POSTKARTEN-APPS IM VERGLEICH

Sind echte Post­karten im digi­talen Zeit­alter wirk­lich out? Trotz Messen­gern und E-Mail werden immer noch Millionen Post­karten versandt, beispiels­weise aus dem Urlaub, zum Geburtstag oder zu großen Festen.


Und wer sich selbst zu den "Schreib­muf­feln" zählt und lieber alles digital erle­digen möchte, statt mit der Hand eine Post­karte zu schreiben, muss nur sein Smart­phone zücken. Denn es gibt zahl­reiche Post­karten-Apps, mit denen man am Smart­phone oder Tablet ein Post­kar­ten­motiv auswählt, den gewünschten Gruß­text tippt, die Post­karte fran­kiert, bezahlt und für den Versand frei­gibt.


Gerade unterwegs sparen Post­karten-Apps Zeit: Eine Karte muss nicht erst gekauft, fran­kiert und in einen Briefkasten geworfen werden. Foto auswählen, Text und Adresse eingeben, bezahlen und absenden reichen in vielen Fällen aus.


Wer eine echte Post­karte per Handy verschicken möchte, sollte vor allem auf Preis, Regis­trie­rungs­pflicht, Zahlungs­arten und die verfügbaren Apps achten. Die günstigsten einfa­chen Post­karten in dieser Über­sicht starten bei 1,99 Euro zuzüglich Versand­kosten. Andere Anbieter verlangen einen Komplett­preis inklusive Porto oder bieten günstigere Karten­preise über Guthaben- bezie­hungs­weise Credit-Pakete an.


Die Apps selbst sind in der Regel kostenlos. Kosten entstehen erst beim Versand der gestalteten Post­karte oder Gruß­karte. Viele Dienste gibt es für
Android und iOS, einige zusätzlich als Web-Version im Browser.


Praktisch auf Reisen: Bei vielen Post­karten-Apps lassen sich Bildauswahl, Text und Adresse vorbereiten, bevor die Karte später mit aktiver Inter­netver­bindung abgeschickt wird. Druck und Versand übernimmt anschlie­ßend der jeweilige Anbieter. Wer im Urlaub mehrere Karten verschicken möchte, sollte die wichtigsten Anschriften am besten schon vor der Reise im Smart­phone oder in der jeweiligen App speichern.


Achten sollten Nutzer auch auf die Lesbarkeit: Verschnör­kelte Schrift­arten sehen dekorativ aus, sind aber nicht für jede Karte und jeden Empfänger die beste Wahl. Auch die Druck­qualität kann je nach Anbieter und Bildmotiv unter­schied­lich ausfallen. Wer sehr dunkle Fotos verschickt, sollte sie vor dem Absenden etwas aufhellen oder in der App nach­bear­beiten, sofern diese Funktion verfügbar ist.


Hier gibt's eine Übersicht der Preise, Besonderheiten, etc!


MyPostcard: Bis zu sechs eigene Fotos auf einer Karte


Die App MyPostcard bietet viele verschie­dene Layout-Optionen: von der einfa­chen Foto-Post­karte über die Klapp­karte mit Brief­umschlag bis hin zu Geschenk­karten für prak­tisch jeden Anlass. Nutzer können bis zu sechs eigene Fotos auf einer Karte anordnen oder aus zahl­reichen vorge­fertigten Motiven wählen. Ledig­lich bei den Schrift­arten ist das Angebot leider etwas begrenzt. Gerade einmal fünf Fonts stehen dem Nutzer zur Auswahl.


Die Post­karten können in der MyPostcard-App oder direkt im
Browser gestaltet werden, ganz ohne Regis­trierung. Die Kosten für eine Post­karte beginnen bei 3,49 Euro (inklusive Versand), die für eine Gruß­karte bei 4,29 Euro (inklusive Versand) und die für eine Audio-Karte mit Sprach­nach­richt, die nur in der App verfügbar ist, bei 7,99 Euro (zuzüglich 3,99 Euro Versand). Die Zahlung erfolgt über PayPal, Kredit­karte oder Last­schrift. Für MyPostcard spricht, dass der Anbieter seinen Sitz in Deutsch­land hat, was zum einen die Kommu­nikation verein­facht und zum anderen für Serio­sität spricht, da die euro­päischen Gesetze gelten.


