit: Die Nachricht behauptet, Sie müssten sofort handeln, sonst wird ein Konto gesperrt oder ein Paket zurückgeschickt.
- Komische Adressen: Die Links sehen oft fast echt aus, haben aber kleine Fehler (z. B. voda-fone.de statt vodafone.de).
- Gewinnversprechen: „Sie haben ein iPhone gewonnen! Klicken Sie hier, um die Adresse einzugeben.“
Mein Rat:
Klicken Sie niemals auf Links von Personen, die Sie nicht kennen. Selbst wenn die Nachricht von einem Freund kommt, fragen Sie kurz nach: „Hast du mir das gerade wirklich geschickt?“ – oft wurden deren Konten nämlich gehackt.
Der Code-Trick: Geben Sie niemals Zahlen weiter
Dies ist eine besonders fiese Masche, um Ihr WhatsApp-Konto zu stehlen. Ein Betrüger versucht, sich mit Ihrer Nummer bei WhatsApp anzumelden. WhatsApp schickt Ihnen daraufhin einen 6-stelligen Code per SMS.
Die Falle:
Der Betrüger schreibt Ihnen (oft unter dem Namen eines Freundes): „Hey, ich habe versehentlich meine SMS an dich geschickt. Kannst du mir den 6-stelligen Code kurz sagen?“
Die goldene Regel:
Geben Sie diesen Code niemals an jemanden weiter. Wer diesen Code hat, kann Ihr WhatsApp-Konto auf seinem Handy eröffnen und in Ihrem Namen Nachrichten an Ihre Kontakte schreiben.
Falsche Gewinnspiele & Gutscheine
„Aldi verschenkt 500€ Gutscheine zum Jubiläum!“ – solche Nachrichten verbreiten sich wie Lauffeuer.
Das Problem:
Hinter diesen Nachrichten stecken keine Geschenke, sondern Datensammler. Wenn Sie Ihre Daten dort eingeben, erhalten Sie in Zukunft massenweise Werbeanrufe oder sogar gefälschte Rechnungen.
So prüfen Sie das:
Große Firmen verschenken selten einfach so hohe Beträge über WhatsApp. Schauen Sie im Zweifel auf der offiziellen Internetseite der Firma nach oder fragen Sie mich.
DHL & Paketdienste: Vorsicht bei „Zollgebühren“ oder „Adressfehlern“
Viele Senioren bestellen gerne online oder erwarten Pakete von Verwandten. Betrüger nutzen das aus, indem sie sich als DHL, Hermes oder andere Paketdienste ausgeben.
Die Masche:
Sie erhalten eine WhatsApp-Nachricht oder eine SMS, in der steht, dass Ihr Paket nicht zugestellt werden konnte. Oft wird behauptet, es fehle eine Hausnummer oder Sie müssten eine kleine Gebühr (z. B. 1,99 Euro Zoll) bezahlen, damit das Paket freigegeben wird.
Daran erkennen Sie den Betrug:
- Zahlungsaufforderung: Echte Paketdienste fordern Sie niemals per WhatsApp zur Zahlung von Gebühren auf. Solche Kosten werden entweder direkt beim Kauf oder an der Haustür beim Postboten beglichen.
- Verdächtige Links: In der Nachricht ist ein Link enthalten, der Sie auf eine Webseite führt, die zwar wie DHL aussieht, aber in der Adresszeile Ihres Browsers ganz anders heißt.
- Abfrage von Kreditkartendaten: Wenn Sie auf einer Seite Ihre Kreditkartennummer oder Bankdaten eingeben sollen, um eine kleine Gebühr zu bezahlen, brechen Sie sofort ab.
So verhalten Sie sich richtig:
Klicken Sie nicht auf den Link. Wenn Sie wirklich ein Paket erwarten, nutzen Sie die offizielle Webseite des Paketdienstes oder die App, um die Sendungsnummer einzugeben, die Sie bei Ihrer Bestellung erhalten haben.
