STREAMING-DIENSTE
Um die neuesten Filme, Serien und Dokus zu konsumieren, hatte man früher im Wesentlichen die Wahl zwischen dem Gang ins nächste Kino, dem Gang in die nächste Videothek und der Verfolgung des laufenden linearen TV-Programms. Durch den Siegeszug des Video-Streamings hat sich jedoch alles geändert. Der Gang ins Kino ist nur noch erforderlich, wenn man die allerneuesten Produktionen verfolgen will, der Gang zur Videothek gehört ganz der Vergangenheit an und auch lineare TV-Sender verlieren immer mehr Zuschauer.
Diese Entwicklung vermag nur wenig zu überraschen, wenn man sich die Vorteile des Video-Streamings gegenüber den „klassischen“ Methoden vergegenwärtigt, doch zuerst klären wir, was Video-Streaming überhaupt ist.
Bei Video-Streaming wird über eine Internetverbindung ein bestimmter Video-Inhalt auf Computer, Smartphones, Tablets oder Smart-TVs übertragen. Es kann sich dabei sowohl um Live-Übertragung, als auch um Video-on-Demand-Inhalte (VoD) handeln. „Video-on-Demand“ bedeutet „Video auf Abruf“. Der Name sagt also schon aus, worum es sich dabei handelt, nämlich um die Möglichkeit aus einer bestimmten Sammlung an online verfügbaren Videos, gewünschte Videos jederzeit auf dem eigenen Gerät abzuspielen. Dabei kann es sich um Filme, Serien, Dokus oder Ähnliches handeln.
Vergleichbar ist dies mit der in der Videothek ausgeliehenen und zu Hause abgespielten Kassette, mit dem entscheidenden Unterschied jedoch, dass alles über die Internetverbindung läuft und man deshalb nicht an Ort und Zeit gebunden ist.
Eine Hauptvoraussetzung für die Nutzung ist eine stabile Internetverbindung. Eine pauschale Mindestgeschwindigkeit kann zwar nicht genannt werden, jedoch sollten bereits die meisten gängigen DSL-Anschlüsse und mobiles Internet über LTE, geschweige denn Glasfaser und 5G, ausreichen, zumal sich die Bildqualität bei den meisten Anbietern anpassen lässt bzw. selbst an die Internetverbindung anpasst.
Nutzer, die über keine Internet-Flat verfügen und stattdessen nach verbrauchter Datenmenge zahlen, sollten dran denken, dass Video-Streaming eine recht datenintensive Angelegenheit ist.
Nachdem viele Jahre lang illegale Online-Plattformen die erste Adresse vieler Nutzer gewesen waren, wenn es darum ging, die neuesten Inhalte aus Hollywood zu konsumieren, haben sich in den letzten Jahren mehr und mehr legale Video-Streaming-Dienste etabliert, die die Rechte an den Inhalten auch tatsächlich haben. Dabei handelt es sich sowohl um Plattformen, die VoD-Inhalte zur Verfügung stellen, als auch um solche, die auch Live-Übertragung von Sportereignissen oder linearen TV-Inhalten anbieten. Nahezu alle Anbieter verfügen inzwischen auch über Apps für Android und iOS, mit denen komfortabel auf Smartphones und Tablets gestreamt werden kann.
Die etablierten Anbieter verfolgen unterschiedliche Konzepte. Während Netflix ausschließlich auf VoD-Inhalte setzt, kombinieren Amazon Prime Video, Joyn und WOW das VoD-Konzept mit der Live-Übertragung linearer TV-Angebote. DAZN wiederum konzentriert sich auf die Live-Übertragung von Sportereignissen und bezeichnet sich daher selbst als das „Netflix“ für Sport-Fans.
Die große Mehrheit der Anbieter setzt auf ein Flatmodell zum Pauschalpreis, dieser liegt im Schnitt bei ca. 10 Euro monatlich. Ob und wie viele Video-Inhalte abgespielt werden, ist dabei für die Kosten unerheblich.
Einige wenige Anbieter erlauben es dem Zuschauer auch, jeweils nur für das gerade gewünschte Video zu zahlen, ohne einen monatlichen Festpreis begleichen zu müssen. Dies lohnt sich besonders für Gelegenheitsnutzer.
Quelle: teltarif
