von Patrick Rechl
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17. Februar 2026
WhatsApp stellt die wichtigste Ansicht auf den Kopf und rückt eine umstrittene Funktion in den Mittelpunkt. Eine kleine Änderung in einer Testversion von WhatsApp sorgt für großes Aufsehen. Der Messenger plant offenbar, seine zentrale Oberfläche, die Chatübersicht, grundlegend umzubauen. Wie WABetaInfo berichtet, sollen die bislang eher dezent platzierten Statusmeldungen künftig direkt zwischen euren Chats erscheinen und damit eine deutlich prominentere Rolle einnehmen. Die Neuerung ist aktuell in der Beta-Version 2.26.6.9 für Android aufgetaucht und könnte die Art, wie ihr die App nutzt, nachhaltig verändern. Bislang erkennt ihr neue Statusmeldungen an einem grünen Ring um das Profilbild eines Kontakts. Um sie anzusehen, tippt ihr entweder auf das Bild oder wechselt in den separaten Reiter „Aktuelles“, wo alle Meldungen gesammelt werden. In der neuen Beta-Version ändert sich das radikal. Kontakte mit einer neuen Statusmeldung rutschen prominent an den Anfang eurer Chatübersicht, so als hättet ihr eine neue Nachricht bekommen. Zusätzlich soll beim Scrollen eine horizontale, durchwischbare Leiste mit allen aktuellen Statusmeldungen eingeblendet werden, ähnlich wie man es von Instagram kennt. Statusmeldungen von stummgeschalteten Kontakten sollen hierbei allerdings ausgeblendet bleiben. Es wird befürchtet, dass die einst minimalistische Chat-App an Übersichtlichkeit verliert und sich immer mehr zu einer überladenen Social-Media-Plattform entwickelt. Die klare Trennung zwischen privater Kommunikation und öffentlichen Status-Updates, die viele Nutzer schätzen, würde damit aufgeweicht. Hinter der Designänderung könnten finanzielle Interessen des Mutterkonzerns Meta stecken. Schon lange wird darüber spekuliert, wie Meta den Messenger monetarisieren will, ohne die Nutzer mit klassischer Bannerwerbung in den Chats zu verärgern. Der Status-Bereich gilt hier seit jeher als wahrscheinlichste Werbefläche. Indem die Statusmeldungen nun direkt ins Blickfeld der Nutzer rücken, schafft WhatsApp eine perfekte Grundlage, um dort in Zukunft Anzeigen zu platzieren und die Funktion kommerziell zu nutzen. Die Änderung passt zur Strategie der letzten Monate, die Benutzeroberfläche von WhatsApp schrittweise zu modernisieren und an andere Apps des Konzerns anzugleichen. Ob die Funktion aber tatsächlich in dieser Form für alle Nutzer ausgerollt wird, ist noch unklar. Da es sich um eine frühe Beta-Phase handelt, könnte das Feedback der Tester noch zu Anpassungen führen. Ein offizieller Starttermin wurde bislang nicht genannt. Quelle: Giga