Praktisch ist der Seri­enver­sand: Dieselbe Karte kann an mehrere Empfänger verschickt werden. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn Urlaubs­grüße an Familie, Freunde oder Kollegen gehen sollen.


Die MyPost­card-App gibt es kostenlos für
iOS und Android.


Touch­note: Nur mit Regis­trie­rung


Eine einfache Post­karte bei Touch­note kostet bei direkter Bezah­lung 3,99 Euro, eine Gruß­karte 5,98 Euro. Bezahlt werden kann mit PayPal oder per Kredit­karte. Erwirbt der Kunde im Vorfeld ein Credit-Paket, redu­ziert sich der Preis pro Karte je nach Paket. Das kleinste Paket mit sechs Credits kostet 17,88 Euro. Eine einfache Post­karte, die mit einem Credit zu Buche schlägt, kostet dann also umge­rechnet 2,98 Euro, eine Gruß­karte, die mit zwei Credits zu Buche schlägt, 5,96 Euro. Wie bei MyPostcard lassen sich Collagen aus bis zu sechs Bildern erstellen, für den Post­karten-Text stehen acht verschie­dene Schrift­arten zur Verfü­gung. Was die Flexi­bilität betrifft, kann der Dienst mit der Konkur­renz nicht mithalten. Wer über Touch­note eine Post­karte versenden will, muss sich zunächst regis­trieren.


Touch­note gibt es als App für
Android und iOS sowie als Web-Version im Browser. Letz­tere ist nur in engli­scher Sprache verfügbar, während die Apps auch auf Deutsch über­setzt worden sind (wenn auch nicht allzu elegant).


cewe post­card: Das eigene Foto als Brief­marke


Auch für die cewe-post­card-App oder die Fotowelt-App ist eine vorhe­rige Regis­trie­rung Pflicht. Danach bietet die Anwen­dung aber auch zahl­reiche Optionen. So lassen sich Collagen erstellen, aus mehreren Schrift­arten und -größen wählen, Spezial­effekte einstellen und sogar eigene Fotos als Brief­marke verwenden. Einen Haken hat cewe post­card aller­dings: Die App funk­tioniert nur im Quer­format, was die Bedie­nung auf dem Smart­phone erschwert.


Eine normale cewe-Post­karte kostet 1,99 Euro. Die größere XL-Version schlägt mit 2,49 Euro zu Buche, eine XL-Klapp­karte mit 3,49 Euro. Hinzu kommen 0,39 Euro Design­zuschlag sowie jeweils 0,95 Euro für den Versand. Bezahlt werden kann per Kredit­karte, Last­schrift, Sofort­über­wei­sung, Rech­nung, PayPal oder paydi­rekt. Die App gibt es für
Android und iOS.


POKAmax: Post­karten-App ehemals auch für Windows


POKAmax ist heute für Android und iOS verfügbar. Eine Version für Windows gab es früher ebenfalls. Bei der Gestal­tung des Textes kann aus 18 verschie­denen Schrift­arten gewählt werden. Ohne vorhe­rige Regis­trierung kostet eine Post­karte zwischen 2,49 und 3,69 Euro, eine Gruß­karte zwischen 2,99 und 3,99 Euro. Regis­triert man sich jedoch bei POKAmax, kann Gut­haben für mehrere Karten aufge­laden werden und der Preis pro Karte sinkt auf bis zu 1,99 Euro. Als Zahlungs­methoden stehen PayPal, Kredit­karte, Sofort­über­wei­sung und Last­schrift zur Verfü­gung.


