MOBILES BANKING: BANKGESCHÄFTE UNTERWEGS
Mobile Banking ermöglicht die Verwaltung der Bankkonten auch unterwegs. Es wird den Kunden von fast allen Banken und Sparkassen zur Verfügung gestellt. Mit den Apps können normalerweise Kontostände abgerufen, Umsätze überprüft und Überweisungen durchgeführt werden.
Einige Apps bieten auch andere zusätzliche Optionen wie etwa die Verwaltung mehrerer Konten von unterschiedlichen Banken und Kreditinstituten, Filial- und Geldautomatensuche, Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder die Möglichkeit, eine Watchlist interessanter Wertpapiere anlegen zu können.
Mit den meisten Apps der Banken und Sparkassen ist es möglich, neben der Erledigung aller Online-Banking-Vorgänge des eigenen Kontos auch zusätzlich weitere Konten anderer Banken hinzuzufügen und zu verwalten (sogenanntes Multibanking). Voraussetzung dafür ist meistens ein Bankkonto bei der jeweiligen Bank, die die App herausgibt.
Darüber hinaus können auch Wertpapiere gekauft und verkauft werden und Einsicht in die aktuelle Börsenentwicklung genommen werden. Zu nennen sind hier u. a. die Apps von Commerzbank, Deutsche Bank, Postbank, Deutsche Kreditbank, Targobank oder comdirect. Bankeigene Apps haben den Vorteil, dass die Apps maßgeschneidert auf die Funktionen der jeweiligen Bank sind. Für das Sperren von Karten ist in der Regel auch die bankeigene App erforderlich.
Alternativen zu bankeigenen Apps sind unabhängige Apps, die für das Verwalten von Bankkonten entwickelt werden. Die Vorteile solcher Apps sind, dass die Kunden nicht an die App einer Bank gebunden sind und dadurch die Einschränkungen und Bedingungen eines Anbieters vermeiden können. Nachteil kann wiederum die mangelhafte Integration der Sonderfunktionen einer bestimmten Bank sein oder dass das ausgewählte Bankinstitut von der App gar nicht unterstützt wird.
Ein gutes Beispiel für Multibanking Apps sind die Apps OutBank, Buhl Finanzblick und StarMoney. Sie gehören zu keiner Bank, sondern treten auf dem Markt als Kontomanager auf. Damit können Giro-, Kredit- und PayPal-Konten von (fast) allen bekannten Banken und Zahlungsdiensten in Deutschland, Österreich und der Schweiz verwaltet werden. Die Apps speichern die Bankdaten sowohl lokal auf dem Smartphone als auch - sofern gewünscht - für einen Datenabgleich über mehrere Endgeräte hinweg in der Cloud. Ein sicheres Passwort sollte daher selbstverständlich sein.
Die Multibanking Apps bieten meist noch weitere Funktionen wie einen Überblick über die Ausgaben mittels Kategorien und grafischer Auswertung sowie das Hinterlegen von Kundenkarten an. Für die Auswahl der App, die einem am besten gefällt, bieten die Hersteller kostenlose App-Versionen oder Testzeiträume an.
Auf dem Vormarsch sind derzeit immer mehr Smartphone-Banken wie N26, Revolut, Monese, Wise oder Vivid. Diese wollen das Online-Banking weiter vereinfachen und die Verwaltung der Bankgeschäfte komplett auf den mobilen Endgeräten ermöglichen. Außerdem bieten sie neue Features wie Unterkonten zum (gemeinsamen) Sparen, einmalige Kreditkarten für einen Bezahlvorgang und flexible Möglichkeiten für Zahlvorgänge (untereinander) an.
Seit 15. März 2021 gilt die zweite Zahlungsdienste-Richtlinie der EU (Payment Service Directive, kurz PSD2) für Zahlungen im Online-Banking und beim Online-Shopping nun in vollem Umfang. Die Richtlinie enthält viele verschiedene Regelungen, ändert aber vor allem das Online-Banking und Online-Shoppen.
Nach der PSD2 muss der Kunde zwei von drei Merkmalen der Kreditkarte kennen bzw. sich darüber ausweisen können (mehr Infos zur Zwei-Faktor-Authentifizierung, kurz 2FA). Die drei Merkmale sind Wissen (etwa PIN oder Passwort), Besitz (etwa Kreditkarte oder Smartphone) und Inhärenz (etwa Fingerabdruck oder Gesichtserkennung). Darüber soll sichergestellt werden, dass der alleinige Besitz der physischen Kreditkarte nicht mehr ausreicht und mit einer gestohlenen Kreditkarte nicht bezahlt werden kann.
Durch moderne Sicherheitsvorschriften kommen mit Mobile Banking keine großen Risiken dazu. Durch Kennwort und Passwort-Schutz bzw. Zwei-Faktor-Authentifizierung, Verschlüsselung der Daten, verbunden mit den konstanten Aktualisierungen der Sicherheitssysteme können bei den großen Anbietern die Ängste in den meisten Fällen ausgeschlossen werden. Hinzu kommt, dass auch in diesen Bereich die KI einzug hält und hilft, Betrug zu erkennen und zu verhindern.
Quelle: teltarif
