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29.11.2022 Neue Regelung beim Call-ID-Spoofing

Die Möglich­keit, bei einem Anruf eine Rufnummer zu über­mit­teln, wird seit der Erfin­dung dieser Funk­tion immer wieder auch von Krimi­nellen genutzt. Beson­ders perfide ist die Masche dann, wenn die Verbre­cher die Rufnum­mern 112 oder 110 signa­lisieren, um Wich­tig­keit vorzu­täu­schen - wobei weder Polizei noch Feuer­wehr oder Rettungs­dienste jemals von diesen Nummern aus anrufen.

Genauso schlimm ist es, wenn im Display eine kosten­pflich­tige Sonder­ruf­nummer oder eine auslän­dische Rufnummer auftaucht - wer dann unüber­legt zurück­ruft, ist in die Kosten­falle getappt. Die BNetzA weist nun auf eine neue gesetz­liche Rege­lung hin, die ab 1. Dezember gilt.

 

Durch das Aufsetzen gefälschter Rufnum­mern werden Verbrau­cher laut der Mittei­lung der BNetzA viel­fach über die Iden­tität der Anrufer getäuscht. Zum Teil hätten diese Anrufe einen krimi­nellen Hinter­grund. Der ganz über­wie­gende Anteil an Anrufen mit mani­pulierten Rufnum­mern habe seinen Ursprung in auslän­dischen Netzen oder werde über auslän­dische Netze nach Deutsch­land geroutet. Die neuen tech­nischen Schutz­mecha­nismen hätten das Ziel, dass man sich bei Erhalt eines Anrufs von einer deut­schen Rufnummer darauf verlassen kann, dass der Anruf "vom berech­tigten Nummern­inhaber erfolgt".

 

Anbieter öffent­lich zugäng­licher Tele­kom­muni­kati­ons­dienste müssen nun ab Dezember tech­nisch sicher­stellen, dass Anrufe abge­bro­chen werden, bei denen irre­füh­ren­der­weise Rufnum­mern der Notrufe 110 und 112, hoch­prei­sige Rufnum­mern (0)900, (0)137 und Nummern für Auskunfts- und Kurz­wahl­dienste ange­zeigt werden. Außerdem müssen alle Provider sicher­stellen, dass bei Anrufen aus auslän­dischen Netzen keine deut­schen Rufnum­mern als Absen­der­infor­mation ange­zeigt werden. Die Nummern­anzeige müsse in solchen Fällen unter­drückt werden.

 

Hiervon ausge­nommen seien natür­lich deut­sche Mobil­funk­ruf­num­mern im inter­natio­nalen Roaming. 

 

Obwohl dies einen sofor­tigen Schutz davor bietet, dass man verse­hent­lich eine über­teu­erte 0900-, 0137- oder Auskunfts­nummer zurück­ruft und damit die eigene Rech­nung hoch­treibt, weiß die BNetzA, dass auch mit dieser neuen Rege­lung kein hundert­pro­zen­tiger Schutz vor allen Betrugs­arten besteht.

 

Die Behörde geht sogar davon aus, dass es als Folge der Anony­misie­rungs­pflicht verstärkt Anrufe mit unter­drückter Rufnummer geben wird. Hier sei natür­lich zu beachten, dass nicht alle Anrufe mit unter­drückter Rufnummer unse­riös sind. Anrufer könnten sich auch aus berech­tigten Gründen für eine Rufnum­mern­unter­drü­ckung entscheiden. Die Bundes­netz­agentur rät allge­mein dazu, sich der Iden­tität der Anrufer zu verge­wis­sern.

 

Eine unter­drückte Rufnummer lasse letzt­lich keinen Rück­schluss auf die Person des Anru­fers zu. Erreicht werde durch die neue Anony­misie­rungs­pflicht aber, dass unse­riöse Anrufer aus dem Ausland sich nicht mehr durch die Anzeige einer deut­schen Rufnummer das Vertrauen des Ange­rufenen erschlei­chen und den mit der Anzeige einer deut­schen Rufnummer eher verbun­denen Anschein eines harm­losen Anrufs ausnutzen könnten. Verbrau­cher könnten bei Annahme eines Anrufs ohne ange­zeigte Rufnummer bewusster reagieren oder sich entscheiden, keine Anrufe mit unter­drückter Rufnummer anzu­nehmen.

 

Eine gene­relle Sperre aller anonymen Anrufer kann beispiels­weise im Router oder Fest­netz­telefon hinter­legt werden.