Urlaubs­gruss: Echte Post­karten gestalten


Mit der Urlaubs­gruss-App können Post­karten vor dem Versand mannig­faltig gestaltet werden. Es können mehrere Fotos auf eine Post­karte plat­ziert und ein belie­biger Text mit verschie­denen Schrift­arten und Farben einge­fügt werden. Dafür stehen Vorder- und Rück­seite zur Verfü­gung, die auch mit eigener Hand­schrift beschrieben werden können. Darüber hinaus exis­tieren viele verschie­dene Vorlagen verschie­denster Kate­gorien. Für Kunden, die ein Konto anlegen, gibt es weitere Dienste wie Guthaben, Adress­buch und mehr.


Für Viel­schreiber ist prak­tisch, dass die App ein eigenes Adress­buch bietet. Dieses kann schon vor der Reise befüllt werden. Außerdem lässt sich dieselbe Karte an mehrere Empfänger verschicken und der Versand terminieren.


Der Preis für den Versand einer einzelnen Stan­dard-Post­karte inner­halb Deutsch­lands und inter­national liegt bei 2,99 Euro, je nach Ausfüh­rung können bis zu 4,29 Euro verlangt werden. Im Preis ist eine Brief­marke bereits inklu­diert. Zahlen kann der Kunde per Vorkasse, Last­schrift, PayPal,
Apple Pay und Kredit­karte. Die Gratis-App ist für Android und iOS erhält­lich.


Pixum: Post­karten per App gestalten und verschicken


Pixum bietet ebenfalls die Möglich­keit, echte Post­karten per App zu gestalten und direkt an Empfänger verschicken zu lassen. Die App hält mehrere Layouts für ein bis vier Fotos bereit. Jedes Foto lässt sich skalieren, zudem können Hinter­gründe und thematische Design­vorlagen genutzt werden. Im heise/c't-Test wurde für eine Stan­dard­karte ein Preis von 2,69 Euro für den Versand inner­halb Deutsch­lands und ins Ausland genannt.


Beim Schreiben wird der Text in einem Eingabefeld erfasst und kann unter anderem skaliert sowie farblich angepasst werden. Adressen lassen sich manuell eingeben, aus den Kontakten importieren oder vorab im Adress­buch hinterlegen. Die Pixum-App gibt es kostenlos für
Android und iOS.


Postando: Ohne Regis­trie­rung Post­karten per App versenden


Postando bietet das Versenden von Post­karten per App ohne Regis­trie­rung an. Neben Vorlagen zu verschie­densten Anlässen gibt es auch die Möglich­keit der indi­vidu­ellen Gestal­tung. Eigens verfasste Texte oder persön­liche, selbst gemachte Fotos können dafür verwendet werden. Darüber hinaus wartet der Dienst mit einer Beson­der­heit auf: Durch einen QR-Code, der zu einem vorher aufge­nommen Video führt, ist damit indi­rekt auch das Versenden von Video­grüßen per Post­karte möglich.


Die Kosten betragen 2,99 Euro je Karte für den Versand sowohl inner­halb Deutsch­lands als auch welt­weit. Mögliche Zahlungs­methoden sind PayPal, Sofort­über­wei­sung, Apple Pay und Kredit­karte. Erhält­lich ist die Gratis-App für
Android und iOS.


Lifecards: Nur für iOS


Mit Lifecards - Post­cards von Vivid Apps können sowohl Vorlagen als auch selbst kreierte Post­kar­ten­motive für eine Gruß­karte ausge­wählt werden. Per App kann das Motiv der Wahl mannig­faltig bear­beitet werden, u. a. auch mit Texten verschie­dener Schrift­arten. Die fertigen Karten können per E-Mail verschickt, als Datei exportiert oder in sozialen Netzwerken geteilt werden. Laut App-Store-Beschrei­bung wird auch ein Versand gedruckter Karten über Kite.ly unterstützt.


Der Preis für die App beträgt 1,99 GBP. Lifecards ist ausschließ­lich für
iOS bezie­hungs­weise iPadOS erhält­lich.




Quelle teltarif, Preisstand August 2026