Hitze-Koller vermeiden: Der Router muss an die frische Luft

Auch wenn die Geräte ansehn­licher geworden sind: Viele verbannen Router lieber aus dem Blickfeld, stecken sie etwa in einen Schrank. Verständ­lich, aber gerade bei hohen Tempe­raturen nicht sinnvoll.


Router sind auch nur Computer - und die mögen allzu große Hitze nicht. Erwärmt sich ihr Prozessor zu stark, schalten sich die Geräte ab, nichts geht mehr. Und schon bevor es so weit kommt, kann es bei vielen Funktionen bis hin zum essen­ziellen WLAN zu Störungen und Ausfällen kommen. Oder man wird vielleicht von nervigen Neustarts überrascht.


Router frei aufstellen

Um das zu verhindern, rät etwa Fritz!, oft besser bekannt unter AVM, der Hersteller der verbrei­teten Fritz!Box-Router, die Geräte möglichst frei aufzu­stellen und dabei Folgendes zu beachten:


  • Router nicht in einen Schrank stecken und nicht in Gehäuse oder Verschläge einbauen.
  • Darauf achten, dass die Lüftungs­schlitze frei sind.
  • Router und Netzteil keiner direkten Sonnen­einstrah­lung aussetzen.
  • Router nicht direkt neben Geräte platzieren, die ebenfalls Wärme produzieren.
  • Router nicht auf Teppiche oder gepolsterte Möbelstücke stellen.


Wer sich dafür inter­essiert, welche Tempe­raturen in einer Fritzbox herrschen, kann einfach über den Browser mit der Adresse http://fritz.box (oder http://192.168.178.1) das Einstel­lungs­menü aufrufen und dann unter "System/Ener­giemo­nitor/Statistik/CPU-Temperatur" nachschauen.


Dort zeigt ein Diagramm den Verlauf der Tempe­ratur­entwick­lung des Haupt­prozes­sors (CPU) in den letzten 24 Stunden. Mit einer Linie rot markiert ist der Wert von 120 Grad. Das ist aber die absolute Obergrenze, Störungen und Funk­tions­ausfälle kann es schon viel früher geben.


Putzen und kühlen - Neustart ist nicht nachhaltig


Grund­sätz­lich lohnt es sich auch, den Router und seine Umgebung sauber zu halten, damit sich erst gar keine größeren Mengen Staub im Inneren sammeln können. Denn auch dies kann zur Überhitzung führen.


Hat man gerade keine Zeit oder keine Möglichkeit, dem Router eine Abkühlpause zu gönnen oder einen besseren Standort zu suchen, kann das Gerät auch von außen gekühlt werden, etwa mit einem Ventilator oder einem Notebook-Kühler.


Denn zu heiß bleibt zu heiß: Auch wenn ein Neustart vielleicht vorüber­gehend Abhilfe schafft, treten die Probleme mit hoher Wahr­schein­lich­keit gleich wieder ein, wenn die Temperatur im Gerät nicht sinkt.


Hochkant, aufgebockt oder an die Wand - 3 weitere Lösungen

Steht der Router eigentlich relativ frei und wird trotzdem zu warm, kann es auch einen Unterschied machen, wenn man


  • das Gerät hochkant hinstellt, falls der Hersteller dies vorgesehen hat
  • das Gerät weiter von der Standfläche entfernt, es also etwas aufbockt, beispiels­weise mit vier Dreh­verschlüssen von Geträn­kefla­schen oder - je nach gewünschter Höhe - mit den Scheiben eines gevier­telten oder zwei halbierten Korken
  • das Gerät an der Wand montiert - viele Hersteller legen ihren Geräten Bohr­scha­blonen und oft sogar Befes­tigungs­mate­rial bei.


Rätselhafte thermische Probleme - vielleicht ist ein Update überfällig?

Selten, aber ebenfalls eine mögliche Ursache bei thermischen Problemen: Der Router überhitzt, weil nicht die aktuellste Firmware installiert ist. Also am besten einmal im Einstel­lungs­menü prüfen, ob nicht vielleicht ein Update vorliegt.


Viele dieser Tipps können auch auf Router anderer Anbieter (z.B. Telekom Speedport) oder Produkte anderer Hersteller angewendet werden. Auf der Rückseite oder Unterseite des Routers sollten Hersteller, Typbe­zeich­nung und die Einstiegs­adresse für die Router Konfi­gura­tion zu finden sein.


Quelle: teltarif


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