Bisher konnten sich deut­sche Verbrau­cher bei einem Rufnum­mern­miss­brauch bei der BNetzA beschweren. Und wenn die Verbre­cher so unvor­sichtig waren, ihren Betrug von Deutsch­land aus zu veran­stalten, bestanden gute Möglich­keiten, die Betrüger ding­fest zu machen. Bei Betrugs­ver­suchen aus dem Ausland war das schon immer schwierig bis unmög­lich.

 

Die BNetzA hat nämlich nach eigener Aussage keine gene­relle Befugnis, den Ursprung von Anrufen aufzu­klären. Bei Anrufen oder Anruf­ver­suchen ohne ange­zeigte Rufnummer bestünde "nicht ohne Weiteres ein Ermitt­lungs­ansatz". Bei bestimmten Beschwerden wegen Rufnum­mern­miss­brauchs könnten daher keine Ermitt­lungen aufge­nommen werden, da hierfür zwin­gend eine ange­zeigte Rufnummer vorhanden sein müsse. Dies betreffe vor allem Fälle von Rufnum­mern­mani­pula­tion, beläs­tigende Anruf­ver­suche und Ping-Anrufe.

 

Bei anderen Miss­brauchssze­narien könnten sich Ermitt­lungs­ansätze dagegen unter Umständen auch ohne ange­zeigte Rufnummer ergeben, etwa aus dem Anrufs- oder Gesprächs­ver­lauf oder z. B. bei auto­mati­schen Band­ansagen.


 

 
14.11.2022 Handyversicherungen im Test (2022)

Der Kaffee kippt drauf, das Handy fällt auf den Boden: Tech­nische Geräte sind sensibel und teuer - eine Versi­che­rung liegt nahe. Doch Verbrau­cher sollten genau prüfen, ob sie sich wirk­lich lohnt.

Handy­ver­siche­rungen haben oft Haken und gehören nicht zu den wich­tigen Policen. Darauf weist Finanz­test (Ausgabe 12/2022) hin. Ein Test von 19 Ange­boten ohne Dieb­stahl­schutz ergab, dass der Leis­tungs­umfang enorm unter­schied­lich ist.

Wer sein Handy dennoch gegen Schäden wie etwa durch Sturz oder Flüs­sig­keit versi­chern möchte, erhält laut "Finanz­test" mit den Policen von die Baye­rische (Handy­ver­siche­rung Komfort ohne Selbst­behalt), Hepster (Handy­ver­siche­rung ohne Selbst­behalt) und Mymo­bile­schutz (Schutz­brief Basis) ein gutes Preis-Leis­tungs-Verhältnis. Ein Dieb­stahl­schutz ist oft gegen Aufpreis zubuchbar.

Mit Prämien zwischen sechs und 20 Prozent des Handy­kauf­preises (abhängig von der Lauf­zeit) sind die Produkte oft sehr teuer. Besitzer tragen meist im Scha­dens­fall einen Selbst­behalt.

Ist das Handy ein Total­schaden, bekommt man je nach Vertrag ein Ersatz­gerät oder Geld. Dabei entspricht die Summe dem Gegen­wert des Handys zu diesem Zeit­punkt, ein Ersatz­gerät darf oft gebraucht sein. Wie so oft rät "Finanz­test" deshalb, das Klein­gedruckte genau zu prüfen.

 
21.10.2022 1&1 muss Vertrieb als Dienstleister einstellen

Nach einer Entscheidung der Bundesnetzagentur muss 1&1 seine Doppelstellung als Diensteanbieter und Netzbetreiber beenden.


In Deutschland dürfen Mobilfunknetzbetreiber in der Regel kein Diensteanbieter bei einem anderen Netzbetreiber sein. 2019 hat die Bundesnetzagentur 1&1 aber übergangsweise eine solche Doppelstellung zugestanden, nachdem das Unternehmen Frequenzen zum Aufbau eines eigenen Netzes erworben hatte. Damit einher ging die Verpflichtung, die wettbewerbliche Unabhängigkeit als Mobilfunknetzbetreiber herzustellen.

Nun hat die BNetzA Fristen veröffentlicht, bis zu denen 1&1 die Doppelstellung beenden muss. Demnach muss der Vertrieb als Diensteanbieter bis spätestens Ende 2023 eingestellt werden. Jedwede Tätigkeit als Diensteanbieter ist bis Ende 2025 zu beenden.

Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, sagt dazu: "Mit der Entscheidung über den Zeitpunkt der Beendigung der Doppelstellung von 1&1 wird die wettbewerbliche Unabhängigkeit dieses Netzbetreibers hergestellt. Dadurch wird der Wettbewerb gefördert."
 

 
18.10.2022 Android: Neue Funktion spart Speicherplatz

Google macht es Android-Nutzern leichter, Speicherplatz zu sparen. Aktuell berichten erste Smartphone-Besitzer davon, dass sie Apps auch archivieren können, statt diese komplett zu löschen.

Google hatte die Funktion bereits im März 2022 angekündigt, nun scheint sie für erste Android-Nutzer ausgerollt zu werden. Wie der "GoogleWatchBlog" berichtet, können Smartphone-Apps im Google Play Store künftig auch temporär archiviert werden, statt sie komplett vom Gerät zu löschen.

Dies ist insbesondere dann praktisch, wenn der Speicherplatz auf dem Gerät gerade knapp wird, man aber Einstellungen und Daten der Apps nicht durch eine Löschung verlieren möchte.


Der Ankündigung Googles zufolge wird bei der Archivierung nur ein Teil der Apps gelöscht. Die Ersparnis soll bei rund 60 Prozent liegen. Das App-Icon bleibt offenbar weiter auf dem Smartphone-Screen, wird allerdings dann mit einem kleinen Cloud-Symbol versehen.

Will man die Anwendung wieder nutzen, muss man das Icon antippen. Anschließend wird der archivierte Teil der App neu installiert und man kann diese mit allen Einstellungen und eingegebenen Daten ohne Einschränkungen wieder verwenden. Wann die Archivierung für alle User ausgerollt wird, ist noch unklar. Der nächste große Android Feature Drop im Dezember scheint ein nicht unwahrscheinlicher Zeitpunkt.

 
       
29.09.2022 Samsung Akku

Samsung hat ein neues Akku-Problem mit seinen Galaxy-Smartphones. Nach dem Desaster mit dem Galaxy Note 7, welches explodiert ist und weltweit zurückgerufen wurde, blähen sich ältere Smartphones jetzt auf und können so zur unentdeckten Gefahr werden.

 

Samsung hat versprochen, dass nach den katastrophalen Vorfällen mit dem Galaxy Note 7 die Akkus sicher sind und es keine Probleme mehr geben wird. Wie sich jetzt zeigt, hat Samsung ein noch viel größeres Akku-Problem, als nur mit einem Modell. Der YouTuber Mrwhosetheboss hat in seiner Smartphone-Sammlung viele Samsung-Handys entdeckt, deren Akkus angeschwollen sind. Dabei kommt es wohl im Inneren zu einer Reaktion und Gasbildung, sodass sich der Akku aufbläht und die Rückseite aufplatzt. Zu einer Explosion oder einem Brand kommt es in dem Fall nicht. Die Akkus sind also grundsätzlich sicher.

Kritisch wird es, wenn das Aufblähen des Akkus noch in der Entstehung ist und ihr es nicht sofort merkt. Tatsächlich betrifft das Problem eher ältere Samsung-Handys, die mit leerem Akku eingelagert sind. Auch unser Galaxy S6 edge hat sich aufgebläht, wie ihr oben im Titelbild sehen könnt. Doch Mrwhosetheboss hat auch schon bei seinem Galaxy S20 FE und dem Galaxy Z Fold 2 erste Anzeichen für eine anschwellende Batterie bemerkt. Und da wird es dann gefährlich. Entstehen Gase und der Akku bläht sich auf, dann könnte es beim Aufladen des Smartphones zu einer Reaktion und starker Hitzeentwicklung kommen.

Das Problem mit anschwellenden Akkus von Samsung wurde von vielen anderen Quellen bestätigt. Nach einer Umfrage haben etwa 25 Prozent der Befragten ein Problem mit anschwellenden Akkus gehabt. Der Großteil davon war von Samsung. Samsung wollte das Problem untersuchen und die Handys einziehen. Ein Ergebnis bleibt offen. Wenn das Problem aber so groß ist, dass sehr viele ältere Samsung-Handys potenziell gefährlich werden, dann könnte das für Samsung zu einem ernsten Problem werden. Dabei gibt Samsung selbst an, dass die Akkus mindestens 5 Jahre sicher sind.

 Habt ihr ein älteres Samsung-Handy noch im Einsatz, solltet ihr regelmäßig prüfen, ob sich der Akku nicht schon leicht aufgebläht hat. Dann solltet ihr das Handy auf keinen Fall mehr aufladen und euch an Samsung werden.

 
18. Mai 2022 Kooperation Xiaomi/Vodafone Dieser Deal wird die deutsche Mobilfunkwelt verändern: Xiaomi und Vodafone haben eine weitreichende Partnerschaft angekündigt, die unter anderem auch die Vodafone-Shops beinhaltet. Dort erwarten Kunden in Zukunft gleich zwei Neuerungen.
     
     

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